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"Keine LGBTI-Unterstützerin"

Beyoncé kassiert in Dubai Rekord-Gage – und deutliche Kritik

"Welcher Geldbetrag ist genug, um in einem homophoben Land aufzutreten?" Nach Beyoncés Auftritt im Verfolgerstaat Dubai werfen User*innen in sozialen Netzwerken dem US-Superstar Scheinheiligkeit vor.


Beyoncé, hier im Jahr 2020, trat am vergangenen Wochenende erstmals seit vier Jahren wieder auf – bei einer Hoteleröffnung in Dubai (Bild: Mason Poole / wikipedia)

  • 24. Januar 2023, 01:43h 9 2 Min.

Superstar Beyoncé (41) hat für ihren Auftritt am vergangenen Wochenende im neuen Hotel "Atlantis The Royal" in Dubai 24 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 22 Millionen Euro) Gage kassiert. Dafür hagelt es nun jede Menge Kritik aus der LGBTI-Community wegen der queer­feindlichen Politik der Vereinigten Arabischen Emirate.

In der Föderation im Osten der Arabischen Halbinsel können homo­sexuelle Handlungen mit der Todesstrafe geahndet werden, auch Folterstrafen wie Auspeitschung oder chemische Kastration sind rechtlich möglich. Dubai hatte 2017 international für Schlagzeilen gesorgt, weil ein Schotte festgenommen wurde, der in einer Bar aus Versehen einen anderen Mann an der Hüfte berührt hatte. Er wurde zu drei Monaten Haft verurteilt (queer.de berichtete).

Beyoncé wurde 2019 von GLAAD ausgezeichnet

Beyoncé sieht sich selbst als große Unterstützerin der queeren Community. Einen Preis, den sie 2019 von der Gay And Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) erhielt, widmete sie ihrem schwulen Onkel (queer.de berichtete).

Nach dem Auftritt in Dubai warfen ihr User*innen in sozialen Medien nun Scheinheiligkeit vor: "Man kann nicht sagen, dass man ein Unterstützer der LGBTI-Community ist, wenn man Geld von einem Land nimmt, das Menschen tötet, weil sie schwul sind", schrieb ein enttäuschter Fan. "So funktioniert das nicht. Ich spreche von Beyoncé."

Ein anderer Nutzer fragte: "Wenn man so reich ist, größtenteils, wenn nicht sogar ausschließlich, durch die erbitterte Loyalität von queeren Fans, welcher Geldbetrag ist genug, um in einem homophoben Land aufzutreten?". Ein anderer User erklärte laut "Daily Mail": "Beyoncé ist keine LGBTI-Unterstützerin, wenn sie für Geld in Dubai auftritt und sie buchstäblich keinen Penny davon braucht."

Erstes komplettes Konzert nach vier Jahren

Die aus Houston stammende US-Künstlerin gab zum ersten Mal seit vier Jahren wieder ein komplettes Konzert in der neuen Anlage. Dabei wurde sie am Skyblaze-Brunnen des Hotels fast fünf Meter in die Luft gehievt. Außerdem performte Beyoncé gemeinsam mit ihrer Tochter Blue Ivy (11) den Song "Brown Skin Girl".

Obwohl das Filmen des exklusiven Konzerts verboten war, sickerten am Wochenende einige Clips in den sozialen Medien durch. (cw/spot)

-w-

#1 WadimAnonym
  • 24.01.2023, 07:01h
  • Für 22 Millionen Euro?!!
    Hand aufs Herz, WER hätte von uns dafür das nicht gemacht?
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#2 GrixisAnonym
  • 24.01.2023, 07:37h
  • Antwort auf #1 von Wadim
  • Da solltest du aber auch bedenken dass ihr Vermögen auf 450 Mio geschätzt wird. Wenn man so viel Geld hat könnte man auf 22 durchaus leichter verzichten als ein Normalverdiener.
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#3 LothiAnonym
  • 24.01.2023, 08:43h
  • Antwort auf #1 von Wadim
  • Es gehört sich einfach nicht was Beyonce sich da geleistet hat in Dubai. Ihr nur Scheinheiligkeit vorzuwerfen ist somit mehr als berechtigt. Es sei denn, die Multimillionärin stiftet zumindest die Hälfte ihrer kassierten Gage der LGBTI Community. Das wäre ein deutliches Zeichen. Aber daran habe ich auch so meine Zweifel.
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