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Kritik an Fußballern

Hockey-WM: Deutscher Kapitän will Regenbogenbinde tragen

Bei der Feldhockey-WM in Indien wird die deutsche Mannschaft – anders als bei der Fußball-WM – Haltung zeigen. Der Coach erklärte, er sei deshalb stolz auf seine Jungs.


Kapitän Mats Grambusch, hier bei der EM 2019 in Antwerpen, will dieses Jahr bei der Hockey-WM nicht nur um den Titel mitkämpfen, sondern auch ein Zeichen für Menschenrechte setzen

Der deutsche Feldhockey-Kapitän will bei der Weltmeisterschaft in Indien die Regenbogenbinde tragen. Ein entsprechender Antrag sei vom Weltverband Fédération Internationale de Hockey (FIH) genehmigt worden, bestätigte Bundestrainer André Henning gegenüber dem Deutschlandfunk.

"Uns geht es um die echte Regenbogenbinde und nicht um die weichgespülte Kompromisslösung", so Henning mit Blick auf den Streit um die One-Love-Binde bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Katar. Die symbolische Binde, mit der die Nationalmannschaft um Manuel Neuer unter anderem gegen Homophobie und Antisemitismus Stellung beziehen wollte, war im November 2022 vom Weltverband FIFA verboten worden (queer.de berichtete).

"Mir persönlich ist das sehr wichtig", sagte Henning weiter. Er sei stolz auf seine Mannschaft, dass sie sich positionieren wolle. Das Team präsentiere damit Haltung. Der Coach verwies auch darauf, dass Kapitän Mats Grambusch die Binde in der Bundesliga für seinen Verein Rot-Weiss Köln schon seit einiger Zeit trägt. "Das ist Normalität. Und gleichzeitig muss man sagen, wenn man sich die Diskussion anguckt, ist es immer noch sehr, sehr wichtig."

"Das ist eine Haltung für Menschenrechte"

Er sehe die Binde auch nicht als politisches Statement: "Das ist eine Haltung für Menschenrechte, für Gleichheit, für Diversität. Ich weiß nicht, ob so eine Art von Haltung wirklich politisch ist." Der Trainer verwies darauf, dass es auch im Fußball Engagement gegen Rassismus gebe. "Wenn das möglich ist, muss es natürlich auch auf allen Ebenen möglich sein", so Henning. "Dafür sind wir verantwortlich im Sport. Der Sport kann eine große, vorbildhafte Rolle haben."

Die 15. Feldhockey-WM findet vom 13. Januar bis zum 29. Januar im Hockey-Stadion von Bhubaneswar statt. Hennings Team trifft in der Vorrunde in Gruppe B auf Japan (14. Januar), Belgien (17. Januar) und Südkorea (20. Januar). Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Spiele live. Deutschland konnte die Weltmeisterschaft bislang zwei Mal – in den Jahren 2002 und 2006 – gewinnen. (dk)

#1 Julian SAnonym
  • 09.01.2023, 11:48h
  • Offenbar haben die Sportler anderer Sportarten mehr Anstand, mehr Ehre und mehr Rückgrat als die Fußballer.
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#2 LothiAnonym
#3 VitelliaAnonym
  • 09.01.2023, 12:25h
  • Ganz toll von von ihm!
    ------------------------------------------------

    Vor kurzem habe ich im Internet zufällig Queer.de entdeckt und lese mit Interesse die Beiträge.
    Ich bin voll auf Eurer Seite, liebe queer-Menschen.

    Zu mir: Ich bin Hetero-Frau, zwei Söhne, junge Erwachsene, jeder mit Freundin.
    Soll heißen, ich schreibe nicht wegen mir oder für meine Söhne. denen es gut geht.
    Bei Einem war im Studium ein Schwuler, der voll und ganz anerkannt wurde. Er konnte zu jeder Fete auch seinen Freund mitbringen. Alle haben sich gut mit ihnen unterhalten.
    Es gibt aber ganz andere (verbohrte) Leute.

