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Hass

Beatrix von Storch vergleicht Trans­identität mit Blackfacing

Mit einer neuerlichen Twitter-Attacke auf trans Menschen sorgt die AfD-Bundestagsabgeordnete für Empörung.


Beatrix von Storch haut mal wieder einen raus… (Bild: Ministério da Ciência, Tecnologia e Inovações / flickr)

  • 13. Februar 2023, 15:09h 17 2 Min.

Die AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch hat am Samstagabend in einem Tweet trans Menschen pauschal angegriffen: "#blackfacing ist verpönt. Ich persönlich finde ja #womanfacing viel schlimmer. Biologische Aneignung. Geht ja mal so gar nicht", schrieb die 51-Jährige.



Als Blackfacing wird die Darstellung schwarzer Menschen durch dunkel geschminkte Weiße bezeichnet. Diese Praxis war im Amerika des 18. und 19. Jahrhunderts in rassistischen "Minstrel Shows" populär, in denen Weiße klischeehaft Schwarze spielten. Die Praxis des Anmalens, die in Deutschland bis in dieses Jahrhundert hinein auch im Fernsehen praktiziert wurde, wird heute als rassistisch eingestuft.

Auf Twitter gab es scharfe Kritik an dem Vergleich. "Transident bedeutet eben nicht Aneignung sondern Ende der Aufstülpung", erklärte ein Nutzer. "Wie transphob willst du sein? Tricksie: Ja", schrieb ein anderer. Ein weiterer merkte an: "Intelligenz-Facing lehnen Sie ja offensichtlich auch ab. Wenigstens konsequent."

"Womanfacing" wird populärer unter queerfeindlichen Kräften

Der Begriff "Womanfacing" wurde als Attacke gegen trans Menschen bereits wiederholt von Terfs – also transfeindlichen Feminist*innen – verwendet. In den USA wird der Begriff auch als queerfeindliches Kampfwort gegen Dragqueens oder Schwule eingesetzt, die ihr Gesicht schminken.


Tweet einer Terf

Storch hatte zuletzt vermehrt mit transfeindlichen Äußerungen für Schlagzeilen gesorgt. So griff sie etwa vor einem Jahr die Grünenpolitikerin Tessa Ganserer an. Ganserer ist neben Nyke Slawik die erste offen trans Bundestagsabgeordnete. Storch warf in einer Bundestagsdebatte Ganserer vor, "als Frau verkleidet" zu sein, und erklärte: "Hätte sich Robert Habeck im richtigen Moment als Roberta bezeichnet, dann wäre Roberta vermutlich jetzt Bundeskanzlerin" (queer.de berichtete).

Zudem erklärte sie im Juli 2022 auf Twitter: "Warum lässt sich ein ganzes Land von diesen transen und queeren HEULSUSEN terrorisieren? Wo bleibt der #AUFSTAND der Mehrheit der Normalen gegen diese totalitären Minderheiten? #herrwirfhirnvomhimmel" (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 HexeAnonym
  • 13.02.2023, 16:43h
  • "transen" schreibt man eigentlich groß.

    Nichtmal richtiges Deutsch kann die.
    Und sowas will Nazi sein.
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#2 SeraphinaAnonym
  • 13.02.2023, 16:48h
  • Wen wunderts, dass die Storch diese Bezeichnung von den TERFs für ihren eigenen Populismus verwendet, aber in FLINTA* Räumen wird schön weiter die Gesinnung und das Ziel der TERFs verharmlost werden. Noch so ein Grund warum mich "queere Communities" abgesehen von paar netten Menschen, die man dennoch kennenlernt und mit denen man auch befreundet ist inzwischen genauso kreuzweise können wie die "bürgerliche Mehrheitsgesellschaft".
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#3 Maybeme
  • 13.02.2023, 17:12hBochum
  • was neues denken sie sich auch nicht aus? Oder mal was orginelles?
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