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Hass

AfD-Abgeordneter: Das "Regenbogenimperium" ist der Feind der "Normalen"

Hans-Thomas Tillschneider stellt klar, wo der Feind steht: Um gegen queere Menschen vorzugehen, sei "Freundschaft" mit Russland notwendig.


Hans-Thomas Tillschneider mag heterosexuelle Russen und hasst queere Amerikaner (Bild: Raritaetenhans / wikipedia)
  • 3. Februar 2023, 11:14h 26 2 Min.

Mit aggressiver Rhetorik geht der sachsen-anhaltinische AfD-Vizechef Hans-Thomas Tillschneider gegen die Akzeptanz von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten vor: "Wir, die Normalen, Vernünftigen, Verwurzelten haben erkannt, dass unser Feind das Regenbogenimperium ist, und im Widerstand gegen dieses Imperium steht uns Russland am nächsten", so der 42-jährige Landtagsabgeordnete laut dem rechtsextremen Magazin "Compact". "In Russland herrscht eine in der Tradition verwurzelte Lebensweise, die sich mehr und mehr als Gegenentwurf zur traditions-, identitäts- und geschlechtslosen Regenbogengesellschaft des Westens begreift."

Die Worte sollen laut dem rechtsextremen Magazin "Compact" am Wochenende bei der Auftaktveranstaltung des "Vereins Ostwind" gefallen sein. Der neue Verein, der keinerlei Verbindungen zu einem gleichnamigen ökologischen Projekt aus Kempten hat, will eigenen Angaben zufolge für "Frieden und Freundschaft mit Russland" eintreten. Zu der Veranstaltung sollen "etwa 70 Personen" gekommen sein, "darunter auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete der AfD und Spitzenvertreter der Landesverbände". "Compact", ein Magazin des umtriebigen Publizisten Jürgen Elsässer, macht bereits seit Jahren Stimmung gegen queere Menschen.

Tillschneider warnt vor amerikanischem "Genderismus"

In seiner Rede behauptete Tillschneider, Russland sei Opfer einer "Kriegshetz-Atmosphäre" und erklärte die Vereinigten Staaten zum Feind. Die USA wollten Deutschland "vom Multikulturalismus bis zum Genderismus nach ihrem Bilde umformen", so Tillschneider. Mit Russland sei hingegen "eine Partnerschaft möglich, die uns sein lässt, wie wir sind".


"Compact" berichtet online über die Gründungsveranstaltung

Tillschneider gilt als rechtsextremer Vordenker der AfD, der aus seiner Abneigung gegen queere Menschen nie ein Geheimnis gemacht hat. So rief er im Landtag von Magdeburg Schwule und Lesben auf, ihre sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit zu verstecken ("Ich persönlich halte es ja für eine Frage des Anstands, meine Mitmenschen nicht in aller Öffentlichkeit mit meinen sexuellen Neigungen zu behelligen."). Homosexualität bezeichnete er unter anderem als "Abweichung" und Fehler der Natur und sprach vom "Regenbogen-Trallala". Aids-Kranke seien zudem "der Preis, den wir für ein dekadentes Gesellschaftsmodell zahlen".


Immer mal wieder – sogar zu Weihnachten – haut der konfessionslose Tillschneider queerfeindliche Tweets raus

Letzten Herbst sorgte Tillschneider für Schlagzeilen, weil er mit anderen AfD-Mitgliedern in den von Russland besetzten Donbass in der Ostukraine reisen wollte. Zudem behauptet er, Russland habe die Ukraine nicht angegriffen. Auf Twitter hatte er etwa auf eine entsprechende "Tagesschau"-Meldung geantwortet: "Falsch. Russland wehrt sich."

Der neue Begriff "Regenbogenimperium" scheint in der AfD Fuß zu fassen: Das Wort wurde letztes Jahr vom Thüringer AfD-Star Björn Höcke populär gemacht (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 StaffelbergblickAnonym
  • 03.02.2023, 12:27h
  • oh ein hervorragender Hellseher oder eher Wahrnehmungsgestörter??? Wo gibt es denn dass Regenbogenimperium??? Wäre mal eine Anfrage im Bundestag in Richtung dieses Abgeordneten wert
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#2 SeraphinaAnonym
  • 03.02.2023, 12:42h
  • In seiner Rede behauptete Tillschneider, Russland sei Opfer einer "Kriegshetz-Atmosphäre" und erklärte die Vereinigten Staaten zum Feind. Die USA wollten Deutschland "vom Multikulturalismus bis zum Genderismus nach ihrem Bilde umformen", so Tillschneider. Mit Russland sei hingegen "eine Partnerschaft möglich, die uns sein lässt, wie wir sind".

    Ist schon echt eine extreme Form von hassgetriebenen wahnhaften Realitätsverlust, während man bedenkt, dass in den republikanisch regierten US-Bundesstaaten gerade die gesellschaftliche Existenz von Trans komplett vernichtet und kriminalisiert wird, was vom Lemkin Institute for Genocide Prevention als Genozid eingestuft wird und weshalb bereits Organisationen sich bilden zur Unterstützung von Trans beim Antrag auf Asyl um die USA zu verlassen.

    Aber andererseits kann man sich ja schon fast "bedanken" für diese so offene Unterstützung eines menschenverachtenden Regimes wie Russland.
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#3 _Patrick_Ehemaliges Profil