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Jahresrückblick, Teil IV

Die queeren Shooting Stars 2022 im Film

Diese queeren Schauspieler*innen (alphabetisch sortiert) sorgten in den zurückliegenden zwölf Monaten für besonders viel Aufsehen – und werden sicherlich auch in Zukunft für ordentlich Furore sorgen.


Wir stellen 16 Schauspieler*innen vor, die wir bald wieder vor der Kamera sehen möchten (Bild: IMAGO / Shotshop)

Joel Kim Booster


Bild: Hulu

Viel fulminanter kann der Durchbruch eigentlich nicht gelingen. Vor einem Jahr war der schwule, in Südkorea geborene Amerikaner noch ein Comedy-Geheimtipp. Dann kamen sein erstes eigenes Stand-up-Special bei Netflix, eine tragende Rolle in der Serie "Reich! – Loot" und natürlich die preisgekrönte queere RomCom "Fire Island", die der 34-jährige als Hauptdarsteller und Drehbuchautor verantwortete. Jetzt gibt's an Booster kein Vorbeikommen mehr.

Kit Connor


Bild: Netflix

An dieser Stelle darf gerne das gesamte junge Ensemble der wunderbaren Serie "Heartstopper" gefeiert werden, zu dem etliche LGBTI-Schauspieler*innen gehören. Kit Connor begeisterte die Fans am meisten – und sorgte für Schlagzeilen, weil er sich genötigt sah, die eigene Bisexualität öffentlich zu machen. Neben einer neuen "Heartstopper"-Staffel hat er inzwischen auch die Romanverfilmung "A Cuban Girl's Guide to Tea and Tomorrow" abgedreht.

Emma D'Arcy


Bild: HBO

In sozialen Netzwerken waren die Fans ganz aus dem Häuschen, als Emma D'Arcy ihren Lieblingsdrink kundtat: Negroni Sbagliato mit Prosecco! Doch eigentlich war es natürlich die Rolle der Rhaenyra Targaryen in "House of the Dragon", die D'Arcy zum nicht-binären Shooting Star des Jahres machte. Dafür gab's aktuell sogar eine Nominierung für den Golden Globe.

Luka Dimic


Bild: Filmladen

2021 nahm Luka Dimic mit 185 Kolleg*innen an der Aktion #ActOut teil, seither startet er vor der Kamera überhaupt erst richtig durch. Gerade erst brillierte der kroatisch-deutsche Schauspieler in der enorm queeren "Tatort"-Episode "Opfer". Und seit Monaten wird er auf internationalen Festivals als schwuler Soldat im österreichischen Militärdrama "Eismayer" gefeiert, das 2023 auf in die deutschen Kinos kommt.

Hunter Doohan


Bild: Netflix

Schon als Sohn von Bryan Cranston in der Serie "Your Honor" fiel Hunter Doohan während der Pandemie auf. Doch seit er in Tim Burtons erfolgreicher "Addams Family"-Serie "Wednesday" zarte Bande zu der Titelheldin knüpft, scheint sich die halbe Welt in den 28-jährigen mit dem niedlichen Babyface verknallt zu haben. Aber Ehemann Fielder Jewett war schneller.

Barbie Ferreira


Bild: HBO

Bekannt wurde die queere New Yorkerin, die mit der Musikerin Elle Puckett liiert ist, als Kat in der Serie "Euphoria". Auch in deren zweiter Staffel, die Anfang 2022 abermals für Furore sorgte, war sie natürlich mit von der Partie. Und im Sommer gab es die 26-jährige dann in einer kleinen Rolle in Jordan Peeles "Nope" auch endlich mal auf der Kinoleinwand zu sehen. Aktuell steht sie neben Oscar-Gewinnerin Ariana DeBose für die Serie "House of Spoils" vor der Kamera.

Lamin Leroy Gibba


Bild: BIPoC Filmsociety

Wenn man in diesem Jahr einen Kurzfilm gesehen haben sollte, dann "Hundefreund"! In 19 Minuten erzählt der von der BIPOC Filmsociety präsentierte Film eindrücklich davon, was es heißt, eine queere, nicht-weiße Person in Berlin zu sein. Lamin Leroy Gibba, Hauptdarsteller und Autor der Geschichte, empfiehlt sich damit unbedingt für Größeres. Am 7. Januar 2023 ist "Hundefreund" im Rahmen der Arte-Sendung "Kurzschluss" zu sehen. Und Gibba hat auch einen kleinen Auftritt in Karoline Herfurths neuem Kinofilm "Einfach mal was Schönes".

Harvey Guillén


Bild: FX

Bereits seit 2019 spielt Harvey Guillén eine der Hauptrollen in der fantastischen Vampir-Comedyserie "What We Do in the Shadows", die in den USA bereits für 17 Emmys nominiert wurde, aber hierzulande erschreckend wenig Beachtung findet. In der jüngsten, vierten Staffel hatte Guilléns Guillermo de la Cruz endlich sein Coming-out, was dem queeren Kalifornier u.a. eine Coverstory im LGBTI-Magazin "The Advocate" einbrachte. Außerdem war er in der Actionserie "Reacher" mit von der Partie.

