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Katholische Kirche

"Sünde" Homosexualität: Papst rudert ein wenig zurück

In einem Brief an einen US-Pater erklärt Papst Franziskus seine jüngste Aussage zu Homosexualität. Man müsse auch die "Umstände berücksichtigen, welche eine Schuld verringern oder ganz eliminieren können".


Der Papst von hinten (Bild: nachoarteaga / unsplash)
  • 29. Januar 2023, 03:22h 24 2 Min.

Mit einer Aussage über Homosexualität als Sünde hat Papst Franziskus in dieser Woche für Aufsehen gesorgt. Nun räumte der Pontifex ein, dass eine entsprechende Antwort in einem Interview falsch verstanden werden konnte. "Als ich sagte, dass es eine Sünde ist, hatte ich mich schlicht auf die katholische Morallehre bezogen, die besagt, dass jeder sexuelle Kontakt außerhalb der Ehe eine Sünde sei", schrieb Franziskus an den US-amerikanischen Pater James Martin. "Aber natürlich muss man die Umstände berücksichtigen, welche eine Schuld verringern oder ganz eliminieren können."

Er hätte sagen sollen: "Es ist eine Sünde, wie jede sexuelle Handlung außerhalb der Ehe", so Franziskus weiter. "Das bedeutet, von der 'Sache' der Sünde zu sprechen, aber wir wissen sehr wohl, dass die katholische Moral nicht nur die Sache berücksichtigt, sondern auch die Freiheit und die Absicht bewertet; und das bei jeder Art von Sünde."

Brief in katholischem LGBTI-Magazin veröffentlicht

Der Jesuiten-Priester veröffentlichte den Papst-Brief am Samstag auf der Website des katholischen LGBTI-Magazins "Outreach", dessen Herausgeber er ist. Der Papst erklärte, dass das Interview ein mündliches Gespräch gewesen und dass es "verständlich" sei, wenn bei der Niederschrift gewisse Nuancen verloren gingen.

/ JamesMartinSJ
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In dem Schreiben in spanischer Sprache unterstrich Franziskus wie auch schon in dem Interview, dass Homosexualität für ihn kein Verbrechen sei. "Und ich sage jedem, der Homosexualität kriminalisieren möchte, dass er falsch liegt", schrieb der 86 Jahre alte Argentinier. (cw/dpa)

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-w-

#1 ZürichAnonym
  • 29.01.2023, 08:25h
  • hübsch, wie die katholische kirche seit jahrhunderten die sexualität zu verwalten versucht - man stelle sich vor, die menschen würden ohne sexualorgane auf die welt kommen und wenn zwei sich dann verheiraten, könnte der priester gleichsam als hochzeitsgeschenk ihnen aus zwei sehr grossen kisten je ein männliches und ein weibliches geschlechtsorgan verteilen
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#2 YvanAnonym
#3 windheimerAnonym
  • 29.01.2023, 09:45h
  • ja...wir sind alle kleine Sünderlein.
    Aber Gott vergibt sie uns...
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