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"Schwuchtelkneipe"
"Ekelhaft und verabscheuenswürdig": Homofeindliche Schmierereien in Hessen
Ein unbekannter Täter hat homophobe Sprüche vor eine Dorfkneipe gesprüht, die einem schwulen Mann gehört.

Auf dem Weg zur Kneipe hat ein Unbekannter Beleidigendes auf den Boden gesprüht (Bild: Facebook / Café Freudenstein)
- 31. Januar 2023, 13:12h 2 Min.
Eine homofeindliche Attacke im 16.000 Einwohner*innen zählenden Lohfelden – einer Nachbargemeinde von Kassel – erschüttert Hessen: Vergangene Woche wurde dort ein Gehweg zur Kneipe "Café Freudenstein" mit homosexuellenfeindlichen Schmierereien versehen. Die schwer leserlichen Schriftzüge sollen wohl "Schwulle (sic) Kneipe" und "Schwuchtelkneipe" lauten.
Grund ist offenbar, dass der Besitzer und der Geschäftsführer der Kneipe schwul sind. "Wir waren mal zusammen und haben das hier auch offen gelebt", erklärte Geschäftsführer Stefan Lehmann gegenüber der Tageszeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine". Dies sei in der Gemeinde allgemein bekannt. Er habe die Schmierereien bei der Polizei angezeigt, weil für ihn eine Grenze überschritten sei. "Klar, Sprüche sind okay, damit kann ich leben und auch zurückschießen", so der 38-Jährige. Aber er wisse nicht, wohin diese schriftliche Aggression führen könne. Von der Drohung wolle er sich allerdings nicht einschüchtern lassen.
Hier kann uns jemand richtig gut leiden?????? Von den Schreibfehlern mal ganz abgesehen Feiges Pack
Posted by Café Freudenstein on Wednesday, January 25, 2023
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Es gebe bereits einen Hinweis auf den Sprayer: Die Überwachungskamera an einem Imbiss habe ihn aufgenommen.
Bei der Kneipe handelt es sich nicht um eine spezielle LGBTI-Bar. Auf Facebook beschreibt sich das "Café Freudenstein" so: "Wir sind eine urige Raucherkneipe im Herzen von Lohfelden. Wo Ihr Euer Feierabendbier genießen könnt oder euch unterhalten könnt und ganz wichtig wo ihr Spaß haben könnt." In der Beschreibung ist außerdem das Wort "gayfriendly" enthalten.
"Es macht mich wütend"
Die Schmiererei hat bereits das Landesparlament erreicht: "Taten wie diese sind ekelhaft und verabscheuenswürdig" erklärte Florian Schneider, Landtagsabgeordneter für den Kreis Kassel-Land II und queerpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. "Es macht mich wütend zu sehen, dass Vorfälle wie diese auch im 21. Jahrhundert noch an der Tagesordnung sind. Wir leben in einer bunten Gesellschaft und die sexuelle Vielfallt ist ein wichtiger Teil davon!"
Der 31-Jährige forderte in diesem Zusammenhang härtere Strafen für queerfeindliche motivierte verbale und physische Gewalt. Dabei müssten auch die Staatsanwaltschaften und die Polizei besser geschult werden. Zudem müsse die Polizei eine hauptamtliche Ansprechperson für queere Menschen erhalten. Diese Forderung hatte letzten Herbst bereits der Verband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) in Hessen erhoben (queer.de berichtete). (dk)
















"Nicht schön, aber muss man aushalten", alternativ: "Ja mein Gott, was wollt ihr denn NOCH alles haben? Um Gleichberechtigung geht es euch doch schon längst nicht mehr, ihr terrorisiert die Normalen(TM), wo es nur geht!!!"
(Rechtschreibung und Grammatik können natürlich stark variieren).
Bezeichnend aber auch wieder, dass der*die Besorgte - wie die meisten der selbsternannten "Retter*innen des christlichen Abendlands" nicht mal ein Wort geradeaus und ohne orthografischen Totalschaden schreiben können. Aber die dumme Fresse aufreißen...