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Washington (queer.de) - Das amerikanische Außenministerium hat in seinem neusten Menschenrechtsbericht arabische Staaten wegen der Verfolgung von Homosexuellen verurteilt. Besonders in der Kritik standen die Vereinigten Arabischen Emirate, ein Verbündeter der Vereinigten Staaten. Der Bericht zitiert die Verhaftung von 26 angeblich Homosexuellen, von denen 13 verurteilt wurden (queer.de berichtete). Insbesondere wird die angedrohte Hormonbehandlung von Schwulen kritisiert. Auch Iran und Saudi-Arabien stehen wegen Schwulenfeindlichkeit am Pranger. In beiden Staaten droht männlichen Homosexuellen die Todesstrafe. "Wie ein Land seine eigenen Leute behandelt, ist ein Indikator dafür, wie es sich seinen Nachbarn gegenüber verhält", erklärte Außenministerin Condoleezza Rice bei der Vorstellung des Berichts. "Das wachsende Verlangen nach demokratischen Regierungen basiert auf der Einsicht, dass der beste Garant für Menschenrechte eine blühende Demokratie ist." Joe Solomonese von der größten amerikanischen Homo-Gruppe "Human Rights Campaign" lobte zwar den Bericht, kritisierte aber die Politik der Regierung: "Der Bericht der Außenministeriums klärt zwar auf, aber er wird nichts bringen, wenn die USA weiterhin mit Staaten wie dem Iran kooperieren, um Menschenrechtsgruppen zum Schweigen zu bringen." Er bezog sich auf eine Abstimmung in der UN, in der unter anderem Iran und die USA gemeinsam gegen die Anerkennung von zwei Homogruppen als Nichtregierungsorganisationen mit Beraterstatus gestimmt haben (queer.de berichtete). Außerdem kritisierte Solomonese die enge Zusammenarbeit zwischen den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. (dk)

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30 Kommentare

#1 AnneAnonym
  • 09.03.2006, 15:01h
  • Na Toll, Moralisch mit den Finger auf andere Länder zeigen, aber selbst den Dreck unter den Teppich kehren. In einigen Staaten der USA gilt Homosexuallität immer noch als Strafbar, Amiland fange bei dir an bevor du andere anprangerst!
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#2 OlafAnonym
  • 09.03.2006, 15:07h
  • @Anne
    Wenn du schon die USA kritisiert, dann versucht wenigstens, nicht Unwahrheiten zu verbreiten: Homosexualität ist in Amerika nirgends strafbar. 2003 hat der Supreme Court die "Sodomy Laws", die es noch in einigen wenigen Staaten gab, für verfassungswidrig erklärt. Zwar spät, aber immerhin.

    Klar sind die USA nicht perfekt. Aber immer nur die Amerikaner zu kritisieren, wo die Schwulenbewegung ihren Anfang nahm und wo in mehreren Staaten entweder die Ehe oder die eingetragene Partnerschaft sowie Adoption möglich ist, halte ich für verwegen. In vielen Dingen sind die nämlich schon weiter als Deutschland.
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#3 DreamerAnonym
  • 09.03.2006, 15:20h
  • Und trotzdem ist es in einigen Staaten der USA verboten Oralsex oder Analsex zu praktizieren. Und das Schwule in den USA nicht gerade beliebt sind zeigen doch gerade die aktuellen Berichte aufgrund von Brokeback Mountain.
    Dort in den Staaten wird Homophobie in einigen Regionen noch richtig gefeiert und Homosexuelle als Teufelsanbeter beschrien!
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#4 seb1983
  • 09.03.2006, 16:32h
  • Die Gestzgebung in den USA ist eine Sache für sich, was da teils noch für Verbote schlummern bringt einen eigentlich nur zum Lachen, ab und an bringen Zeitungen da mal Auszüge.
    Den Bundesstaaten wird allerdings eine massiv größere Eigenständigkeit erlaubt als in der BRD.

    Zwar werden in den USA die Rechte der Menschen teils eingeschränkt unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung, aber noch geht es dort sehr demokratisch zu, auch wenn Homosexuelle von staatlicher Seite aus wohl nicht gern gesehen werden und Regelungen wie bei der army auf jeden Fall verbesserungsfähig sind.

    Von Todesstrafen und Hormonbehandlung sind die USA aber meilenweit entfernt
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#5 MarioAnonym
  • 09.03.2006, 16:42h
  • na da schreien die Richtigen !!!

