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Promis schlüpfen wieder in Fummel

RTL setzt "Viva la Diva" fort

Die Show mit den Promi-Dragqueens geht dieses Jahr weiter: Im kommenden Monat zeichnet RTL sogar zwei neue Folgen auf.


Die Promis der ersten Folge: Wer wird sich dieses Mal in die bunten Outfits stürzen? (Bild: RTL)

Der Sender RTL hat am Mittwoch gegenüber dem Branchendienst DWDL bestätigt, dass zwei neue Folgen der Dragshow "Viva la Diva – Wer ist die Queen?" gedreht werden. Die Sendung soll Anfang Februar erneut in einem Studio im nordholländischen Aalsmeer aufgenommen werden, in dem auch die niederländische Originalshow "Make Up Your Mind" gedreht wird. Noch ist nicht bekannt, wann die Show ausgestrahlt werden wird.

Die Moderation des deutschen Formats wird erneut TV-Koch Tim Mälzer übernehmen. Zum Rateteam gehören unter anderem Olivia Jones und Jorge González. Eine Fachjury besteht aus den bekannten Dragqueens Bambi Mercury, Laila Licious, Pam Pengco, Catherrine Leclery und Danny Ma Fanny.

Die erste Folge von "Viva la Diva" war im Juni 2022 im Rahmen der "Woche der Vielfalt" von RTL ausgestrahlt worden. In dem Format traten sieben prominente Männer in glitzernde Drag-Kostüme auf. Die Identität der Queens wurde erst später enthüllt.

Dabei lief es in der ersten Folge nicht rund für RTL: Gleich am Tag nach der Ausstrahlung distanzierte sich der Sender von "Viva la Diva"-Gewinner Faisal Kawusi, der in der Show unter dem Drag-Namen Madame LaStrange aufgetreten war (queer.de berichtete). Grund war ein abwertender "Scherz" Kawusis über K.o.-Tropfen auf Instagram, der erst nach der Aufzeichnung der Show erschienen ist. Neben Kawusi beteiligten sich auch Steffen Hallaschka, Bernhard Brink, Mickie Krause, Ingo Nommsen und David Odonkor am Wettbewerb, Komiker Mario Barth schlüpfte außer Konkurrenz in den Fummel.

Fernsehpreis und gute Quoten

Trotz dieses holprigen Starts erwies sich die Show als Erfolg für RTL: Sie wurde sogar mit einem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Auch aus Quotensicht konnte RTL zufrieden sein: "Gelungener Auftakt", teilte der Sender damals mit. Die Show sei "der Konkurrenz in der jungen Zielgruppe gestern Abend einen bunten High Heel voraus" gewesen. Tatsächlich war "Viva la Diva" mit 670.000 Zuschauer*innen die drittmeistgesehene Sendung in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Nur die "Tagesschau" und das RTL-Vorläuferprogramm "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" hatten mehr junges Publikum. Der Marktanteil für die Drag-Show betrug bei den Jüngeren 12,0 Prozent – zum Vergleich: der RTL-Markanteil über das gesamte Jahr 2022 lag in dieser Gruppe bei 9,9 Prozent. (cw)

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Queere TV-Tipps
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#1 Julian SAnonym
  • 05.01.2023, 14:01h
  • Finde ich gut.

    Die Drag-Kultur sollte bekannter und akzeptierter werden, denn das ist auch eine Kunstform.

    Und wenn dann auch noch Promis in Drag auftreten, wird das erstens auch für Heteros interessant sein und das kann auch die allgemeine Akzeptanz von LGBTI erhöhen.
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#2 SeraphinaAnonym
  • 05.01.2023, 15:14h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • Ja dem stimme ich zu, auch wenn mehr Sichtbarkeit im TV etc. gerade auch in diesem Fall erstmal vor allem die geballte Flut reaktionären Hasses bis hin zur physischen Gewalt und Mord auslöst, wie wir nur zu gut in den USA betrachten können, obwohl oder auch gerade weil RuPauls DragRace dort so beliebt ist. Umso wichtiger wird solidarischer Einsatz und gemeinsamer Kampf sein, wenn besagtes erstmal mit Verspätung auch in Deutschland einzieht.
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#3 windheimerAnonym
  • 05.01.2023, 23:20h
  • sehr schön, aber ich hätte den Moderator umbesetzt.
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