https://queer.de/?4459
- 14. März 2006 2 Min.
Ein 40-jähriger hat sich bei einem Sextreffen die Hoden abgeschnitten.
Von Carsten Weidemann
Über das Dating-Portal "gayromeo" lernte der 40-jährige Hamburger vergangene Woche einen 34-Jährigen kennen. Der hatte in seiner gemieteten Drei-Zimmer-Wohnung im Stadtteil Rahlstedt ein "regelrechtes Folter-Studio" ("MOPO") eingerichtet. Wenige Stunden nach der Ankunft schnitt sich der Gast mit einem Kartoffelschälmesser in der Wohnung die Hoden ab - und wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen sofort ins Bundeswehrkrankenhaus eingeliefert. Inzwischen ist er wieder außer Lebensgefahr.
Der 40-Jährige, der von den berichtenden Tageszeitungen zunächst fälschlicherweise als Politiker der GAL identifiziert wurde, soll spätabends mit dem Nachtbus in Rahlstedt eingetroffen sein. Die Männer tranken Alkohol, danach hätten sie Sex gehabt. Danach ging der 34-Jährige gegen 3:30 Uhr schlafen. Er wachte um halb 9 Uhr morgens auf und fand seinen Partner blutverschmiert vor, auch im Zimmer sei überall Blut und Kot gewesen. Er rief gleich einen Notarzt. "Ich habe es selbst getan", soll der Bezirkspolitiker nach Angaben des "Hamburger Abendblattes" gestammelt haben. Er habe sich vor der Tat betäubt, berichtet die Polizei. Beamte stellten im Folter-Studio Betäubungsmittel sicher. Der Wohnungsmieter sei nach der Tat geschockt gewesen und habe am ganzen Körper gezittert: "Was für ein fürchterlicher Tag für mich. Jetzt werde ich doch mit dem Kannibalen von Rotenburg in eine Ecke gestellt", sagte er der "MOPO".
Die Tat hat inzwischen zu heftigen Diskussionen auf der katholischen Website "kreuz.net" geführt, auf der die Selbstkastration detailgetreu nacherzählt wurde. Unter der Überschrift "katholische sexseite" meinte ein Kommentator: "Ich finds witzig, dass solche Perversionen immer wieder von fanatisierenden Katholiken entdeckt und auf deren Seiten dann auch noch publiziert werden". Die meisten User sahen aber ihre Vorurteile bestätigt: Das Zuhause von Homosexuellen sei "die Finsternis der Sünde" schrieb einer, und außerdem seien "homosexuelle Praktiken" nach Ansicht von "Kreuzritter" ohnehin "unnatürlich und krankhaft".
14. März 2006















Weder bei Kath.net ist was zu finden, noch bei den Hamburger Boulevardzeitungen. Soll das eine große Ente werden?
Einige Quellen:
www.mopo.de/2006/20060309/hamburg/politik/mann_40_kastrierte
_sich.html,
www.abendblatt.de/daten/2006/03/09/541337.html,
www.kreuz.net/article.2849.html
Red.