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New Kids on the Block

Jonathan Knight musste Homosexualität in Boyband leugnen

Der Manager der New Kids on the Block wies das schwule Bandmitglied unmissverständlich darauf hin, dass ein Coming-out nicht möglich sei.


Jonathan Knight (li.) hüpft inzwischen nicht mehr zu "Baby, Baby"-Rufen herum, sondern präsentiert seit 2021 mit seinem Ehemann Harley Rodriguez ​für einem US-Kabelsender die Show "Der Farmhaus-Retter", in der er alte Bauernhöfe in Neuengland wieder auf Vordermann bringt (Bild: Instagram / Jonathan Knight)

Der New-Kids-on-the-Block-Star Jonathan Knight hat in "Frosted Tips", dem Podcast von Lance Bass, erklärt, dass er zu Beginn seiner Karriere seine Homosexualität verstecken musste. Der Manager der Boyband sei auf ihn zugegangen und habe gesagt: "Wenn irgendjemand das herausfindet, dann ist deine und die Karriere der 'New Kids' vorbei."

Weiter erklärte der inzwischen 54-jährige Amerikaner: "Das war so viel Druck. Wenn man zurückschaut, war es viel Druck für jemanden, der versucht herauszufinden, was so vor sich geht."

Knight war gerade einmal 17 Jahre alt, als 1986 das Debütalbum der "New Kids" herauskam. Neben ihm waren sein Bruder Jordan sowie Joey McIntyre, Donnie Wahlberg und Danny Wood Teil des Quintetts aus Massachusetts, das bald weltweit Erfolge feierte. Die Musikgruppe gilt als erste moderne Boyband, die den Weg für ähnliche Formationen wie Take That, die Backstreet Boys oder *NSYNC (mit Lance Bass) ebnete. Bis zu ihrer Auflösung 1994 verkauften die NKOTB mehr als 80 Millionen Alben und setzten Milliarden mit Konzerten und Merchandising um. Knight verließ als erster die Band – auch weil er das Versteckspiel um seine sexuelle Orientierung nicht ertragen konnte: "Als junger Schwuler war ich frustriert und wollte mein eigenes Leben leben."

Direktlink | "Step By Step" (1986) gehörte zu den erfolgreichsten Songs der New Kids
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Es habe aber auch andere Gründe für den Ausstieg gegeben: "Popmusik war einfach nicht mehr das, was sie einmal war. Wir mussten von Arenen in Theater wechseln, dann habe ich die New Kids verlassen. Sie haben weitergemacht und sind schließlich in Nachtclubs gelandet. Und es ging immer weiter runter und runter." 

Zwangsouting im Jahr 2009

Bei der Reunion der Band im Jahr 2008 war Knights Homosexualität noch nicht öffentlich bekannt. Erst im Folgejahr wurde er vom "National Enquirer" geoutet. Sein Ex-Freund hatte dem amerikanischen Klatschblatt eindeutige Bilder verkauft (queer.de berichtete). Im Podcast erklärte Knight, er habe dies damals als "schrecklich" empfunden.

Knight zeigte sich sehr erfreut darüber, wie sehr sich die Zeiten inzwischen geändert hätten: "Sogar die Art des Coming-outs ist jetzt anders", so der Musiker. "Viele Menschen tun dies bei Preisverleihungen, indem sie einfach sagen: 'Ich möchte meinem Ehemann danken, bla, bla, bla.' Und niemand zuckt mehr zusammen."

Letztes Jahr sagte Knight, dass er heimlich seinen Partner Harley Rodriguez geheiratet habe (queer.de berichtete). Die beiden waren bereits seit 2008 zusammen. Die Öffentlichkeit erfuhr vom schwulen Promi-Paar 2014, als es als "Team New Kid" an der 26. Staffel der erfolgreichen Realityshow "The Amazing Race" teilnahm. 2016 verlobten sie sich (queer.de berichtete). (cw)

#1 Andi66Anonym
  • 20.01.2023, 10:40h
  • Ja, welch eine Überraschung !
    Was hätten auch die minderjährigen Mädels - größte Fangruppe - mit ´nem schwulen Kerl in ihren Fantasien anstellen sollen ?
    Gab´s eigentlich damals eine Boyband , die 100 % hetero war?
    Und zu Jonathan :
    Kein Mitleid
    Als er die Wahl hatte entweder Fame und Knete oder zu sich selbst zu stehen, hat er sich fürs erstere entschieden.
    Und jetzt - 30 Jahre später - MIMIMI zu machen ... naja
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#2 Zero ToleranceAnonym
  • 20.01.2023, 11:21h
  • Antwort auf #1 von Andi66
  • Hach, schön - na, geht's dem kleinen Ego wieder besser? Schön von oben herab den Harten geben, das geht doch immer. Du wärst natürlich der Megacoole, der abgebrühte Checker gewesen, der mit 17 gesagt hätte: "Jo, komm, lass ma' den Traum knicken, die Manager mach ich jetzt lang!" (ja, ich weiß, natürlich wärst du das gewesen. Und jeder, der das im Jugendalter und zu der Zeit damals nicht gemacht hätte, ist halt 'ne verweichlichte Pussy, die es nicht anders verdient hat, right?).

