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Amtsgericht Osnabrück

Junge-Union-Mitglied nach Beleidigung von trans Frau verurteilt

Im Oktober 2022 umzingelten Besucher einer CDU-Wahlparty in der Osnabrücker Altstadt eine trans Frau mit SPD-Parteibuch und überschütteten sie mit queerfeindlichen Beschimpfungen. Jetzt kam es zum Prozess.


Haupteingang des Amtsgerichts Osnabrück (Bild: IMAGO / Kirchner-Media)

  • 26. Januar 2023, 01:07h 5 2 Min.

Weil er unter anderem eine trans Frau mit SPD-Parteibuch nach einer CDU-Wahlparty öffentlich beleidigt hatte, ist ein 21 Jahre altes Mitglied der Jungen Union vom Amtsgericht Osnabrück zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Der Mann müsse außerdem fünf Termine bei einer Drogenberatungsstelle wahrnehmen und Verkehrsunterricht absolvieren, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Amtsgerichts.

Der heute 21-Jährige war auch wegen eines Verkehrsdelikts angeklagt worden. Er war im vergangenen April betrunken Auto gefahren und hatte bei einem Unfall andere Autos beschädigt. Deswegen sei auch der Führerschein für drei Monate gesperrt worden.

Das Opfer wurde als "Schwuchtel" beschimpft

Im Anschluss an eine Party nach der Landtagswahl im vergangenen Oktober hatten mehrere junge Männer aus dem Umfeld der Jungen Union das in der SPD engagierte Opfer in der Osnabrücker Altstadt beleidigt und bedrängt. Die trans Frau wurde nach ihrer Darstellung mit ihrem Deadname angesprochen, umzingelt und mit queerfeindlichen Beleidigungen wie "Schwuchtel" überschüttet. Die Männer hätten zudem die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen (queer.de berichtete).

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Aus der Gruppe hatte sich nur der heute 21 Jahre alte Mann gemeldet und bei dem Opfer um Entschuldigung gebeten. In der Verhandlung habe sich der Angeklagte vollumfänglich geständig eingelassen, sagte der Gerichtssprecher. Er sei als Heranwachsender nach dem Jugendstrafrecht verurteilt worden. (cw/dpa)

-w-

#1 PeerAnonym
  • 26.01.2023, 10:09h
  • Wenn der Nachwuchs in der Union hetzt, beweist das nur, dass sich auch die nächsten Jahrzehnte in der Union nichts ändern wird.
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#2 Wenig verwunderlichAnonym
  • 26.01.2023, 11:02h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • "beweist das nur, dass sich auch die nächsten Jahrzehnte in der Union nichts ändern wird."
    Da geht doch wohl niemand von aus, oder? Weshalb sollte die Union denn ihren reaktionären Markenkern ändern? Ich gehe davon aus, dass der Ton unter Merz und Czaja noch wesentlich rauer werden wird, als er jetzt schon ist. Der "Linksrutsch" von Merkel muss schließlich wettgemacht werden. Deshalb hält man ja auch so an Maaßen fest. Ich gehe davon aus, dass die "Brandmauer gegen rechts" in Bälde nur noch auf dem Papier stehen wird.
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#3 TrekieAnonym
  • 26.01.2023, 12:33h
  • Es zeigt nur wieder deutlich eins -> die leute bei der CDU und besonders CSU sind halt so.
    Sie beteuern gerne wie demokratisch sie angeblich sind, machen gerne einen auf "weltoffen und inklusiv" wenn es ihnen nützt. Aber niemand darf sich davon täuschen lassen, die sind genau solche Leute!
    Korrupte Vorteilsnehmer*innen, alle wesentlich weiter rechts gebaut als sie zugeben und gegen jeden abnau von Ausgrenzung und Diskriminierung. Im Gegenteil, gib Ihnen ein paar Bier und sie zeigen welchbrauner Abschaum sie sind und gehen gerne zu mehreren auf einzelne leute los.

    Niemand, aber wirklich niemand der oder die diese rechten Parteien wählt, sollte noch ohne Scham in den Spiegel schauen!
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