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Kenia

Vier Festnahmen nach Ermordung von Edwin Chiloba

Nach dem grausamen Mord an dem bekannten kenianischen LGBTI-Aktivisten fordert der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk weltweit einen besseren Schutz für queere Menschen.


Edwin Chiloba war ein prominenter Modedesigner und LGBTI-Aktivist in Kenia (Bild: Twitter)

  • 9. Januar 2023, 06:47h - 2 Min.

Nach der Ermordung des LGBTI-Aktivisten Edwin Chiloba in Kenia sind inzwischen vier Verdächtige festgenommen worden. Nach einer ersten Festnahme am Freitag seien am Samstag drei weitere Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Leiche des 25-jährigen Modedesigners und Models war am Mittwoch nahe der Stadt Eldoret in einer Metallkiste am Straßenrand entdeckt worden (queer.de berichtete).

Den Ermittlungen zufolge handelt es sich bei dem am Freitag festgenommenen Verdächtigen um einen langjährigen Freund des Opfers, sagte Ermittlungschef Peter Kimulwo. Medienberichten zufolge werden die nun Festgenommenen verdächtigt, bei der Entsorgung von Chilobas Leiche geholfen zu haben. Auch das Fahrzeug, "das vermutlich zum Abladen der Leiche benutzt wurde", sei sichergestellt worden, sagte Kimulwo.

UN-Menschenrechtsbeauftragter "erschüttert"

Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk zeigte sich am Samstag "erschüttert" über den Tod Chilobas. Im Onlinedienst Twitter forderte er einen besseren Schutz von queeren Menschen.

/ volker_turk
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Der Menschenrechtsbeauftragte der Afrikanischen Union, Solomon Ayele Dersso, schloss sich Türks Aufruf an. In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung verurteilte er die Ermordung Chilobas und forderte die kenianischen Behörden auf, eine "transparente, gründliche und schnelle Untersuchung" des Mordes einzuleiten und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

21 Jahre Haft für gleichgeschlechtlichen Sex

Homosexualität ist in Kenia wie in weiten Teilen Afrikas tabu. Gleichgeschlechtlicher Sex kann im mehrheitlich konservativ-christlichen Kenia mit Haftstrafen von bis zu 21 Jahren bestraft werden. In dem Land kommt es häufig zu verbaler und auch körperlicher Gewalt gegen queere Personen. (cw/AFP)

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