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Polizeibericht

Berlin: 16 Jahre alte Person offenbar wegen Tragens von Frauenkleidern angegriffen

Nach dem Vorfall in Steglitz ermittelt der Staatsschutz.


Symbolbild: Die Berliner Polizei macht mutmaßliche Taten aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechts­identität gezielt publik (Bild: TechLine / pixabay)

  • 23. Dezember 2022, 11:21h - 2 Min.

Eine 16 Jahre alte Person ist am Donnerstagnachmittag in Berlin von zwei Jugendlichen verfolgt und ins Gesicht geschlagen worden. Nach eigener Aussage der angegriffenen Person, die sich der Berliner Polizei zufolge als Mann auswies, könnte ihr Äußeres Grund für den Angriff gewesen sein. Sie war nach Angaben der Polizei vom Freitag stark geschminkt und trug Frauenkleidung.

Das Angriffsopfer war demnach am späten Donnerstagnachmittag mit dem Bus der Linie 284 in Berliner Ortsteil Steglitz unterwegs, als an der Haltestelle S-Bahnhof Lichterfelde-Ost zwei Jugendliche zustiegen, die die Person bis zum Aussteigen gegen 17 Uhr am Rathaus Steglitz merkwürdig angeschaut hätten. Danach hätten die zwei Jugendlichen die Person bis in die Kuhligkshofstraße verfolgt. Auf die Konfontration, was sie von der Person wollten, hätte einer der Jugendlichen der Person eine Ohrfeige verpasst. Die zwei Verfolger seien daraufhin geflüchtet.

Der für politisch motivierte Straftaten, darunter mutmaßliche Hasskriminalität, zuständige Staatsschutz des LKA hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei wollte sich am Freitag gegenüber der dpa zugleich nicht auf eine homophob oder transphob motivierte Tat festlegen. Die originale Pressemitteilung der Hauptstadt-Polizei, die in der korrekten Benennung geschlechtlicher Vielfalt und gegen sie gerichteter Taten eigentlich Routine hat, beschreibt die angegriffene Person als männlich und geht nicht näher auf ihre Identität ein.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in ihren Berichten publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. Anfang Dezember war der zweite Monitoringbericht zu queerfeindlicher Gewalt in Berlin vorgestellt worden, mit einem neuen Höchststand an gemeldeten Fällen (queer.de berichtete). (cw/dpa)

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