Murray Hill


Bild: FX

In der New Yorker Kleinkunstszene ist Murray Hill bereits seit den 1990er Jahren eine feste Größe. Er wurde für Dragking-Performances gefeiert, hatte einen Gastauftritt im Kultfilm "Shortbus", trat im Vorprogramm von Le Tigre oder The Gossip auf und war Party-Entertainer für Joan Rivers und Liza Minnelli. Jetzt kommt der trans Mann auch langsam im Mainstream an, nicht zuletzt dank Nebenrollen in den gelungenen Serien "Somebody Somewhere" und "Beth und das Leben".

Hayal Kaya


Bild: SWR / Maria Wiesler

Als eher unbeschriebenes Blatt gleich eine TV-Hauptrolle zu ergattern, muss man erst einmal schaffen. Hayal Kaya, die in der Türkei geboren wurde und nach ihrem Umzug nach Deutschland vor knapp zehn Jahren vor allem auf kleinen Theaterbühnen spielte, ist genau das gelungen. Diesen Dezember ermittelte die 34-jährige nun in "Seeland – Ein Bodensee Krimi" (noch bis März in der ARD-Mediathek) – und das als erste transidente Kommissarin im deutschen Fernsehen.

Trace Lysette


Bild: MUBI

Dass sie das Zeug zum Star hat, bewies Trace Lysette schon 2014, als sie in "Transparent" erstmals einem größeren Publikum auffiel. Doch es blieb zunächst bei kleineren Auftritten, etwa in "Pose" oder dem Kinofilm "Hustlers". 2022 spielte sie dann endlich die Hauptrolle, die längst verdient hatte: das kleine, feine Drama "Monica" von Andrea Pallaoro feierte Weltpremiere im Wettbewerb von Venedig, ein Deutschlandstart steht noch aus.

Vico Ortiz


Bild: HBO

Es gibt nicht viele queere TV-Serien, in denen Vico Ortiz – geboren in Puerto Rico und laut Eigenaussage nicht-binär und genderfluid – in der Vergangenheit nicht zu sehen war. Nach kleinen Rollen in "Transparent", "The Fosters", "American Horror Story" oder "Vida" ist inzwischen aber Größeres angesagt: wiederkehrende Auftritte in "The Sex Lives of College Girls" und vor allem eine nicht-binäre Hauptrolle in der Piraten-Comedy "Our Flag Means Death", die bei uns leider immer noch nicht zu sehen ist.

Zane Phillips


Bild: Searchlight

Heiße Kerle gab es in "Fire Island" viele zu sehen, doch ausgerechnet der, der den Fiesling der Geschichte spielte, regte die horny Phantasien im Netz dann besonders an. Doch Zane Phillips war – leider deutlich angezogener – auch anderswo zu sehen, etwa in den Serien "Legacies" und "Partner Track". Und demnächst folgt dann auch ein Auftritt neben Kim Cattrall in "Glamouros".

Eva Reign


Bild: Amazon Prime Video

Eigentlich sollte Yasmin Finney die Hauptrolle spielen in Billy Porters Regiedebüt, doch dann kamen Corona und ihre Rolle in "Heartstopper" dazwischen. Nun überzeugt stattdessen Eva Reign als trans Schülerin in der charmanten Komödie "Anything's Possivble". Und dass, obwohl die ehemalige Journalistin das Highschool-Alter eigentlich schon ein wenig hinter sich gelassen hat und den Traum von der Schauspielerei längst beerdigen wollte.

Jasmin Savoy Brown


Bild: Paramount Pictures

Hochspannung scheint ihr Ding zu sein. Nach Rollen in "The Leftovers" und Shonda Rhimes' Anwaltsserie "For the People" gelang Jasmin Savoy Brown nun der Durchbruch mit zwei der unheimlichsten Produktionen des Jahres. In der brillanten Serie "Yellowjackets" spielte sie die jüngere Version der lesbischen Protagonistin Taissa, und im neuen "Scream"-Film die queere Schülerin Mindy Meeks-Martin. Und die gute Nachricht ist: Beide Geschichten gehen 2023 weiter!

Antonije Stankovic


Bild: Fabian Raabe

Endlich tut sich etwas in der deutschen Film- und Fernsehbranche, was queere Repräsentation angeht. Entscheidenden Anteil daran haben Schauspieler*innen wie Antonije Stankovic, die selbstbewusst, smart und sexy Flagge zeigen. Ganz zu schweigen davon, dass der Wahlberliner mit den serbischen Wurzeln jede Menge Talent mitbringt, wie man in diesem Jahr sowohl in "Becoming Charlie" als auch in "Damaged Goods" unter Beweis stellte. 2023 folgt dann eine Rolle in der aufwändigen Großproduktion "Hagen".

-w-