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USA

Mord an Kevin Bacon: Grindr-Kannibale erhält lebenslänglich

Ein Mann ist in Michigan nach einem brutalen Mord an einem 25-jährigen Hair-Stylisten zur Höchststrafe verurteilt worden.


Kevin Bacon starb an Heiligabend 2019 – jetzt ist sein Mörder verurteilt worden

  • 19. Dezember 2022, 10:38h 21 2 Min.

Ein Gericht in Corunna (US-Bundesstaat Michigan) hat den 52-jährigen Mark Latunski am Donnerstag wegen Mordes an einem Grindr-Date zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf eine vorzeitige Entlassung verurteilt. Der Täter hatte sein Opfer, den 25-jährigen Hair-Stylisten Kevin Bacon, an Heiligabend 2019 getötet und dessen Hoden gegessen (queer.de berichtete). Nach seiner Verhaftung gab der Täter zu, dass er mit einem Messer die Kehle seines Opfers durchgeschnitten und ihn in den Rücken gestochen hatte. Danach hing er ihn nackt mit den Füßen an der Decke auf.

Die Tat hatte für Entsetzen gesorgt, weit über Michigan hinaus. Auch der Hollywoodschauspieler Kevin Bacon hatte sich auf Instagram schockiert über den Mord an seinem Namensvetter geäußert.

Direktlink | Bericht über die Urteilsverkündung in den Lokalnachrichten
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Der 25-jährige Bacon hatte seinen Mörder auf Grindr getroffen, wie sein Mitbewohner nach dessen Verschwinden gegenüber der Polizei angab. Diese Information führte die Beamt*­innen dann zum Haus des Mörders, in dem sie die verstümmelte Leiche fanden.

Die Anwältin des Täters hatte zunächst "nicht schuldig" plädiert, weil ihr Mandant psychisch krank und deshalb nicht schuldfähig sei. Vor dem Beginn des Verfahrens plädierte der Angeklagte – gegen die Empfehlung der Anwältin – jedoch auf "schuldig".

Vor der Urteilsverkündung gaben Angehörige des Getöteten im Fernsehen übertragene Statements ab, in denen sie die Auswirkungen des Mordes auf die Familie beschrieben. "In Ihren kranken, verdrehten Kopf denken Sie wahrscheinlich, dass Sie nichts falsch gemacht habe", erklärte etwa die Mutter des Opfers. "Ich hoffe, dass Sie an diesem Weihnachten so sehr leiden, wie wir leiden mussten." Ihren Sohn beschrieb sie mit den Worten: "Er hat alles für seine Freunde und Familie getan. Wir werden ihn sehr vermissen."

Lebenslänglich ohne Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung ist die Höchststrafe im Bundesstaat Michigan, der die Todesstrafe bei Mord bereits 1846 abgeschafft hatte. (cw)

#1 PeerAnonym
  • 19.12.2022, 13:12h
  • Gut, dass diese Bestie nie mehr auf die Menschheit losgelassen wird. Das macht das arme Opfer nicht wieder lebendig und das Leid seiner Familie und Freunde nicht weniger schlimm, aber wenigstens sind kommende Opfer und ihre Angehörigen sicher vor diesem Subjekt.

    In Deutschland wäre er wohl spätestens in 5 Jahren wieder auf freiem Fuß, weil er eine ach so schwere Kindheit hatte und vor der Tat schlecht geschlafen hat und ähnliche Befindlichkeiten.
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#2 BelegAnonym
#3 Julian SAnonym
  • 19.12.2022, 13:57h
  • Antwort auf #2 von Beleg
  • Wäre doch nicht das erste mal, dass Mörder in Deutschland eben nicht "lebenslänglich" weggesperrt werden, sondern dass es dann mit Verweis auf irgendwelche persönlichen Probleme deutlich früher wieder auf freien Fuß geht.

    Nur mal ein Beispiel von vielen:
    die Mittäterin des Gladbecker Geiseldramas, die mehrere Menschen das Leben gekostet hat, wurde nach 6 Jahren "wegen guter Führung" aus der Haft entlassen.

    Die Opfer werden aber nicht irgendwann wieder lebendig...
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