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Autopsiebericht

Leslie Jordan: Todesursache ist bekannt

Im Oktober letzten Jahres ist der "Will & Grace"-Schauspieler Leslie Jordan im Alter von 67 Jahren gestorben. Jetzt hat die Gerichtsmedizin die Todesursache bekannt gegeben.


Leslie Jordan erhielt 2006 einen Emmy Award für seine Darstellung von Beverly Leslie in "Will & Grace" (Bild: BigBrother Junkie / flickr)

Leslie Jordan (1955-2022) ist im vergangenen Oktober an plötzlicher Herzschwäche gestorben, wie eine Autopsie nun ergeben hat. Die Gerichtsmedizin von Los Angeles County gab dies laut "CBS News" am Donnerstag bekannt.

Der schwule Schauspieler war im Alter von 67 Jahren gestorben. Am 24. Oktober war er in einen Unfall verwickelt und leblos in seinem Auto in Hollywood gefunden worden. Die Feuerwehr von Los Angeles berichtete, dass seine graue Limousine mit einem Bordstein und einem Baum kollidiert war (queer.de berichtete).

Natürlicher Tod

Die Autopsie ergab, dass Jordans Tod auf eine plötzliche Herzfunktionsstörung infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen war. Alle Tests auf Marihuana, Alkohol und andere Drogen waren negativ. Jordans Tod wurde als "natürlich" eingestuft.

Bekannt war der US-Star vor allem für zahlreiche Serienrollen. Von 1998 bis 2006 stand er für die beliebte US-Sitcom "Will & Grace" vor der Kamera. Für seine Rolle des Beverley Leslie wurde er 2006 mit dem Emmy ausgezeichnet. Darüber hinaus war er in den Reihen "Boston Public" und "Boston Legal" sowie "Desperate Housewives" oder "American Horror Story" zu sehen. (cw/spot)

#1 VitelliaAnonym
  • 20.01.2023, 17:38h
  • Schade, dass er so früh gestorben ist und am Ende seines Lebens noch diesen Unfall hatte.
    Vielleicht hätte man Leslie Jordan noch retten können, wenn er zu Hause diese Herzschwäche gehabt hätte und jemand den Notarzt schnell gerufen hätte.
    Am Ende konnte nur noch die Gerichtsmedizin alles aufklären.

    Das möchte ich jetzt noch extra erwähnen.
    Die Gerichtsmedizin ist enorm wichtig und leistet viel.
    Auch und besonders, wenn es um kriminelle Handlungen geht, die man erst bei der Obduktion einer Leiche feststellen kann.
    Viele ungeklärte Mordfälle werden aufgeklärt. Kriminologen schätzen die ganze Arbeit der Gerichtsmediziner.
    Mir würde es grausen, dauernd Leichen aufschneiden zu müssen.
    Mein Sohn ist junger Mediziner (vor kurzem die Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin gemacht).
    Er war natürlich auch in der Gerichtsmedizin, um die Arbeit dort genauer kennenzulernen.
    Selber hätte er dort nicht bleiben und seinen Beruf ausüben wollen.
    Gut, dass es viele andere Ärzte gibt, denen es nichts ausmacht, in der Gerichtsmedizin zu arbeiten!
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#2 LothiAnonym
  • 20.01.2023, 18:00h
  • Antwort auf #1 von Vitellia
  • Klar ist die Gerichtsmedizin der Ort wo gründlichst obduziert wird. Aber nicht jede Leiche landet auf den Stahltisch.
    Weißt Du überhaupt wieviele falsch ausgestellte Totenscheine es allein in Deutschland regelmäßig gibt? Ja, auch Ärzte sind nur Menschen die Fehler machen können, insbesondere wenns um die Todesursachen geht. Leslie Jordan ist nicht irgendwer gewesen.
    Somit wurde bei ihm gründlichst nachgeschaut.
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#3 VitelliaAnonym
  • 20.01.2023, 18:28h
  • Antwort auf #2 von Lothi
  • @Lothi,
    das stimmt und ist bekannt, dass Ärzte oftmals den Totenschein ausstellen, ohne genauer zu prüfen, ob eine kriminelle Tat die Todesursache ist.
    Nur, wenn sie gleich sehen, dass es z. B. eine Schusswunde ist.
    Das kann aber auch sehr schwierig sein, dies gut zu erkennen.
    Die Ärzte sollten jede Leiche umdrehen, ob sie viell. im Rücken eine Schusswunde hat.
    Auch eine Vergiftung kann nur die Gerichtsmedizin feststellen.
    Und doch müssten die Ärzte, bevor sie die Diagnose der Todesursache stellen, genau prüfen, ob der Verstorbene selber zu viele Tabletten schluckte, oder wer ihn vergiftet hat.
    Angehörige können bei älteren Leuten, um bald ans Erbe zu kommen, auch Gift in ein Getränk wie Tee gemischt haben - und was es sonst noch für kriminelle Handlungen gibt.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen auf dem Friedhof liegen, die einen kriminellen Tod erlitten haben, der nicht aufgedeckt wurde.

