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USA

Mutter von Dahmer-Opfer nach Golden-Globes-Sieg wütend auf Evan Peters

Die Mutter eines Opfers von Jeffrey Dahmer ärgert sich über Evan Peters' Golden-Globes-Sieg für die Darstellung des Serienmörders. Der Schauspieler hätte seine Dankesrede nutzen müssen, um über die Opfer zu sprechen, meint sie.


Evan Peters wurde für seine Darstellung von Jeffrey Dahmer mit dem Golden Globe ausgezeichnet (Bild: Netflix)

  • 12. Januar 2023, 14:15h 7 2 Min.

Für seine Darstellung des Serienmörders Jeffrey Dahmer in der Netflix-Serie "Dahmer – Monster" hat Schauspieler Evan Peters (35) am Mittwochabend den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie erhalten (queer.de berichtete). Und das sorgt bei den Hinterbliebenen der Opfer des berüchtigten Serienkillers für Unmut: Gegenüber "TMZ" beanstandet die Mutter von Dahmers Opfer Tony Hughes, Shirley Hughes, dass Peters seine Dankesrede hätte nutzen sollen, um den Familien der Opfer von Dahmers Taten Tribut zu zollen.

Weiter fordert sie, Hollywood solle aufhören, Geschichten über Mörder zu erzählen und diese zu verherrlichen. Um Tony Hughes Geschichte dreht sich die sechste Folge der Netflix-Serie. Dahmer hatte den gehörlosen Afroamerikaner in einer Schwulenbar getroffen und am 24. Mai 1991 ermordet. Dessen Leiche ließ Dahmer mehrere Tage in seinem Schlafzimmer liegen.

"Es ist eine Schande"

In seiner Dankesrede bei der Verleihung der Golden Globes hatte Evan Peters am Mittwoch gesagt, er hoffe, sein Sieg und die Serie würden Gutes bewirken. Hughes' Mutter ist anderer Meinung, wie sie dem Klatschportal erklärt: Nichts Gutes könne daraus entstehen. Laut ihr verursacht der Award lediglich mehr Trauer für die Familien von Dahmers Opfern, da sie wieder und wieder an die Tragödie erinnert würden. "Es ist eine Schande, dass Menschen unser Unglück benutzen können, um daraus Geld zu machen. Die Opfer haben nie einen Cent gesehen. Wir fühlen diese Emotionen jeden Tag."

/ goldenglobes

Kritik an Darstellung von Tony Hughes in "Dahmer"

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Netflix-Serie im September 2022 hatte es Kritik an der Darstellung von Tony Hughes gegeben. Der Vorwurf: Man habe den Serienmörder Jeffrey Dahmer verharmlost und vermenschlicht. Shirley Hughes bemängelte damals, dass die Serie ernsthafte Ungenauigkeiten enthalten soll. "Ich verstehe nicht, wie sie das tun können", sagte die 85-Jährige der britischen Zeitung "The Guardian". "Ich kann nicht einsehen, dass sie unsere Namen verwenden und so etwas veröffentlichen dürfen." (spot/cw)

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Queere TV-Tipps
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#1 MandalorianAnonym
  • 12.01.2023, 15:41h
  • Wurde ja schon oft hier diskutiert, die einen wollen es vergessen machen und finden es unmoralisch, die anderen sehen darin eine Neuaufarbeitung und Mahnung für die nächste Generation. Eine Verherrlichung ist es jedenfalls nicht
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#2 LaFishAnonym
  • 12.01.2023, 18:45h
  • Antwort auf #1 von Mandalorian
  • So sieht es aus! Diese ständigen Diskussionen darum das irgend etwas verherrlicht wird, nur weil man ungeschönt die Wahrheit zeigt, gibt es schon seit Jahrzehnten bei jeder guten Dokumentation. Wie sollen nachfolgende Generationen daraus etwas lernen, wenn man nicht genau zeigen darf was das Böse in der Vergangenheit angerichtet hat.
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#3 HugogeraldAnonym
  • 13.01.2023, 08:53h
  • Dokumentationen sind wichtig und eignen sich auch als Schulfilme - zum daraus lernen! Wissenschaftlich genaue Dokumentationen.
    Aber das hier sind SPIELFilme.
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