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USA
George Santos soll 3.000 Dollar Spendengelder für sterbenden Hund gestohlen haben
Neuer Skandal um den schwulen Republikaner: Veteranen werfen ihm Diebstahl vor.

George Santos wollte offenbar Spendengelder für eine Operation des Hundes Saphire nicht herausrücken
- 19. Januar 2023, 10:14h 3 Min.
Der 34-jährige US-Abgeordnete George Santos soll laut US-Medienberichten einen obdachlosen Kriegsveteranen um 3.000 Dollar betrogen haben, die aus einer Spendensammlung für dessen kranken Assistenzhund Saphire stammen. Santos, der im November 2022 als erster offen schwuler Kandidat der Republikaner neu ins US-Repräsentantenhaus gewählt wurde, steht unter anderem wegen Lügen in seinem Lebenslauf schon seit Wochen in der Kritik (queer.de berichtete). Seine eigene Wahlkreis-Partei hat ihn bereits letzte Woche zum Rücktritt aufgefordert (queer.de berichtete).
Im jetzt neu in die Öffentlichkeit gekommenen Fall sagte der ehemalige Marine-Soldat Rich Osthoff dem Sender CNN, dass sein Pitbull 2015 einen Magentumor hatte. Zu diesem Zeitpunkt habe Osthoff in einem Zelt im Bundesstaat New Jersey gelebt, weil er erst seinen Job und dann sein Haus verloren habe. Osthoffs Mentor Michael Boll, der sich für Veteran*innen engagiert, erklärte gegenüber dem US-Nachrichtensender, er habe dann die Verbindung zwischen Osthoff und dem späteren Kongressabgeordneten hergestellt, da dieser einen Verein für kranke Tiere betrieben habe. Santos habe dann eine GoFundMe-Spendenseite eingerichtet, um Geld für die Operation des Hundes zu sammeln.
Nachdem rund 3.000 Dollar zusammengekommen seien, habe Santos den Kontakt mit den beiden Männern abgebrochen und das Geld offenbar für sich behalten. Saphire sei dann sechs Monate später verstorben. Zwar hätten die Männer versucht, die Polizei einzuschalten, allerdings habe dies zu nichts geführt. Als Santos dann in den Kongress gewählt worden sei, hätten sie ihn wiedererkannt.
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Viele Geheimnisse und Lügen
Santos war durch seine Wahl in einem Wahlkreis im New Yorker Bezirk Nassau ins Repräsentantenhaus eingezogen, hatte aber mehrere Geheimnisse; so hielt er eine frühere Ehe mit einer Frau bis nach der Wahl geheim. "Ich habe Frauen in der Vergangenheit gedatet", sagte er schließlich im Dezember 2022. "Menschen verändern sich." In der Vergangenheit lebte er in Brasilien und war dort auch als Dragqueen unter dem Namen Kitara Ravache bekannt. Dort gab er 2008 zu, Scheckbetrug begangen zu haben, erschien später aber zu seinem Gerichtstermin nicht. Nach seiner Wahl nahm die brasilianische Polizei die Ermittlungen wieder auf. Außerdem ermitteln US-Behörden auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene wegen möglicherweise falschen Angaben des Politikers.
/ MarisaKabasNEW: I just spoke by phone with Eula Rochard, a Brazilian drag queen who was friends with George Santos when he lived near Rio. She said everyone knew him as Anthony (*never* George), or by his drag name, Kitara, and confirms this photo is from a 2008 drag show at Icaraí Beach. pic.twitter.com/1MeeDR1O2O
Marisa Kabas (@MarisaKabas) January 18, 2023
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Politisch gehörte Santos zu den Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump. Er behauptete etwa, dass es bei der Präsidentschaftswahl 2020 Wahlbetrug gegeben habe. Vor dem Putschversuch am 6. Januar 2021 hielt er eine Rede bei einer Trump-Demonstration in Washington, in der auch behauptete, dass es damals bei seiner verlorenen Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.
/ AccountableGOPGeorge Santos at Freedom Plaza on Jan. 5, 2021:
The Republican Accountability Project (@AccountableGOP) January 11, 2023
"They did to me what they did to Donald J. Trump. They stole my election… Who here is ready to overturn the election for Donald J. Trump?" pic.twitter.com/jWJVKSSwXk
Bei vielen politischen Positionen befindet sich Santos am rechten Rand der Partei. So bezeichnete er Polizeigewalt pauschal als "erfunden". Abtreibungen seien für ihn so "barbarisch" wie die Sklaverei. (dk)













