Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?44141

Polizeibericht

Frankfurt: Queere Personen mit Messer bedroht und beleidigt

In der Main-Metropole kam es erneut zu einem mutmaßlich queerfeindlichen Vorfall an der Konstablerwache.


Symboldbild: Wie die Berliner Polizei macht auch die aus Frankfurt mutmaßliche queer­feindliche Übergriffe gezielt öffentlich (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 18. Dezember 2022, 15:18h 3 1 Min.

In der Nacht zum Sonntag ist es in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen 04.40 Uhr zu einer Bedrohung und zu Beleidigungen gegenüber zwei Personen der queeren Community gekommen. Das berichtet die Polizei der Stadt in einer Mitteilung.

Die von der Polizei nicht näher beschriebenen Personen hatten sich zum genannten Zeitpunkt an der Ecke Große Friedberger Straße / Konstablerwache aufgehalten. Der bislang unbekannte Täter, dem die Flucht gelang, beleidigte die beiden Personen und bedrohte sie zudem noch mit einem Messer. Einer Zeugin gelang es, den Mann zurückzuhalten, bevor er die Flucht antrat.

Der Täter wird beschrieben als etwa 20 Jahre alt und ca. 175 cm groß. Bekleidet sei er mit einer schwarzen Daunenjacke mit Kapuze, einem weißen T-Shirt, Blue-Jeans und grauen Schuhen gewesen. Die Polizei bittet Personen, die in diesem Zusammenhang sachdienliche Hinweise geben können, sich mit dem 1. Polizeirevier unter der Rufnummer (069) 75510100 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei der größten Stadt in Hessen hatte zuletzt häufiger mutmaßliche queerfeindliche Übergriffe publik gemacht. Im Juli hatte sie zudem nach mehreren Angriffen angekündigt, ihre Präsenz insbesondere um die Konstablerwache zu verstärken, um queere Menschen besser vor Gewalt zu schützen (queer.de berichtete). (pm/cw)

-w-

#1 YannickAnonym
  • 19.12.2022, 09:45h
  • Diesmal war es "nur" eine Bedrohung mit einem Messer. Beim nächsten mal sticht der Täter vielleicht zu - mit unklarem Ausgang.

    Und was kommt von der Politik? Nichts. Die Gewalt gegen LGBTI nimmt immer weiter zu, aber statt endlich mal den versprochenen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie umzusetzen oder sich in einer Ansprache an die Nation zu wenden, wo man Gewalt gegen LGBTI verurteilt und klarmacht, dass der Staat das nicht tolerieren wird, kommt einfach gar nichts.

    Versprechen werden immer neu verschoben und verwässert. Man vermeidet es öffentlich Position zu beziehen, um es sich nur ja mit niemandem zu verscherzen (denn die Wähler-Stimmen der LGBTI-Hasser nimmt man natürlich gerne).

    Und wenn man Täter fasst, bekommen sie ein paar Sozialstunden oder Bewährung (wegen schwieriger Kindheit, schlechter Integration oder was auch immer) und das war es dann. Dann lässt man solche tickenden Zeitbomben wieder auf unschuldige Bürger los.
  • Direktlink »
#2 Nick NameAnonym
  • 19.12.2022, 13:24h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • "aber statt endlich mal den versprochenen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie umzusetzen"
    Du musst doch unsere armen Politiker*innen verstehen: Wenn sie was machten, dann hätten sie doch beim nächsten mal keinen oder weniger Sand, den sie uns in die Augen streuen und um Stimmen betteln könnten.

    "oder sich in einer Ansprache an die Nation zu wenden, wo man Gewalt gegen LGBTI verurteilt und klarmacht, dass der Staat das nicht tolerieren wird, kommt einfach gar nichts."
    Keine Sorge, die kommt nach der nächsten Bluttat mit Massenmedienappeal. Dann sind wieder alle ganz betroffen, können selbstverständlich nicht erklären, woran es liegt und zum Abschluss salbert Frank-Walter wieder was von "müssen wir als Gesellschaft zusammen stehen. Hass hat in unserer Gesellschaft keinen Platz." (not-so-much-Fun Fact: Doch, hat er. Weil unter anderem IHR ihn duldet - aber ok, es geht ja nur um hohle Phrasen, nicht um ernstgemeinte Worte, denen seitens Politik ggf. auch mal Taten folgten. Dafür wurde doch schon so artig die Regenbogenflagge gehisst - dass wir undankbaren Perversen aber auch immer so unverschämt sind ;) ).
  • Direktlink »
#3 PeerAnonym
  • 19.12.2022, 18:11h
  • Antwort auf #2 von Nick Name
  • Das ist leider wahr.

    Erst wenn die Tat schrecklich genug wird und die mediale Aufmerksamkeit groß genug wird, fühlen sich Politiker auch mal genötigt, zu reagieren.

    Dann kommen aber auch nur ein paar Krokodilstränen, ein paar nette Sonntagsreden und Beteuerungen, man hätte sowas niemals für möglich gehalten.

    Aber wirklich geändert wird auch danach nichts.

    Mittlerweile glaube ich wirklich, dass die angeblich LGBTI-freundlichen Parteien uns nur in Minischritten und sehr langen Zeiträumen Fortschritte bringen, damit sie bei jeder Wahl sagen können "Gebt uns Eure Stimmen, damit wir den Weg weiter gehen können."

    Ich habe das auch lange so gemacht und solche Parteien gewählt. Aber irgendwann ist auch mal Schluss mit dem Vertrösten. Und mittlerweile sage ich mir, dass jede Partei, die in Regierungsverantwortung ist und nicht sehr große Schritte auf dem Weg zu voller Gleichstellung unternimmt, meine Stimme in Zukunft nicht mehr bekommt.
  • Direktlink »