    Ich schreibe hier, weil ich es nicht ausstehen kann, wenn man Menschen diskriminiert und schlecht behandelt - die sogenannten Normalen sind es!
    Sie wollen nur eines: Sich verlogen darstellen, sie seien die besseren Menschen.
    Das Gegenteil sind sie, wenn sie queere Menschen angreifen. -

    Vor Jahren habe ich einen Bericht im Radio über eine Marion Holl, früher Manfred Holl, gehört.
    Ich habe ihr Buch gelesen: "Seele im Spagat".
    Seither weiß ich, was es für ein Leidensweg war, bis Manfred Holl, dann Marion, endlich Frau sein durfte.
    Das kann ich mir gut vorstellen: Wenn ich als Frau einen Männerkörper hätte - igitt, den wollte ich auch nicht! Der Penis müsste weg. Ich würde mich auch operieren lassen, oder zumindest jeden Tag nur noch Frauenkleidung tragen.
    Kurzum, ich stehe auf Eurer Seite, gerade weil Ihr so viel freche Angriffe bekommt.
    Besonders auch von Typen aus der schlechtesten Partei hier überhaupt, von der AfD!
    GEGEN diese Partei und FÜR queere Menschen!
    Ihr habt das Recht, so zu leben, wie Ihr Euch fühlt!!
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#4 LothiAnonym
  • 09.01.2023, 13:17h
  • Antwort auf #3 von Vitellia
  • Super von Dir was Du hier kommentierst. Leute wie Dich, Deine Familie und sicherlich auch Freunde benötigen wir mehr denn je. Niemals die gesellschaftlichen Scheuklappen anlegen. Nicht bloß geradeaus schauen. Denn es gibt so viel buntes u.vielseitiges um uns herum. Da gehört beileibe Hass nicht dazu.
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#5 PiakAnonym
#6 Julian SAnonym
  • 09.01.2023, 19:13h
  • Antwort auf #5 von Piak
  • Entweder hat man Anstand und Rückgrat oder eben nicht.

    Und wieso sollen die nicht vergleichbar sein? Glaubst Du wirklich, bei der Fußball-WM wäre ein Fußballer mit Regenbogenbinde verhaftet worden? Dieser internationale Eklat, der diese WM der Schande endgültig ad absurdum geführt hätte, wäre niemals passiert. Die Fußballer hätten das also genauso gefahrlos machen können wie die Hockeyspieler.

    Haben Sie aber nicht. Und genau das ist eben der Unterschied.
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#7 AndiAnonym
  • 09.01.2023, 19:57h
  • Antwort auf #6 von Julian S
  • Nicht verhaftet, aber halt nicht spielberechtigt. Infantinos Pressekonferenz zu Beginn der WM ließ keinen Zweifel daran, dass Katar, und FIFA als dessen Handlanger, nur zu gern "den Westen" vorgeführt hätten. Und wer glaubt, dass die achso "Haltung präsentierenden" Hockeynationalspieler sich anders als die DFB-Elf verhalten hätten, wären sie in Katar und nicht in Indien gewesen, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

    Das ganze Gedöns um "Zeichen setzen", "Rückgrat" und "Haltung" zeigen ist wertlose Selbstdarstellung als pseudo-moralische Ersatzhandlung. Dass viele in Deutschland so ein Quatsch tatsächlich einfordern, und sich im Fall des erfolgreichen Einforderns wie jetzt bei den Hockeyspielern tatsächlich damit zufrieden geben und dies loben, zeigt nur, wie anspruchslos weite Teile der Bevölkerung, auch der schwulen, geworden sind.

    Warum sind denn auch in der Hockey-Nationalmannschaft keine offen schwulen Spieler? Das würde mich erheblich mehr beeindrucken als irgendwelche Regenbogensymbolik.
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