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"Ich bin sehr stolz"

Janktos Ex-Partnerin unterstützt sein Coming-out

Model Markéta Ottomanská, die mit Fußballer Jakub Jankto einen gemeinsamen Sohn hat, ist stolz auf ihren offen schwulen Ex.


Markéta Ottomanská und Jakub Jankto mit ihrem gemeinsamen Sohn (Bild: Instagram / ottomanskam)

"Ich bin sehr stolz, dass er die Kraft aufbringen konnte, an die Öffentlichkeit zu gehen." So reagierte Markéta Ottomanská, die bis November 2021 mit Fußballprofi Jakub Jankto liiert gewesen war, im Online-Magazin "Idnes" auf das Coming-out des 27-Jährigen von Sparta Prag.

Das Model hat mit Jankto einen dreijährigen Sohn, den sie auch oft in ihren Profilen auf sozialen Medien zeigt. Sie sorge sich, dass ihr Ex Hassattacken ertragen muss: "Es gibt sicherlich noch viele, die ihm private Nachrichten schreiben und ihn bedrohen. Es ist schrecklich, dass dies auch heute noch geschieht. Fremde, die sich für das Leben anderer Menschen interessieren", so Ottomanská. "Hoffentlich wird es gut gehen. Männer sind bei diesem Thema allerdings sehr empfindlich."

"Das Wichtigste ist jetzt, dass er sicher und glücklich ist"

Details vom Coming-out ihr gegenüber wollte Ottomanská nicht nennen, erklärte aber: "Als Jakub es mir erzählte, gab er mir auch große Freiheit. Das Wichtigste ist jetzt, dass er sicher und glücklich ist. Ich bin sicher, er wird sich erleichtert fühlen und nichts wird ihn innerlich zersetzen."

Bei ihrer Trennung vor 15 Monaten hatten Boulevardmedien berichtet, dass Jankto seine Partnerin nicht gut behandelt habe. Nun sagte Ottomanská, dass sie ihrem Ex nichts vorwerfe: "Wir sind Eltern. Wir müssen uns vertragen."

Jankto hatte sich am Montag als erster Spieler der tschechischen Eliteliga als schwul geoutet (queer.de berichtete). Viele europäische Fußballer, Trainer und Vereine haben ihn daraufhin für diesen Schritt gelobt (queer.de berichtete). Zuletzt erklärte etwa Werder Bremens Mittelfeldspieler Jens Stage: "Es ist wichtig für den Fußball, dass wir zeigen, dass es egal ist, wen wir wo und wann lieben. Es ist nur Liebe, und die ist für alle da", so der 26-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde. Jankto sei ein gutes Vorbild für alle, die sich in einer ähnlichen Situation befänden, auch wenn er natürlich wisse, dass dieser Schritt "schwierig sein kann". (cw)

#1 DominikAnonym
  • 15.02.2023, 13:56h
  • Ach, da hängt noch so ein kleiner, nicht ganz so rühmlicher Haken dran... Er habe seine Freundin damals nicht so gut behandelt, heißt es, hat sie aber geschwängert, obwohl er auch da schon um seine wahre sexuelle Identität gewusst haben muss. Meine Intuition, dass mir bei diesem Coming Out dann doch irgendwie die Leichtigkeit fehlte, hat mich also nicht getrügt. Trotzdem wünsche ich allen Beteiligten nur das Beste; wünsche mir allerdings auch mal ein richtig leichtes, fröhliches, selbstbewusstes Sportler-Outing without any clouds in between.
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#2 RemoAnonym
  • 15.02.2023, 15:36h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Schwule Väter sind ja nicht so ungewöhnlich und es muss keinesfalls sein, dass Kinder nur als ein "Alibi" gedacht sind.

    Wer Kinder hat oder haben will, befindet sich nunmal als schwuler Mann in einer gewissen Doppelrolle und wie man damit umgehet, wird erst seit kurzem wirklich aufrichtig in der Öffetnlcihkeit reflektiert.

    Aus dem Outing-Video war ersichtlich, dass Janktos seine Familie wichtig ist und ich finde es super, dass sich die Partnerin eben auch auf eine sehr umsichtige und reife Art zu Wort gemeldet hat.

    Ich finde es vollkommen o.K., wenn uns in Outings von Prominenten Stories aus dem wahren Leben begegnen. Das macht übrigens das Outing auch viel mutiger und reifer!
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#3 NunjaAnonym
  • 15.02.2023, 16:14h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Ich weiß gar nicht, was das für ein merkwürdiger Anspruch ist: ein Outing ist eben so, wie es ist. Es muss nicht leicht oder locker oder fröhlich sein. Das ist eine hoch individuelle Geschichte. Im übrigen häufig auch erst einmal umwölkt. In einer Gesellschaft, in der Homophobie immer noch ein Stück weit normal ist. Ich ziehe den Hut vor ihm, dass er in einem Umfeld, in dem es besonders schwer ist, diesen Schritt trotzdem wagt.
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#4 w34tergdffAnonym
  • 15.02.2023, 16:53h
  • Offenbar hat Janktos sich zunächst selbst verleugnet, ist die Beziehung mit einer Frau eingegangen und hat mit ihr sogar einen Sohn gezeugt, ohne sie darüber in Kenntnis zu setzen, dass er in Wahrheit nicht auf Frauen steht, sondern schwul ist.

