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Nach einer Anregung von Emma Corrin

Sam Mendes hält geschlechtsneutrale Oscars für "unausweichlich"

Der US-Regisseur hält es für "vernünftig", nicht mehr nach Schauspielerinnen und Schauspielern zu unterscheiden. Immer mehr Preisverleihungen haben schon auf geschlechtsneutrale Kategorien umgestellt.


Sam Mendes ist offen für Änderungen (Bild: Frankie Fouganthin / wikipedia)

  • 10. Januar 2023, 01:32h 4 2 Min.

Sam Mendes (57) hat "Sympathie" für die Idee, die Schauspiel-Oscars künftig geschlechterneutral zu vergeben. Dies äußerte der Regisseur, der für seine Inszenierung von "American Beauty" selbst den Academy Award gewann, in einem Interview mit der BBC. Der "Skyfall"-Macher hält die Entwicklung für "unausweichlich" und "vernünftig". Bisher gibt es Oscars für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin, auch die Nebenrollen werden nach Geschlechtern getrennt. Alle anderen Kategorien sind genderneutral.

Zuletzt hatte Emma Corrin (27) die Debatte befeuert. Der nicht-binäre "The Crown"-Star hat im November 2022 geschlechtsneutrale Preiskategorien angeregt. "Es ist im Moment schwierig für mich, in meinem Kopf zu rechtfertigen, dass ich nicht-binär bin und in weiblichen Kategorien nominiert bin", sagte Corrin der BBC (queer.de berichtete).

Diese Preise sind bereits geschlechtsneutral

Geschlechterneutrale Preiskategorien werden schon länger gefordert – auch wenn u.a. der Deutsche Schauspielverband davor warnt, dass Frauen darin untergehen könnten. Immer mehr Veranstalter*innen setzen die Änderungsforderungen um. Zunächst allerdings eher kleine Preise wie der "Spirit Award", der "Canadian Screen Award" und der "Gotham Award".

Ein Pionier im Schauspielbereich waren die "MTV Movie & TV Awards" im Jahr 2017. In der genderübergreifenden Kategorie der besten Filmdarsteller*innen waren etwa drei Frauen und drei Männer nominiert, Emma Watson (32) gewann für "Die Schöne und das Biest". Auch bei den Serien gewann eine Darstellerin, Millie Bobby Brown (18) für "Stranger Things"

Berlinale überwand binäres Geschlechtermodell in 2021

Auch die Berlinale legte die Sparten für Schauspielerinnen und Schauspieler zusammen. Seit 2021 heißt es nur noch "Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle" bzw. Nebenrolle (queer.de berichtete). Auch hier gewannen bisher ausschließlich Frauen.

Bei den "Grammy Awards" strichen die Verantwortlichen bereits 2011 die Kategorien "Best Male Pop Vocal Performance" und "Best Female Pop Vocal Performance". Stattdessen gibt es den geschlechterübergreifenden Preis "Best Pop Solo Performance" – den bisher hauptsächlich Sängerinnen gewannen. (cw/spot)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 10.01.2023, 10:09h
  • Das bedeutet dann allerdings auch, dass in den Darsteller-Kategorien nur noch halb so viele Oscars vergeben werden und viele leer ausgehen, die sonst einen Oscar bekommen hätten.
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#2 StaffelbergblickAnonym
  • 10.01.2023, 12:09h
  • Konserquenterweise solle dann auch "der Oscar" überdacht werden. Denn diese Plastic, mit etwas Goldstaub verfeiner ist aus meiner Sicht rein "männlich". Auch wenn es an der Plastic nach einer Demaskulinsation aussieht.
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#3 IchmagFilmeAnonym
  • 10.01.2023, 17:03h
  • weil das Prinzip in der Kategorie Beste Regie ja so gut funktioniert wie viele weibliche Regisseurinnen haben dieses Award gewonnen? Ausgewogen wird es dann bestimmt nicht zugehen daraus entstehen wieder Quoten und die Konsequenz daraus wird dann sein, dass die Kategorien wieder nach Geschlecht aufgeteilt werden der ewige Kreis
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