https://queer.de/?44419
Polizeibericht
Transphobe Gewalt in Kreuzberg
Erneut meldete die Berliner Polizei einen offenbar transfeindlich motivierten Übergriff in der Bundeshauptstadt.

Die Polizei in Berlin macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik (Bild: TechLine / pixabay)
- 19. Januar 2023, 12:28h 1 Min.
Am Mittwochvormittag ereignete sich eine weitere transfeindliche Attacke in Berlin: Die Polizei wurde zu einem Schnellrestaurant in Kreuzberg gerufen, nachdem eine 23-jährige Frau beim Anstehen in der Schlange in einer Filiale in der Wrangelstraße gegen 11.15 Uhr zunächst mit einem Mann in einen verbalen Streit geriet. Der Unbekannte habe sie dann transphob beleidigt und ihr gegen den Kopf geschlagen. Durch den Schlag soll ein Ohrring der Frau herausgerissen worden sein, wodurch das Ohrläppchen verletzt wurde.
Die junge Frau wollte sich nach der Tat selbst in ärztliche Behandlung begeben, so die Polizei. Der Tatverdächtige soll nach dem Angriff in Richtung Schlesisches Tor geflüchtet sein.
Die Ermittlungen dauern an und wurden von einem Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt übernommen.
Seit dem Jahreswechsel wurden wiederholt Angriffe auf trans Menschen in Berlin gemeldet. Letzte Woche wurde eine trans Frau im öffentlichen Personennahverkehr attackiert (queer.de berichtete).
Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik, um die Problematik an die Öffentlichkeit zu bringen und queere Opfer zu ermutigen, Straftaten zu melden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (pm/cw)