    ABER: Genau die Gerichtsmedizin, von der ich geschrieben habe, hat keinerlei Verantwortung für solche Todesfälle.
    Das Gegenteil, sie kann alles genau analysieren und klären, ob es ein krimineller Tod war oder nicht.
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#4 StaffelbergblickAnonym
  • 21.01.2023, 00:17h
  • Antwort auf #3 von Vitellia
  • "Nur, wenn sie gleich sehen, dass es z. B. eine Schusswunde ist.
    Das kann aber auch sehr schwierig sein, dies gut zu erkennen."
    Eine Schußwunde nicht zu erkennen? Das wäre nun schon sehr peinlich. Spätestens aus jedem Münsteraner Tatort kann so viel Wissen zu Schußwunden erfahren werden, dass dies nicht mehr vorkommen dürfte. So sollten eher frische Punktionsstellen verdächtig gesehen werden. Wer weiß was da vorher gespritzt wurde??? Usw ...
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#5 MarcAnonym
  • 21.01.2023, 10:48h
  • Es beruhigt mich ungemein, dass es in Deutschland nicht nur zig Millionen Fußballtrainer*innen, Oberlehrer*innen und Verteidigungsminister*innen gibt, sondern offenbar auch viele, viele, viele kompetente Patholog*innen und Kriminolog*innen. Wir leben in einem Land der Expertise. Schön.
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#6 LothiAnonym
  • 21.01.2023, 11:05h
  • Antwort auf #5 von Marc
  • Da ich ein leidenschaftlicher Krimi Leser bin, begeistere ich mich auch für Sachbücher. Um nur drei hier zu benennen, Dr. Mark Benecke u. Lydia Benecke, Michael Tsokos, Val Mc Dermid. den Rechtsmediziner in Berlin.
    Zudem muß man gar kein Fachmann oder Fachfrau sein um zu wissen wie es in Deutschland bestellt ist mit dem ausstellen von Totenscheine durch Hausärzte. Viele sind falsch und somit landen die Leichen unter die Erde oder werden verbrannt ohne das irgendeine Obduktion an ihnen vorgenommen wurde.
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#7 StaffelbergblickAnonym
  • 21.01.2023, 13:35h
  • Antwort auf #5 von Marc
  • Falls Du damit mich gemeint hast ... so viel zur Erklärung, seit meinem 14. Lebensjahr, seit Beginn meiner ersten beruflich "Sozialisation" gehören bei mir gerichtsmedizinische Begutachtungen zu meinem Leben. Als 16. jähriger die erste Brandleiche gesehen. Später Vergewaltigungsakten gelesen usw. Nach Abitur und Studium weiter "dran geblieben". Ich bin kein Rechtsmediziner, jedoch steht bei mir in meiner Bibliothek genügend entsprechende Fachliteratur. Diese habe ich teilweise auch auf meinem Tablet. Und darin wird auch gelesen. Einschließlich Kannibalismus. Und als ehemaliger zeitweiser Mitarbeiter in einem mikrobiologischen Institut ist mir auch so manches vertraut.
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#8 VitelliaAnonym
  • 21.01.2023, 13:49h
  • Antwort auf #4 von Staffelbergblick
  • @Staffelbeck,
    ich gehe davon aus, dass bei Patienten, die in der Klinik sterben, der Totenschein richtig und exakt ausgestellt wird.
    Die behandelnden Ärzte kennen die Diagnose, woran ein Mensch gestorben ist.
    Wenn ein Mensch aber zu Hause stirbt ...
    Ich überlege mir jetzt mal folgenden Fall.
    Es gibt viel häusliche Gewalt.
    Angenommen ein gewalttätiger Mann haut nach einem Streit seiner Frau ein scharfes Messer in den Rücken. Sie wird ohnmächtig, weil sie stark blutet.
    Nach ein paar Tagen stirbt sie an dem großen Stich, der bis zum Herz gehen konnte. Sie wurde aber nicht in eine Klinik gebracht vom gewalttätigen Partner.
    Nun wird ein Arzt gerufen, weil sie tot ist.
    Was glauben Sie, wie er den Totenschein ausstellen kann??
    Der Arzt müsste den Mann bitten, seine tote Frau nackt auszuziehen, dass er den ganzen Körper anschaut und untersucht, sie nackt auch auf den Bauch legen, dass er die Stickwunde auf dem Rücken sieht. Das nennt man Leichenschau.

    Der gewalttätige Mann wäre sofort dagegen und könnte sich rausreden, es sei würdelos, dass er seine Frau nackt ausziehen muss.
    Was macht dann der Arzt? Streitet sich garantiert nicht mit dem Mann herum.
    Er müsste aber darauf drängen, dass die Tote richtig untersucht wird für die genaue Todesursache. Auch die Polizei rufen, wenn sich der Partner der Frau weigert.
    Wenn das der Arzt nicht macht (er hat genug Patienten in seiner Praxis, die auf ihn warten), dann kann er als Diagnose z. B. Herzinfarkt schreiben. Das passt immer zu einem schnellen Tod.
    So kann ein Totenschein ganz falsch ausgestellt werden - und der Kriminelle wird nicht verurteilt!!

    Viele Totenscheine werden falsch ausgestellt, weil die spezielle Ausbildung für Mediziner über Leichenschau und Totenschein fehlt!
    Das haben Gerichtsmediziner und auch Chefärzte in Kliniken schon öfters moniert - und eine bessere Ausbildung für die Leichenschau gefordert. Auch die juristische Aufklärung gehört dazu.
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#9 StaffelbergblickAnonym
  • 21.01.2023, 13:56h
  • Antwort auf #6 von Lothi
  • "oder werden verbrannt" hier darf ich Dich etwas beruhigen ... Bei Krematierung gibt es die föderalen Vorgaben einer zusätzlichen Leichenschau durch Amtsärzte oder aus der Rechtsmedizin, ebenso zertifizierte Pathologie-Institute.
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#10 LothiAnonym
  • 21.01.2023, 15:16h
  • Antwort auf #7 von Staffelbergblick
  • Du überrascht mich immer wieder aufs neue.
    Bin stark beeindruckt.
    Obwohl ich soviel schon darüber gelesen habe, würde mir Live bei einer Obduktion einer Leiche mit Sicherheit schlecht werden. Das wäre dann doch zuviel für mich.
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