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Aachen

Daumengroße Löcher: Schüsse auf die Aids-Hilfe Aachen

Seit Monaten attackieren Unbekannte die Aachener Aids-Hilfe mit Verleumdungen, wirren Pamphleten und Gewalt. Als vorläufiger Tiefpunkt wurde die Geschäftsstelle zum Jahreswechsel mit Geschossen angegriffen.


Tagungsraum in der Geschäftsstelle der Aids-Hilfe Aachen (Bild: Aidshilfe.Aachen / facebook)

Um den Jahreswechsel, zwischen dem 28. Dezember und dem 2. Januar, haben Unbekannte die Geschäftsstelle der Aachener Aids-Hilfe mit Geschossen attackiert. Wie die "Aachener Zeitung" berichtete, weist ein Fenster des Büros in der Zollernstraße zwei etwa daumengroße Löcher auf. Als Tatwaffe komme eine Schusswaffe oder auch eine schwere Schleuder in Frage. Der Verein hat Strafanzeige gestellt, die Kripo ermittelt.

Die Attacke stellt den vorläufigen Tiefpunkt einer Serie von Angriffen auf die Aids-Hilfe Aachen dar. Bereits vier Wochen zuvor wurde die Fassade der Geschäftsstelle beschmiert und Buttersäure in den Briefkästen geworfen. Zudem tauchen seit rund einem Jahr in der Region immer wieder Flyer und Plakate mit absurden Verunglimpfungen gegen den Verein auf. Dort werden groteske Verschwörungstheorien verbreitet, wonach die Aids-Hilfe "die offizielle Ausrottung HIV-positiver Menschen mit Migrationshintergrund" betreibe und das Ziel verfolge, homosexuelle HIV-Patienten "grausam zu verfolgen und zu quälen".

"Jetzt fühlen wir uns hier aber massiv bedroht"

"Eine ganze Weile haben wir uns bedeckt gehalten, weil wir der massiven Rufschädigung durch die aberwitzigen Vorwürfe nicht auch noch Vorschub leisten wollten", erklärte Aids-Hilfe-Geschäftsführer Walter Brüsseler gegenüber der "Aachener Zeitung". "Jetzt fühlen wir uns hier aber massiv bedroht." Er habe keine Ahnung, wer hinter der perfiden Verleumdungskampagne stehe. Aids-Hilfe und Polizei hoffen auf Zeug*innen, die Hinweise auf die Täter*innen geben können.

Aidshilfe NRW und NRWSPDqueer solidarisch

Die Aidshilfe NRW solidarisierte sich am Freitag mit der lokalen Aids-Hilfe. "Dass nun auf Eure Büros geschossen wurde und Ihr somit um Euer Leben und um das der bei Euch Rat und Unterstützung Suchenden fürchten müsst, bringt das Fass zum Überlaufen", heißt es in einem Brief des Dachverbands (PDF). "Wir fordern die Behörden auf, alles daran zu setzen, um diejenigen, die das zu verantworten haben, zu fassen."

Auch die NRWSPDqueer verurteilte die Angriffe und sprach dem Verein ihre Solidarität aus. "Ein Anschlag auf eine Aids-Hilfe ist immer auch ein Anschlag auf queere Community-Strukturen", erklärte der Vorsitzende Fabian Spies am Freitag in einer Pressemitteilung (PDF). "Aachen ist eine weltoffen Stadt, in der kein Platz für solche Hetze ist", ergänzte Manfred Bausch, Co-Vorsitzender der SPDqueer in der Städteregion Aachen. (mize)

#1 StaffelbergblickAnonym
  • 21.01.2023, 12:26h
  • Als Sofortmaßnahme würde ich zu einer Kameraüberwachung raten, falls dies nicht schon geschehen sein sollte. Denn "Geschosse ... Fassade verschmiert ... Buttersäure in den Briefkasten" zeigen, dass der/die Täter unmittelbar am Gebäude waren.
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#2 Lucas3898Anonym
#3 StaffelbergblickAnonym
  • 21.01.2023, 18:47h
  • Antwort auf #2 von Lucas3898
  • Wenn jemand am Briefkasten handiert, dann ist das schon nicht mehr öffentliche Straße / Fußweg, ebenso das Beschmieren von Gebäuden. Der Täter oder wer auch immer steht unmittelbar am Gebäude ... und das darf sehr wohl überwacht werden. Es dürfen keine Personen aufgenommen werden, die auf dem Gehweg oder der Straße unterwegs sind.
    Abgesehen davon ... mich nervt bei den ganzen Straftaten auch immer der individuelle "Täterschutz" aufgrund unserer hypertrophen Datenschutzgesetze.
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#4 MuschebubuAnonym