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Interview

"Eine Gesellschaft, die unbefangen mit Nacktheit und Sex umgeht, scheint mir relativ utopisch"

Wir sprachen mit US-Digital-Artist Zach Lynch über seinen neuen Bildband "Flamingo Island", schwule Utopien und die Vorteile digitaler Kunst gegenüber der Fotografie.


Ein (von uns beschnittenes) Bild aus "Flamingo Island". Mehr Motive gibt es in der unten verlinkten Galerie (Bild: Zach Lynch)
  • 20. Dezember 2022, 01:16h 22 9 Min.

In seinem Bildband "Flamingo Island" (Amazon-Affiliate-Link ) präsentiert US-Digital-Artist Zach Lynch ein sonniges Paradies der schwulen Freizügigkeit, das einerseits zu schön ist, um wahr zu sein, aber andererseits doch so nah an der Realität, dass die Betrachtung der Motive unweigerlich Sehnsüchte, Wünsche und Erinnerungen wachruft (queer.de berichtete).

Im Interview erzählt Lynch über die Hintergründe des Projekts, seine eigenen Utopien und erklärt, warum "Flamingo Island" das (fast) perfekte Weihnachtsgeschenk ist.


Zach Lynch (Bild: Salzgeber)

Zach, als du dich vor einigen Jahren der digitalen Kunst verschrieben hast, hattest du bereits eine erfolgreiche Laufbahn als Fotograf hinter dir. Was sind die künstlerischen Vorteile digitaler Arbeiten gegenüber der Fotografie?

Eine Sache, die ich an der digitalen Kunst sehr mag, ist das Element der Kontrolle. Wenn ich einen digitalen Charakter erschaffe, bin ich von nichts anderem abhängig als meiner eigenen Vorstellungskraft. Leider leben wir in einer Welt, in der Nacktheit, besonders vor der Kamera, nicht immer entspannt ist. Mit der Entwicklung von Social Media und der Art und Weise, wie Bilder sich dadurch verbreiten, geht in meiner Wahrnehmung ein zunehmender Widerwille gegenüber Nacktfotos einher. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass es schwierig ist, Männer zu finden, die sich nackt fotografieren lassen. Von daher ist es in gewisser Weise einfacher, eine digitale Figur zu erschaffen, die exakt so posiert, wie ich es will, als jemanden zu fotografieren, der das gleiche tut.

Aber eine Figur zu animieren kostet auch viel mehr Zeit, oder?

Ich sage immer, Digital Art hat etwas Meditatives. Damit ähnelt sie ein bisschen der analogen Fotografie. Als ich anfing als Fotograf tätig zu sein, arbeitete man noch mit Filmen. Wenn du 36 Bilder hast, deren Entwicklung teuer ist, gehst du viel bewusster und vorsichtiger an alles heran, was du fotografierst. Die Herangehensweise an meine digitalen Bilder fühlt sich für mich ein bisschen wie diese alte Welt der Filme an. Das sind sorgfältig überlegte Motive, die sehr bewusst geplant werden. Das kostet in der Tat Zeit. Und es hat noch einen zweiten kleinen Nachteil: Meine digitale Kunst ist begrenzt durch meine eigenen Gedanken. Manchmal setze ich mich hin, um eine Figur zu erschaffen, aber merke, dass mir die Inspiration fehlt. Bei einem Foto-Shooting steht die Inspiration sozusagen direkt vor mir, präsentiert sich, zieht sich aus, und ich muss nur fotografieren. In gewisser Weise ist das dann doch wieder einfacher. Letztendlich haben wohl beide Arbeitsweisen ihre Vor- und Nachteile.

In "Flamingo Island" arbeitest du teilweise mit fotografischen Hintergründen, vor denen du deine digitalen Helden platzierst. Weißt du, sobald du einen Hintergrund siehst, welche Szenen sich dort abspielen müssen? Oder werden die Hintergründe für die Szenen gezielt gesucht?

Die Auswahl der Hintergründe basiert in erster Linie auf Lichtsituationen. Wer sich die Bilder im Buch sorgfältig ansieht, wird schnell merken, dass mir Licht sehr wichtig ist. Normalerweise erschaffe ich zuallererst die Figur und verwende die meiste Zeit auf die Charaktere, während Hintergründe und weitere Elemente meiner Kunst vor allem dazu dienen, die Geschichten zu unterstützen, die ich mit ihnen erzählen will. Wenn die Figur fertig ist, entscheide ich, wo ich sie platziere, und welche Stimmungen, Tageszeiten und Storys zu ihr passen. Erst dann probiere ich Hintergründe aus, die die gewünschten Effekte spiegeln. Ich würde sagen, 75 Prozent der Zeit, die ich auf das Erschaffen meiner Kunst verwende, geht für die Auswahl von Lichtsituationen und Figurenentwicklung drauf.


