Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?44466

Academy Awards

So queer sind die Oscar-Nominierungen 2023

Die Academy hat wieder einige überraschende Nominierungen ausgesprochen. Auch mehrere Filme mit queeren Inhalten können sich Hoffnung auf den weltweit wichtigsten Filmpreis machen.


Das Drama "Tár" erhielt sechs Oscar-Nominierungen (Bild: Universal Pictures)

Eine erstaunlichere Erfolgsgeschichte hat es in der Filmbranche lange nicht gegeben. Mit satten elf Oscar-Nominierungen wurde "Everything Everywhere All At Once" bedacht, womit die kleine, schräge Fantasy-Action-Komödie für die Verleihung der 95. Academy Awards, die am 12. März stattfinden wird, tatsächlich als Favorit ins Rennen gehen wird. Bemerkenswert für einen Film, der so gar nicht dem Profil eines typischen Oscar-Lieblings entspricht und vergangenes Frühjahr an den Kinokassen zu einem kleinen Überraschungshit wurde.

Der von Daniel Kwan und Daniel Schienert inszenierte Film handelt von einer chinesisch-stämmigen Waschsalonbetreiberin in den USA, die im Zuge einer Steuerprüfung feststellen muss, dass sie – aber auch ihr noch Ehemann sowie die queere Tochter – in verschiedenen Paralleluniversen existiert. Neben Hauptdarstellerin Michelle Yeoh sowie dem Ex-Kinderstar Ke Huy Quan wurden auch Jamie Lee Curtis als fiese Beamtin mit Wurstfingern sowie Stephanie Hsu mit Oscar-Nominierungen bedacht. Für letztere, die im Film die glücklich liierte Tochter Joy spielt, dürfte "Everything Everywhere All At Once" nach kleinen Rollen etwa in "The Marvelous Mrs. Maisel" und "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" der große Durchbruch bedeuten.

Sensationell sind auch die neun Nominierungen, die der deutsche Weltkriegsfilm "Im Westen nichts Neues" verbuchen konnte. Die Remarque-Adaption von Edward Berger, zu deren Produzenten auch der schwule Brasilianer Daniel Marc Dreifuss gehört, darf sich nicht nur Hoffnungen auf den Oscar als Bester Internationaler Film machen, sondern ist sogar in der Kategorie Bester Film nominiert. Ebenfalls auf neun Nominierungen kommt "The Banshees of Inisherin", Martin McDonaghs Geschichte einer zu Ende gehenden Männerfreundschaft mit Colin Farrell und Brendan Gleeson.

Nominierungen für queere Film "Tár" und "The Whale"

Aus LGBTQ-Sicht noch erwähnenswerter sind natürlich die sechs Nominierungen für Todd Fields so komplexes wie eindrucksvolles Drama "Tár", in dem Cate Blanchett als lesbische Dirigentin brilliert. Für den Film, der am 2. März endlich in die deutschen Kinos kommt, wurden nicht nur Field als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor sowie natürlich Blanchett nominiert, sondern auch der deutsche Kameramann Florian Hoffmeister sowie die Editorin Monika Willi. Nina Hoss, die im Film Blanchetts Lebensgefährtin verkörpert, ging allerdings leer aus.

Brendan Fraser darf sich für seine Rolle als schwuler und schwer übergewichtiger Professor, der seine Wohnung nicht mehr verlässt, in "The Whale" berechtigte Hoffnungen auf einen Oscar machen, wird sich dabei aber gegen Austin Butler durchsetzen müssen. Der Shooting Star spielt die Titelrolle in Baz Luhrmanns Biopic "Elvis", das insgesamt acht Nominierungen erhielt. Darunter auch für das vom queeren Maskenbildner Shane Thomas verantworteten Haar- und Make-up-Design.

Der schwule Dramatiker Tony Kushner ("Angels in America") darf sich als Drehbuchautor und Produzent von Steven Spielbergs autobiografischem "Die Fabelmans" (Kinostart: 9. März) über gleich zwei Nominierungen freuen. Ebenfalls erfreulich: der wundervolle "Close" des queeren belgischen Regisseur Lukas Dhont, der am 26. Januar in die deutschen Kinos kommt, wurde als Bester Internationaler Film nominiert, Laura Poitras packender Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" über die bisexuelle Fotografin und Aktivistin Nan Goldin als Bester Dokumentarfilm.

Ein paar queere Oscar-Träume platzten am Nominierungstag allerdings auch. Die britische Regisseurin Charlotte Wells wurde für ihr fantastisches Drehbuch zum von eigenen Erinnerungen geprägten Debütfilm "Aftersun" (ab März beim Streamingdienst MUBI) übergangen, wobei immerhin ihr starker Hauptdarsteller Paul Mescal nominiert wurde. Der Animationsfilm "Wendell & Wild", in dem ein trans Junge eine zentrale Rolle spielt, wurde ebenso wenig nominiert wie "New Moon", der Zeichentrick-Kurzfilm von Colman Domingo und seinem Ehemann Raúl. Und wo wir gerade bei der Kategorie der Animations-Kurzfilme sind: hinter dem nominierten "My Year of Dicks" verbirgt sich die charmante Geschichte einer 15-Jährigen, die alles daransetzt, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.

Zum Duell der Pop-Gigantinnen kommt es übrigens in der Kategorie Bester Song. Zwar wurde Taylor Swifts "Carolina" nicht nominiert, dafür aber Lady Gagas "Hold My Hand" aus "Top Gun: Maverick" und "Lift Me Up" von Rihanna aus "Black Panther: Wakanda Forever". Als Favorit gilt allerdings das Lied "Naatu Naatu" aus dem indischen Erfolgsfilm "RRR".

#1 BanksterAnonym
  • 24.01.2023, 17:03h
  • Das carolina von taylor nicht nominiert ist aber dafür gaga und rihanna ist schon wieder fast peinlich, carolina wurde nur mit instrumenten gemacht die es zu der zeit des filmes auch gab plus sie hat das thema super im song vereint und wurde nicht nominiert weil der film ein flop war
  • Antworten » | Direktlink »