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"Werner wird uns allen sehr fehlen"

Schwuler Ehe-Pionier bei Raubüberfall in Brasilien getötet

Seit rund einem halben Jahrhundert waren Werner und Wolfgang Duysen ein Paar – und kämpften für die Gleichstellung. Jetzt starb Werner ausgerechnet auf einer Traumreise.


Werner (li.) mit seinem Partner Wolfgang am Flughafen von Hamburg (Bild: Instagram / wolfgangduysen)

Werner Duysen, einer der Vorkämpfer für das Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließung, ist tot. Wie die Hamburger Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) am Mittwoch bekannt gab, starb der Aktivist bei einem Raubüberfall im brasilianischen Recife. Werner war fast 50 Jahre mit seinem Partner Wolfgang Duysen Gurkasch liiert. Die beiden Männer aus Pinneberg hatten am 1. Oktober 2017 als eines der ersten gleichgeschlechtlichen Paare in der Hansestadt geheiratet. Sie waren in Brasilien auf einer Kreuzfahrtreise unterwegs.

"Er und sein Mann Wolfgang kämpften gemeinsam bis zum Verfassungsgericht für die Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaften – und bekamen seinerzeit wegweisen[d] Recht gesprochen", erklärte Fegebank auf Instagram. "Werner und Wolfgang haben sich Zeit ihres gemeinsamen Lebens gegen jede Form der Diskriminierungen gegen Schwule und Lesben und für eine Gesellschaft in Vielfalt eingesetzt." An den Witwer richtete Fegebank die Worte: "Ich wünsche Dir besonders viel Kraft in diesen dunklen Tagen. Werner wird uns allen sehr fehlen."

Laut "Bild" (Bezahlartikel) ereignete sich der Vorfall am 8. Dezember, als die Männer auf ihrem Kreuzfahrtschiff Recife erreichten. Als sie sich die Stadt anschauten, wurden sie demnach von mindestens einem Mann mit einem Messer angegriffen. Werner erhielt dabei schwere Verletzungen am Kopf und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Wolfgang wurde leicht verletzt. Der oder die Täter erbeuteten die Brillen sowie die Handys des Paares.

Die Polizei nahm laut brasilianischen Medienberichten wenige Tage nach der Tat einen 27-jährigen Hauptverdächtigen fest, gegen den nun wegen Diebstahls mit Todesfolge ermittelt werde. Der Mann habe die Tat gestanden und zwei weitere Verdächtige benannt.

Das Auswärtige Amt warnt in seinen Reisehinweisen, dass die "Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls zu werden", insbesondere in großen brasilianischen Städten wie Recife hoch sei. "Täter sind häufig bewaffnet und stehen oft unter Drogeneinfluss, sodass vor Gewalt- und dem Gebrauch von Schusswaffen, auch aus nichtigem Grund, nicht zurückgeschreckt wird", heißt es darin. (cw)

#1 LothiAnonym
  • 19.01.2023, 12:29h
  • Mein aufrichtiges Beileid.
    Vielleicht besonders für die älteren unter uns. Geht niemals ohne Reisebegleitung auf die Tour. Aber es ist und bleibt eine Tragödie.
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#2 janxAnonym
  • 19.01.2023, 13:38h
  • Oh je, wie schrecklich. Mein Beileid.

    Eine Reisebegleitung hilft auch nur begrenzt. Brasilien ist einfach kein sicheres Urlaubsland - muss man leider so sagen. Bitte vorher wirklich mal etwas informieren, wo man hinreist. Südafrika kann ich ebenfalls nur abraten.
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#3 SeraphinaAnonym
  • 19.01.2023, 13:53h
  • Antwort auf #2 von janx
  • Ja als LGBTIQ+ und erst recht Trans warne ich nur davor nach Brasilien zu reisen bzw. sich wenn sie doch reisen vorher zumindest gut auskundig zu machen um bestimmte Gegenden in den Großstädten wie Rio de Janeiro oder Sao Paolo zu meiden. Brasilien ist Spitzenreiter in Sachen Morden von Trans mit großen Abstand vor USA und Mexiko von den Ländern, in denen überhaupt diese Statistik wenigstens halbwegs geführt wird und selbst wenn alle Staaten diese Statistik vernünftig ausführen würden wäre Brasilien immer noch weit vorne dabei. Kaum woanders in der Welt werden generell so viele Menschen außerhalb von Kriegen ermordet wie in diesem Land.
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#4 Rabauke76Anonym
  • 19.01.2023, 14:13h
  • Lieber Wolfgang. In dieser dunkelsten Zeit, dem Schmerz und tiefer Trauer, mein aufrichtiges Beileid. Es ist so unfassbar und dennoch, bittere Realität. Ich wünsche Dir alle Kraft dieser Welt. Vor Dir und deinem verstorbenen Mann, verneige ich mich, in tiefer Dankbarkeit.
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#5 LothiAnonym
#6 FalterAnonym
  • 19.01.2023, 16:42h
  • Antwort auf #3 von Seraphina
  • Ich hab das interessehalber mal gegoogelt ( allgemeine Mordraten, nicht speziell queer ) und jupp, Brasilien ist da recht weit vorne... aber alter falter, die ersten 8 Städte sind einfach mal alle in Mexico, dann 1x USA, 1x Jamaika, 1x, Südafrika, dann Brasilien ( Feira de Santana ) und dann wieder n bunter Mix aus Mexico, Brasilien, USA....

    Aber ja, die Strände sind hübsch !
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#7 BähbähAnonym
  • 19.01.2023, 20:07h
  • Jede Menge hochnäsige, klugscheisserische Kommentare von Sesselfurzern!

    Ich trauere um einen, der uns (auch Euch Sessel...) weiter gebracht hat!
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#8 SeraphinaAnonym
  • 19.01.2023, 20:20h
  • Antwort auf #7 von Bähbäh
  • Keine Ahnung wo du herausgelesen hast, dass hier die Opfer eine Teilschuld zugesprochen wurde, aber hey Hauptsache man konnte wieder über die ach so schlimmen "Klugscheißer" und Intellektuellen schießen.
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#9 LothiAnonym
  • 19.01.2023, 20:31h
  • Antwort auf #7 von Bähbäh
  • Ich finde Deine Ausdrucksweise hier nicht sehr fein.
    Erstens habe ich hierzu mein Beileid ausgesprochen. Zweitens kannte ich ihn vorher nicht. Erst hier aus dieser traurigen Meldung. Und letztendlich habe ich das geschrieben was ich zumindest getan hätte, wäre ich auf solch eine Reise gewesen.
    Alles andere sind reine Spekulationen.
    Natürlich kann ich noch hinzufügen wieso die beiden sich nicht vorab besser informiert haben.
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#10 BalinaAnonym
  • 19.01.2023, 22:21h
  • Antwort auf #2 von janx
  • es ist wahnsinnig traurig, diesen todesfall zu sehen und ich wünsche aufrichtiges beileid. aber ich habe kaum verständnis dafür, dass menschen einen kommentar über südafrika abgeben, wenn der mord in brasilien passiert ist. wir leben auch in kapstadt und die kriminalität ist hier nicht schlimmer als in berlin, wenn man sich korrekt verhält, aber es betrübt mich immer, wenn menschen über südafrika urteilen, die das land nicht wirklich kennen.
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