Der Bildband "Flamingo Island" ist im November 2022 bei Salzgeber erschienen

Die Bilderwelt von "Flamingo Island" spiegelt einerseits modernes schwules Leben, wirkt andererseits aber auch utopisch. Was ist deiner Meinung nach der utopischste Aspekt des Buches?

Ich würde sagen: die Nacktheit. Die meisten der Männer in meinem Buch sind nackt in Situationen, in denen es sich normalerweise nicht gehört, nackt zu sein. Die Vorstellung, in einer Gesellschaft zu leben, die keinerlei Probleme mit unverhohlener Nacktheit und Sex hat, scheint mir relativ utopisch.

Flamingos haben in der schwulen Kultur eine gewisse Tradition als Symbol für Flamboyanz – von John Waters "Pink Flamingos" über die Drag-Kultur bis hin zu vielen Clubs und Partys, denen sie als Namensgeber dienen. Gab es einen bestimmten Grund dafür, dass du deinem Projekt den Namen "Flamingo Island" gegeben hast?

Um ehrlich zu sein, wollte ich das Buch anfangs "Cucumber Island" ("Gurken-Insel"; Anm. d. Red.) nennen. Das fand ich damals lustig, aber inzwischen sind, denke ich, alle Beteiligten ganz froh darüber, dass es nicht dabei geblieben ist. Generell war mir bei der Wahl des Namens wichtig, dass er einfach ist. Ich hab das mit einigen Freunden diskutiert und beim Hin- und Herschieben von Ideen gemerkt, dass mir das Konzept einer Insel zusagt – eines abgeschlossenen, sicheren Raums, wo meine Fantasie sich ohne die Sorge entfalten kann, dass das "wahre Leben" über sie hereinbricht. Ich bat meine Freunde, mir bei der Namensfindung der Insel zu helfen. Nach ein paar albernen und unbeholfenen Kommentaren, bin ich irgendwann bei "Flamingo Island" hängengeblieben. Ich mochte Flamingos schon immer. Wie wir alle wissen, haben sie etwas Fantastisches. Sie tanzen, sie haben jedes Jahr einen neuen Partner und gelten als bemerkenswert sozial.

Wenn du ein Szenario aus "Flamingo Island" wählen könntest, um an ihm im wahren Leben teilzuhaben, welches würdest du wählen?

Was für eine tolle Frage! Wenn ich das Buch in Gedanken durchgehe, würde ich mich wohl für die Fahrradszenen entscheiden. Ich liebe es, an der frischen Luft zu sein, und ich habe eine Schwäche für Mountainbiker und ihre tollen Oberschenkel.


Fahrrad-Szene aus "Flamingo Island", ebenfalls beschnitten (Bild: Zach Lynch)

Alles in allem wäre ich aber mit egal welcher Szene glücklich, wenn sie Wirklichkeit würde. Das ist ja der Grund, warum ich das Buch gemacht habe. Es repräsentiert eine Welt, von der viele von uns sich wünschen würden, dass sie wirklich existiert. Absolute Perfektion fasziniert uns doch irgendwie alle?


Hast du eine Vorstellung davon, ob verschiedene Generationen schwuler Männer unterschiedlich auf die Bilderwelten von "Flamingo Island" reagieren?

Ich hoffe eigentlich, dass meine Arbeit alle Altersgruppen anspricht. Meine Figuren stehen für die Schönheit von Jugend, Optimismus, Sonnenschein, Lebensfreude und unkomplizierter Erotik. Alles Themen, deren Faszination nicht wirklich vom Alter abhängt. An meinem Kühlschrank hängt ein Magnet mit der Aufschrift: "Wie alt wärst du, wenn du nicht wüsstest, wie alt du bist?" Als ich kürzlich 50 geworden bin, hab ich mir diese Frage mal wieder selbst gestellt. Wenn ich nicht wüsste, wie alt ich wirklich bin, wäre ich wohl gerne im Alter der Männer aus "Flamingo Island".

Die Bilderwelt des Buches kreist neben Themenbereichen wie Autos, Partys, Strand, Nacktheit und Architektur im Wesentlichen um die zwei großen Themen der Menschheit: Schönheit und Jugend. Warum denkst du, sind diese Bereiche gerade vielen schwulen Männern so wichtig?