    Wie ich "empathisch Herausgeforderte" wie dich verachte.
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#3 TamiAnonym
#4 Andi66Anonym
  • 20.01.2023, 16:12h
  • Antwort auf #2 von Zero Tolerance
  • "Wie ich "empathisch Herausgeforderte" wie dich verachte."
    Wie war das mit dem kleinen Ego?
    Ich hoffe Dir geht es jetzt gut, nachdem Du es mir ja sooo richtig gegeben hast.
    Schlecht wenn man anderen Menschen Selbstgerechtigkeit vorwirft, gleichzeitig sie aber praktiziert .
    Ich wünsche Dir ein selbstzufiredenes Wochenende
    P.S. Jonathan war 19/20 , als derRuhm los ging bzw. 40 beim Comeback von 2008.
    Soviel zu dem Punkt ; "der arme 17jährige"
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#5 MalikAnonym
  • 20.01.2023, 17:05h
  • Antwort auf #4 von Andi66
  • Er war damals 17, steht auch so im Artikel, basta! Deine Argumente sind leider keine.

    Ich finde auch, dass du dir deinen Kommentar hättest sparen können. Aber ich vermute Mal du gehörst in die Generation queer, die sich wohlfeil mit den Federn der Menschen schmückt, die sich die Rechte und (Pseudo-)Toleranz, die wir heute haben, hart erkämpft haben, right?

    Ich will gar nicht fragen wie alt du bist, aber ich würde schon gerne wissen, ob du weißt, worüber du ablästerst und falls ja, ob du damals so sichtbar warst, dass du deine Karriere gefährdet hast?

    Damals gab es übrigens tatsächlich noch "Rosa Listen" bei den Behörden und Razzien in Schwulenclubs. Habe ich selbst erlebt... Und die Amis waren den Deutschen da keineswegs voraus, die waren schlimmer!
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#6 Andi66Anonym
  • 20.01.2023, 17:28h
  • Antwort auf #5 von Malik
  • "Er war damals 17, steht auch so im Artikel, basta! Deine Argumente sind leider keine."
    Er wurde 29. November 1968 in Worcester, Massachusetts geboren.
    Und "19881992: Durchbruch und Zenit des Erfolgs"
    Alles unter Wikipedia nachlesbar.
    Wer jetzt noch rechnen , kann ist klar im Vorteil
    Auch ein Artikel kann sich iiren!
    "Aber ich vermute Mal du gehörst in die Generation queer, die sich wohlfeil mit den Federn der Menschen schmückt, die sich die Rechte und (Pseudo-)Toleranz, die wir heute haben, hart erkämpft haben, right?"
    So eine Unterstellung -die jetzt nichts mit dem Artikel zu tun hat- ist a) ein Whataboutism.
    Nur soviel : Ich gehöre der Generation an, die sich mit den Nazis vor unseren Kneipen geprügelt hat.
    Und B) ein persönlicher Angriff ,der überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun hat.
    Wieso werden hier einem Dinge Unterstellt bzw beleidigt. Nur weil man keine Argumente hat?
    Wird es dadurch besser ,wenn man jemandem persönlich angreift ?
    Noch was : Mit 40 ,VIERZIG hatte er sich noch nicht geoutet. Da war er jawohl keine 17 mehr ,oder ?
    Da jetzt sowieso keine Diskussion um das Thema möglich ist, wird das mein letztes Statement sein.
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#7 NevermindAnonym
  • 20.01.2023, 19:01h
  • Antwort auf #6 von Andi66
  • Ist echt schade, dass hier Leute meinen, andere User >>verachten<< zu müssen und runter machen zu können, wenn ihnen deren Kommentar nicht passt. Nimms dir nicht zu Herzen, kann man nichts machen
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#8 RemoAnonym
  • 20.01.2023, 20:22h
  • Ich bin dagegen, bei jungen Darstellern zuviel privates an die Öffentlichkeit zu zerren - egal, ob hetero, bi,, schwul/lesbisch etc.

    Sich vor einem Millionenpublikum zu outen, ist schon noch etwas anderes, als es in einem übersichtlichen privaten Umfeld zu tun - vor allem, wenn man vorher auf Druck von außen und der Zeitumstände Jahre lang etwas anderes suggerieren musste und enttäuschte und wütende Reaktionen zu vermuten sind.

    Ein Outing ist zudem sehr individuell. Am einfachsten ist ein öffentliches Outing, wenn man in der Liebe erfolgreich ist und (einen) ansehnliche(n) Lover präsentieren kann. So einfach liegen die Dinge aber oft nicht. Mit dem Outing geht bzw ging bei vielen Menschen - gerade in Knights Generation - verspätet die Pubertät los, das Austesten und die Suche danach , wer / was einem genau gefällt. Ich verstehe, dass Menschen sich in dieser sehr verletzlichen Phase auch vor zu viel Öffentlichkeit schützen.

    Ich kenne das übrigens auch von Heteros oder Bisexuellen, die - aus anderen Gründen - eher spät gute Erfahrungen mit Beziehungen oder ihrer Sexualität machen.

    Ich vermute, übrigens, dass die Firmen auch bei Heteros sehr stark kontrollieren, was von deren sexuellen Identität an die Öffentlichkeit kommen soll.
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#9 Wie herrlichAnonym
#10 MalikAnonym
  • 21.01.2023, 13:28h
  • Antwort auf #8 von Remo
  • Danke!

    So ist es. Ein Outing ist eine private Entscheidung, so wie viele andere Dinge in unserem Leben, die beeinflussen könnten, wie das Umfeld auf einen blickt oder wie man behandelt wird, der Privatsphäre angehören.

    Ich bin zwar sehr wohl auch der Meinung, dass er sich früher hätte outen können, aber ich kritisiere es trotzdem nicht, weil es sein Leben ist.
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