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Katholische Kirche

Mit Ratzinger starb einer der größten queer­feindlichen Hetzer

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist verstorben, wie der Vatikan mitteilt. Joseph Ratzinger, der zwischen 2005 und 2013 Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche war, wurde 95 Jahre alt.


Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger alias Papst Benedikt XVI. war vom 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche (Bild: U.S. Department of Defense / wikipedia)
  • 31. Dezember 2022, 11:37h 72 2 Min.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (1927-2022) ist tot. Joseph Ratzinger, wie Benedikt XVI. mit bürgerlichem Namen hieß, sei im Vatikan im Alter von 95 Jahren gestorben. "Schmerzerfüllt muss ich mitteilen, dass Benedikt XVI., Papst Emeritus, heute um 09:34 Uhr im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan verstorben ist", teilte das vatikanische Presseamt auf Twitter mit.

Laut "Vatican News" habe der Heilige Stuhl zudem mitgeteilt, dass Benedikts Leichnam ab dem 2. Januar im Petersdom öffentlich aufgebahrt werden soll. Gläubige sollen sich dann von dem ehemaligen Papst verabschieden können.

Papst Benedikt XVI. war "sehr krank"

Papst Benedikt XVI. war von April 2005 bis Februar 2013 Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Papst Franziskus (86) hatte kürzlich bei seiner Generalaudienz im Vatikan gesagt, dass Benedikt "sehr krank" sei. Franziskus hatte die Gläubigen gebeten, Benedikt im Gebet beizustehen.

Vatikan-Sprecher Matteo Bruni (46) hatte später bestätigt, dass sich der Zustand Benedikts in den vorangegangenen Tagen verschlechtert hatte. Papst Franziskus hatte zudem seinen Aufruf erneuert, für Benedikt zu beten und ihn auf diesem Wege zu begleiten.

Homohass als Markenzeichen

Während seiner Amtszeit von 2005 bis 2013 hatte Ratzinger immer wieder vor eine Ausweitung von LGBTI-Rechten gewarnt. So behauptete er 2012, die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sei eine "Manipulation der Natur" und führe zum Verlust der "Würde des Menschen" (queer.de berichtete). Er konnte jedoch nicht verhindern, dass selbst katholische Länder wie Frankreich, Portugal oder Argentinien lesbische und schwule Paare im Ehe-Recht gleichstellten.

Als Chef der Kongregration für die Glaubenslehre prägte Ratzinger zuvor bereits die homosexuellen-, frauen-, abtreibungs- und kondomfeindliche Haltung des Vorgängers und der weltweiten Kirche. Die homosexuelle Orientierung sei "eine objektive Unordnung" und gebe "in moralischer Hinsicht Anlass zur Sorge", schrieb die Kongregation bereits 1992.

Auch nach seinem Rücktritt hetzte er weiter: So warnte Joseph Ratzinger in einer Biografie in Bezug auf die Ehe für alle vor einer "weltweiten Diktatur von scheinbar humanistischen Ideologien" und beschwerte sich darüber, dass Gegner*innen der Gleichstellung von Lesben und Schwulen "gesellschaftlich exkommuniziert" seien (queer.de berichtete). In einem im vergangenen Jahr erschienenen Buch bezeichnete er die Ehe für alle als "Deformierung des Gewissens", die "im Widerspruch zu allen bisher aufeinander folgenden Kulturen der Menschheit" stehe (queer.de berichtete). (cw/spot)

#1 MarcAnonym
  • 31.12.2022, 11:49h
  • Wie schön, dass er die Einführung der Ehe für alle in Deutschland noch erleben durfte.
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#2 Schon
#3 Graf WoidkulaAnonym
  • 31.12.2022, 12:10h
  • Und die SPD, hier mal in Form des Ministerpäsidenten von Brandenburg, Dietmar Woidke, stellt mal wieder klar, auf welcher Seite sie steht. Nicht, dass es mich überraschte, anwidern tut es mich trotzdem:

    »Für viele Katholikinnen und Katholiken sei dieser "Vaterfigur und Hoffnungsträger zugleich" gewesen, erklärte Woidke am Samstag. (...) "Ich werde Papst Benedikt XVI. ein ehrendes Angedenken bewahren", so Woidke.«

    www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/12/papst-benedikt-tot-rat
    zinger-reaktionen.html
  • Direktlink »

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