Diese Frage greife ich im Buch in einem Dialog mit einer meiner Figuren selbst auf. Dort bleibe ich dem Flamingo-Island-Bewohner die Antwort bewusst schuldig. Das ist ja ein bisschen kompliziert. Ich denke, viele von uns wachsen in dem Gefühl auf, dass ihr Wesen nicht schön ist. Erst versuchen sie ihr schwules Selbst zu verdrängen, dann müssen sie es verteidigen. Ich denke, indem wir reifer werden, entspannt sich die Wahrnehmung unserer selbst. Dann wachsen die Akzeptanz und das Bewusstsein dafür, dass Teile von uns schön sind. Das ist jedenfalls bei mir so. Je älter ich werde, desto größer wird meine Wertschätzung der inneren Schönheit in uns allen. Aber um auf die Frage zurückzukommen: Ich denke, wir streben nach Schönheit, weil sie dazu beiträgt, dass wir uns selbst schön fühlen. Am Ende bin ich der Meinung, dass Schönheit vor allem mit einem Sich-Zuhause-Fühlen zu tun hat. Ein Beispiel: Momentan bin ich Single, aber ich kann mich lebhaft an Momente mit meinem Ex-Freund erinnern, als er im Garten Tomaten gepflückt hat – ein großer, dürrer Typ ohne einen richtigen Arsch in der Hose, mit einem halbherzigen Schnäuzer, den er auf halbem Weg aufgehört hat wachsen zu lassen, und einer dicken Brille. Ich hätte mir in dem Moment nichts in der Welt vorstellen können, was sexyer gewesen wäre. Weil er mein Zuhause war und auch mir das Gefühl gab, schön zu sein.

In den letzten Jahren sind animierte Filme, Serien und Videospiele immer populärer geworden. Kannst du dir vorstellen, etwas Ähnliches mit den Flamingo-Island-Boys zu entwickeln?

Bring mich lieber nicht auf Ideen. Im Moment sind die Bilder unbewegt, aber ich fände es in der Tat toll, ihnen Bewegung und mehr Gefühl einzuhauchen. Es gäbe so viel zu erzählen. Jedes der Bilder im "Flamingo Island"-Buch ist nur eine Millisekunde einer viel größeren Geschichte. Wir werden sehen. Ich denke, die Technik entwickelt sich so rasant, dass die Vorstellung von einer immersiven Welt nicht mehr allzu abstrakt ist. Wir haben das Metaverse und Welten wie die von "Avatar", es gibt Deepfakes, und überall reden die Leute darüber, wie einfach es ist, komplett fiktionale Charaktere zu erschaffen. Angesichts dessen scheint es kein übermäßig großer Schritt zu sein, sich vorzustellen, dass Flamingo Island bald eine Stimme findet. Ich würde das aus vollem Herzen begrüßen. Sobald ich in der Lage wäre, das selbst zu machen, würde ich es tun.

Wie würdest du begründen, dass "Flamingo Island" das perfekte (Weihnachts-)Geschenk ist?

Nun ja, es ist mit Sicherheit nicht für alle das perfekte Weihnachtsgeschenk. Ich kann zum Beispiel garantieren, dass meine Mutter kein Exemplar bekommen wird, sie bekommt den Pullover und die Gartenhandschuhe, die sie sich gewünscht hat. Aber für Personen, die damit etwas anfangen können: In diesem Buch stecken jede Menge Sonne, heiße nackte Typen, Lebensfreude, Unschuld und die eine oder andere Erektion. Es ist das perfekte Buch, um sich an verregneten Wintertagen darin zu vertiefen. Auch für Leute, die gerne lesen, bietet das Buch eine Menge Stoff. Wie vorhin bereits angedeutet, habe ich einige der Jungs in meinem Buch interviewt. Wir diskutieren tiefgehende Themen wie Eifersucht, Liebe, Älterwerden, Erwartungen und eben dieses schwer greifbare Phantom: Schönheit. Nebenbei skizziere ich meine eigene Reise in die Welt von "Flamingo Island". Ich würde mir wünschen, dass die Texte im Buch Gedanken anstoßen. Dass sie zu einem Dialog beitragen, der uns alle zu besseren Menschen macht. Und sonst: Wer hat nicht gern etwas Schönes und Nacktes unterm Weihnachtsbaum liegen?

Der Bildband "Flamingo Island" ist bei Salzgeber erschienen und neben diversen anderen spannenden Foto- und Kunstbüchern unter anderem erhältlich im Salzgeber.Shop.

Infos zum Buch

Zach Lynch: Flamingo Island. Bildband. 176 Seiten. Etwa 110 Abbildungen. Texte in Englisch und Deutsch. Salzgeber Buchverlage. Berlin 2022. Hardcover: 49 € (ISBN 978-3-95985-663-8)

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Galerie:
Zach Lynch: Flamingo Island
11 Bilder
-w-

#1 MarcAnonym
  • 20.12.2022, 08:43h
  • ""Eine Gesellschaft, die unbefangen mit Nacktheit und Sex umgeht, scheint mir relativ utopisch""

    Ein unverkrampfter, offener Umgang mit Nacktheit und Sexualität ist nicht nur Ausdruck von Freiheit, sondern auch für ein gesundes Körperbild sehr wichtig.