    Habe gelesen, daß in einige Staaten der USA selbst Oral-Verkehr zwischen Mann und Frau unter Strafe steht.
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#6 OlafAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 09.03.2006, 20:06h
  • @Olaf und seb1983:

    Wieder einmal überseht ihr in eurem Übereifer der US-Ehrenrettung die entscheidenden Tatsachen:

    Es geht hier freilich nicht um "die" USA, aber sehr wohl um Bush und seine kriminelle Clique, die in den letzten Jahren gemeinsam mit religiösen Fundamentalisten ganz bewusst ein homophobes Klima in den USA erzeugt und wiederholt Wahlkampf auf dem Rücken und zu Ungunsten der Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben betrieben haben.

    Und leider muss man sagen: Sie hatten mit der Demontage der Demokratie in den USA (siehe u.a. Gleichschaltung der Medien, Einschränkung von Grundrechten, Abbau der ohnehin geringen sozialen Beteiligungsrechte etc.) und auch der Chancen von Lesben und Schwulen auf gleiche Rechte (siehe Verfassungsverbot der Homo-Ehe in zahlreichen Bundesstaaten auf Betreiben der Republikaner, auch auf Bundesebene von Bush persönlich propagiert!) beachtlichen Erfolg.

    Auch als es darum ging, endlich zwei angesehenen NGOs aus dem Homo-Bereich den Berater-Status bei der UNO einzuräumen, haben die Bush-Krieger das gemeinsam mit denjenigen Staaten verhindert, die sie jetzt mal wieder kritisieren.

    Falls ihr es noch nicht bemerkt haben solltet: Die Bush-Regierung nimmt Begriffe wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte nur dann in den Mund, wenn es ihr gerade aus hegemonial- bzw. kriegspolitischen und imperialistischen Gründen opportun erscheint.

    Dass Leute wie ihr darauf hereinfallen, wundert mich freilich nicht...
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#8 SaschaAnonym
  • 09.03.2006, 20:15h
  • Und noch eines, @Olaf, zu deinem geradezu kindlich naiven Vertrauen auf den amerikanischen Rechtsstaat (an irgend etwas müssen sich manche eben festklammern in dieser unsicheren Welt):

    2003 gab es bei der Zusammensetzung des US-Supreme Court noch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen liberalen und konservativen Richtern, wobei eine moderate Richterin, die häufig mit den liberalen stimmte, in der Regel den Ausschlag gab. Inzwischen ist es Herrn Bush gelungen, dieses Verhältnis durch Ernennung eines weiteren erzkonservativen und reaktionären Richters endgültig zu Gunsten der religiösen Rechten zu verschieben.

    In Kürze soll - nicht zuletzt auf Grund der bevorstehenden Kongresswahlen im November - unter anderem das seit 1972 geltende Abtreibungsrecht in Frage gestellt werden. Außerdem wird auf Betreiben der Republikaner in zahlreichen Bundesstaaten gleichzeitig mit der Kongresswahl über Referenden zum Verbot der Homo-Ehe abgestimmt.

    Soviel zum Thema Menschenrechte in den USA...
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#9 OlafAnonym
  • 09.03.2006, 20:42h
  • @Sascha
    Ich weiß gar nicht, warum du dich so angepisst fühlst. Ich hab doch nur geschrieben, dass Anal- und Oralsex in den USA erlaubt sind und dass es gute Ansätze gibt. Immerhin darf man dort in vielen Staaten als Schwuler oder Lesbe adoptieren, auch Leihmutterschaft oder künstliche Befruchtung sind möglich.

    Natürlich bin ich auch nicht glücklich über die neuen Richter. Natürlich kannst du viele Beispiele aufzählen, was alles schlecht ist. Als guter Deutscher neigst du wohl zur Schwarzmalerei. Aber es gibt auch verdammt viel Gutes drüben.

    Ich bin selbst oft beruflich in Amerika und kenne viele schwule Amerikaner, die gerne in den USA leben und ihr Land mögen. Die meisten von denen wählen nicht Bush, einige haben für Demokraten Wahlkampf gemacht. Sie schätzen, wie flexibel das Land ist (leider im Gegensatz zu unserem) und wie offen die meisten Leute sind.

    Sie hassen aber die Leute, die stur auf ihrem Standpunkt beharren, ohne dem anderen zuzuhören. Sie meinen damit zum Großteil religiöse amerikanische Fanatiker. Aber auch unter Schwulen gibt es solche Dogmatiker - spreche ich mit so einem?
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#10 rudolfAnonym
  • 09.03.2006, 21:16h
  • @Olaf

    Was gibt es denn in den U. S. A. so "verdammt viel Gutes"? Meinst Du die Todesstrafe, die niedrigere Lebenserwartung der Bevölkerung, die bei weitem höhere Mord- und Kriminalitätsrate als in Deutschland und anderen europäischen Ländern? Dieser Begeisterungszwang in Bezug auf die U.S.A. nervt. Da haben z. B. Schweden, Dänen, Belgier, Schweizer und auch Deutsche bei weitem mehr Grund zum Partiotismus. Das sehen übrigens auch manche Amerikaner so.
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