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Hass gegen queere Menschen

Storch-Portal: Aktionsplan gegen Queer­feindlichkeit ist "Gedankenkontrolle"

Wenn queere Menschen nicht mehr diskriminiert werden sollen, bricht nach Ansicht des rechten Randes die "aktive Verfolgung von Andersdenkenden" an.


Beatrix von Storch macht seit Jahren Stimmung gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

"Der Regenbogen ist überall, doch jetzt macht die Ampel aus ihm ein Instrument zur Gedankenkontrolle, der Gesinnungsschnüffelei und aktiven Verfolgung von Andersdenkenden. So soll die Gesellschaft ertüchtigt werden, die Akzeptanz und Wertschätzung für 'LSBTIQ*-Lebensentwürfe' in jeder Alltagshandlung zu berücksichtigen."

Mit diesen an einen dystopischen Science-Fiction-Film erinnernden Worten empört sich das Propaganda-Portal "Die freie Welt" am Donnerstag über den im November von der Bundesregierung vorgestellten Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit (queer.de berichtete). Das Portal wird aus dem Haus der AfD-Politikerin Beatrix von Storch und ihres Ehemanns Sven betrieben. Als Autorin des Meinungsbeitrags wird lediglich "Initiative Familienschutz" angegeben, einer der vielen Kampagnen der Eheleute.

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"Instrumentenkasten eines totalitären Regimes"

In dem Artikel wird beklagt, dass sich die vorgeschlagenen Maßnahmen der Bundesregierung dem "Instrumentenkasten eines totalitären Regimes statt eines freiheitlichen Staates" glichen. Beim Aktionsplan der Ampel ginge es nicht um den "Schutz der Lebensbedingungen von Angehörigen der LGBT-Gemeinschaft", sondern um einen "tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbau". Geplant sei etwa "die (Um-)Erziehung von Kindern zu Pionieren des woken Antirassismus". Zudem wird die Einrichtung von "Petzstellen, pardon, Meldestellen für queerfeindliche Übergriffe" kritisiert.


(Bild: freiewelt.net)

Der "Freie Welt"-Artikel gibt wohl einen Vorgeschmack darauf, wie die extreme Rechte mit geplanten queeren Projekten der Bundesregierung – etwa der geplanten Einführung eines Selbstbestimmungsgesetzes – umgehen wird. In der jetzigen Legislaturperiode hat AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch bereits anklingen lassen, mit welch aggressiver Rhetorik gegen queere Projekte und Menschen vorgegangen wird: So warf sie letztes Jahr in einer Parlamentsrede der trans Abgeordneten Tessa Ganserer (Grüne) vor, "als Frau verkleidet" zu sein (queer.de berichtete). In einer Twitter-Tirade sprach sie mit Blick auf LGBTI von "totalitären Minderheiten" und fragte: "Warum lässt sich ein ganzes Land von diesen transen und queeren HEULSUSEN terrorisieren?" (queer.de berichtete).

Der von der Ampelregierung initiierte "Nationale Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt" enthält dabei in Wirklichkeit wenig Revolutionäres, sondern fasst die Initiativen der Ampel zu Queer-Rechten zusammen – dort wird etwa die im Koalitionsvertrag versprochene Änderung des Grundgesetz-Gleichbehandlungsartikels um ein Verbot der Diskriminierung wegen sexueller Identität erwähnt. 15 der 16 Bundesländer haben bereits einen entsprechenden Aktionsplan auf Länderebene beschlossen – einzig Bayern verweigert sich bis heute dagegen.

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#1 OlliAnonym
  • 12.01.2023, 11:17h
  • Die Frau hat Sorgen...

    Der Kampf gegen alles, was nicht in ihren beschränkten Horizont passt, nimmt mittlerweile manische Züge an.

    Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass man diesen rechten Trollen einfach zu viel Aufmerksamkeit schenkt. Die Anhänger ihrer Anitgender Obsession erreicht man so oder so nicht. Vergebene Liebesmüh. Daher würde ich es bei einer Randbemerkung belassen. Wenn man die Störchin und ihre Schwestern im Geiste v. Bevernförde und Kelle nicht beachtet, tut man ihnen mehr weh, als wenn man ihnen ihre kruden Ansichten permanent unter die Nase reibt.
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#2 PentadragonAnonym
  • 12.01.2023, 11:18h
  • Es wundert mich etwas, wie transparent sie daherwettert. Man stelle sich vor, es würde zB um nicht weiße Menschen als Ethnie und deren Rechte gehen. "NEIN ICH WILL SIE ABER DISKRIMINIEREN DÜRFEN!!" Es ist erschreckend, wie sie damit noch davon kommt. Mit queeren Menschen kann man es ja noch machen, wie?

    Weiß der Geier, wie die Sache am Ende ausgeht. Es fühlt sich so an, als könnte die Stimmung kippen und es für sichtbare queere Menschen sehr gefährlich werden. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich mit meiner Transition fürs erste vorläufig fertig sein werde, bevor sich alles zuspitzt. Ich bin zwar jetzt schon im Alltag problemfrei als Frau anerkannt, aber wer weiß, ob sich die Skrupellosigkeit nicht weiter ausdehnt und die Leute auch nur den letzten Rest der eher maskulin wahrgenommenen Gesichtszüge zur Ausrede nehmen, um jede als trans wahrgenommene Person zu drangsalieren. Ich für meinen Teil erwäge momentan schon wegen meiner eigenen Sicherheit weitere Schritte, die ich dann selbst bezahlen muss. Sprich, Gesichtsharmonisierung, Rippen- und Schulternverkleinerung.

    Immerhin, die ARD scheint wohl langsam Wind von der Lage zu bekommen, und berichtet korrekte Fakten:
    www.tagesschau.de/faktenfinder/transfeindlichkeit-101.html
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#3 VitelliaAnonym
  • 12.01.2023, 11:24h
  • Typisch, die Storch-Hetzerin wieder!
    Die gesamte AfD (Abwärts für Demokratie) sollte abhauen zu ihrem Putin nach Russland.
    Die Dumm-Partei hat den Autokraten, bei dem es weder Meinungs- noch Pressefreiheit gibt und der zum Kriegsverbrecher wurde, kurz vor seinem scheußlichen Krieg extra noch in Russland besucht und ihn hofiert!
    Die Müllhaufen-Weidel hat es damals im Bundestag mitgeteilt.
    Ab, nach Russland mit dieser Bagage!
    Die schlechteste Partei in Deutschland - hetzen gegen alle, die ihnen nicht passen, können sie am besten.
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