    Jetzt muss man natürlich dazu sagen, dass in seinem Land, den USA, generell die Gesellschaft sehr prüde, verklemmt und spießig ist. Da ist man in Teilen Europas offener.

    Aber auch hierzulande waren wir schon mal weiter. In meiner Jugend in den 1980er- Jahren und auch noch in meiner Studentenzeit in den 1990er-Jahren war es z.B. selbstverständlich, dass man in Schwimmbädern unter der Dusche nackt war. Alles andere hätte man als unhygienisch und auch verklemmt empfunden. Die wenigen, die mit Badehose duschten, waren die Ausnahme.

    Und heute ist es umgekehrt:
    heute ist man, wenn man nackt duscht fast die Ausnahme und viele lassen ihre Schwimmsachen an, die auch nicht groß genug und weit genug sein können, damit sich nur ja nichts abzeichnet. Teilweise wird man sogar schief angeguckt, wenn man nackt duscht.

    Oder auch in Parks, an Stränden, an Flussufern etc.:
    früher war es ganz selbstverständlich, dass da auch immer einige nackt in der Sonne lagen. Das findet man heute kaum noch, wenn es sich nicht gerade um eine ausgewiesene FKK-Fläche handelt. Und selbst die werden weniger; im Hamburger Stadtpark gab es lange Zeit eine offizielle FKK-Wiese, die ist aber abgeschafft worden.

    Ich finde das eine sehr bedenkliche Entwicklung, Nicht nur für die individuelle Freiheit und für die Körperhygiene in Schwimmbecken, sondern auch für den gesellschaftlichen Umgang mit diesen Themen und letztlich auch den gesellschaftlichen Umgang mit LGBTI.
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#2 PeerAnonym
  • 20.12.2022, 09:31h
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Die jahrhundertelange Indoktrination der Religionen ist halt nicht ohne Folgen geblieben. Denn in allen Religionen wird Nacktheit (insb. der Geschlechtsteile) und Sexualität ja als "bäh" und "pfui" hingestellt. Da sind sich alle Religionen merkwürdig einig.

    Das zeigt aber auch, dass Religion auf genau diesem Konzept basiert:

    Man weiß aus der Psychologie, dass bei gesunden Erwachsenen mit normalem Hormonhaushalt Sexualität genauso ein Grundbedürfnis ist wie Essen, Trinken und Schlafen. (Wobei das persönliche Ausmaß bei allen Grundbedürfnissen variiert.)

    (Was passiert, wenn man den Sexualtrieb unterdrückt, zeigen die Religionen, die ihren Predigern ein Zölibat diktieren, ja leider eindrucksvoll.)

    Die Religionen wollen Sexualität außerhalb des Zeugungsakts (egal ob Verhütung, Selbstbefriedigung, Homosexualität, etc.) deshalb so weit wie möglich verbieten. Denn nur unglückliche, unzufriedene und unfreie Menschen suchen ihr Wohl und Erlösung bei irgendwelchen Predigern. Bekommen sie aber auch da nicht, solange der Grund dafür nicht an der Wurzel beseitigt wird.

    Und so sind sie in einem Teufelskreis gefangen, wo die Prediger ihnen immer wieder ihre Sexualität mit einem negativen Gewissen beladen und sie deshalb unglücklich bleiben und immer wieder ihr Heil bei diesen Leuten suchen. Und die Religionen haben so ihre treuen Schäfchen, die ihnen brav folgen, fleißig zahlen und sich nahezu willenlos für Macht- und Gelderhalt instrumentalisieren lassen.

    Und wenn man erst mal in einem Teufelskreis drin steckt, ist es sehr schwer, die Mechanismen und Manipulationen zu erkennen und sich aus eigener Kraft da raus zu kämpfen.
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#3 Julian SAnonym
  • 20.12.2022, 09:42h
  • Meinen Geschmack treffen diese Bilder leider überhaupt nicht.

    Die sind mir zu künstlich und artifiziell. Beim Titelbild des Buches war mein erster Gedanke: "Wo hat Ken denn Barbie gelassen."

    Und auch die Körper sind mir zu perfektionistisch, idealtypisch und "geleckt"...

    Ich bevorzuge dann doch schöne Aktaufnahmen oder Unterwäscheaufnahmen (oder generell Aufnahmen, auch mal gerne ein gutes Portrait) richtiger, echter Menschen.
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