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USA
Ex-Pornostar Shawn Wolfe ist tot
Der langjährige amerikanische Darsteller in Schwulenpornos starb an einer Überdosis Drogen. Er wurde nur 35 Jahre alt.

Shawn Wolfe arbeitete mehrere Jahre in der US-Pornoindustrie und gehörte zu den bekanntesten Darstellern (Bild: Raging Stallion)
- 2. Januar 2023, 12:07h 2 Min.
Shawn Wolfe ist am 27. Dezember im Alter von 35 Jahren gestorben. Das teilte die im US-Bundesstaat Washington lebende Mutter des langjährigen US-Pornodarstellers auf Facebook mit. Als Todesursache nannte sie eine Überdosis Drogen. Wörtlich schrieb sie: "Shawn war ein Licht in dieser Welt und nun ist er ein Licht im Himmel. Er ist bei seiner Kiki, seiner Großmutter, die letzten März gestorben ist. Er ist auch bei seinem Freunden und seiner Familie, die vor ihm gegangen sind."
Sie erklärte auch, dass die Familie nicht wisse, wo die "Kleidung und andere persönliche Dinge" des Verstorbenen abgeblieben seien. Sie bat deshalb die Öffentlichkeit um Informationen. "Bitte helfen Sie uns, seine Sachen zu finden. Wir stellen keine Fragen dazu. Helfen Sie uns einfach, ihn nach Hause zu bringen." Zuletzt habe Wolfe unter anderem in einem Heim in Seattle gelebt, das sich vor allem um schwerkranke Menschen, insbesondere Obdachlose, kümmert.
Letzter Instagram-Eintrag zu Weihnachten
Der 1987 in Los Angeles geborene Wolfe postete seinen letzten Instagram-Eintrag an Weihnachten. Darin wünschte er seinen Fans "Merry Christmas". In Kommentaren bringen viele ihre Trauer über den Tod des 35-Jährigen zum Ausdruck.
Auch andere Pornodarsteller zeigten sich entsetzt über den Tod ihres Kollegen. David Benjamin erklärte etwa auf Twitter: "OMG. Shawn Wolfe ist gestorben. Wir haben 2014 bis 2015 bei Raging Stallion zusammengearbeitet. Er war eine liebe Seele, sein Tod ist einfach nur tragisch. Meine Gedanken und Gebete gehen an seine Familie. Möge er in Frieden ruhen."

Wolfe trat erstmals 2009 unter dem Pseudonym Drew in einer Soloszene für das Label Sean Cody auf. Als Shawn Wolfe wurde er 2012 bekannt. Er arbeitete unter anderem für Treasure Island Media, bevor er sich exklusiv an Raging Stallion band. 2013 wurde er für dieses Label "Man of the Year". Seine Filme trugen Titel wie "Full Release", "Cockquest" oder "Filthy Fucks". (cw)















Mittlerweile gibt es aber dermaßen viele bekannte Fälle von Suizid, Drogenmissbrauch und Depression, dass ich denke, dass der Job immer noch wie ein langsam wirkendes Gift wirkt.
Offenbar lernen die Leute nicht, Krisen auf gesunde Weise zu überwinden und sich ein Leben und Einkommen jenseits der Industrie aufzubauen.
Das passt ins Bild:
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