    Ich finde das irgendwie traurig und selbstzerstörerisch, wenn sich schwule Fußballprofis so sehr von der Heteronormativität im Profifußball unter Druck gesetzt fühlen, dass sie sich selbst verleugnen, ihre wahre sexuelle Identität verstecken und sich sogar Alibi-Model-Frauen anschaffen, mit denen sie sogar so weit gehen Kinder zu zeugen, nur wegen der Angst für schwul gehalten werden zu können, obwohl sie tatsächlich ja auch schwul sind.

    Die schwulen Profifußballer überhöhen ihre Ängste vor einem Coming Out und unterschätzen den befreienden Effekt auf ihr Leben, wenn sie ihre sexuelle Identität nicht länger verstecken. Die Gesellschaft ist schon viel weiter als die schwulen Fußballprofis denken.

    Man kann nur hoffen, dass schwule Fußballprofis begreifen, dass es nicht gut für sie und ihre Psyche ist, wenn sie ein derartiges Doppelleben führen. Man kann nur hoffen, dass sie ihr Doppelleben aufgeben und zukünftig auch der ein oder andere Spielermann bei großen Fußballspielen mit den Spielerfrauen auf der Tribüne steht.
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#5 RemoAnonym
  • 15.02.2023, 17:15h
  • Antwort auf #4 von w34tergdff
  • Ich finde es nicht gut, aufgrund von recht dürren Pressemitteilungen viele Behauptungen aufzustellen, als wäre man dabei gewesen. Es gibt durchaus auch viele Schwule, die sehr gute Freundschaften zu Frauen haben und dann auf die Idee kommen, eben zu Heiraten, evtl., um eben auch Kinder zu haben. Manchmal ist das innere Coming Out schon vor der Hochzeit, manchmal aber auch erst danach, wenn dann doch etwas fehlt. Das wissen wir hier alles nicht!

    Ich bin mir nicht sicher, ob sich schwule Spieler, die sich früh ihrer Orientierung voll bewusst sind, überhaupt eine große Karriere anstreben - in dem Wissen, sich vielleicht noch lange verstecken zu müssen, weil der Fußball eben noch nicht sehr weit ist. Vermutlich rutschen viele so rein und merken erst später, dass sie sich in eine Sackgasse manövriert haben.

    Aber auch das ist reine Spekulation.
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#6 DominikAnonym
  • 15.02.2023, 19:01h
  • Antwort auf #2 von Remo
  • Ja, das ist auch sehr super von seiner Freundin, dass sie so viel Verständnis zeigt, usw. Ihr Leben ist allerdings durch die verheimlichte Homosexualität ihres Partners und des Vaters ihres Kindes auch gehörig durcheinander geraten und hat sie womöglich ungewollt zur alleinerziehenden Mutter gemacht. Wenn sie weitaus weniger Verständnis gezeigt hätte, wäre das sicher auch nicht zu beanstanden gewesen. Als Fußball-Millionär ist er wenigstens in der Lage, seinen Unterhaltsverpflichtungen anstandslos nachzukommen. Es gibt aber auch andere Fälle, wo sich der Mann (und Vater) dann aus dem Staub gemacht hat: "Sorry, ich bin schwul, lebe jetzt mein eigenes Leben, Adieu!"

    Wir befinden uns aber im Jahr 2023. Niemand im westlichen Europa braucht heute wirklich noch eine heterosexuelle Scheinwelt aufbauen. Von mir aus verschweige deine Homosexualität, aber zieh nicht noch andere mit hinein. Diese Verantwortung kann man heutzutage schon noch von jungen Männern verlangen, finde ich. Das hat auch nichts mit Moralapostel, o.ä. zu tun, sondern ein Hineinziehen des anderen (nämlich von Frau und Kind) in das eigene Problem ist es letztendlich immer. Weder die Frau noch das Kind werden darum gebeten, müssen aber die Konsequenzen stets mittragen. Das sollte man als heimlich homosexueller Mann - und ja, Märchenstunde adé, mit Anfang 20 weiß man das eben - bitteschön im Hinterkopf haben, bevor man ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer Frau hat, nur weil Letztgenanntes den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht. Wir sind nicht mehr im 20. Jahrhundert, sondern in 2023, und was nicht nötig ist, das sollte man auch nicht tun.
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#7 OhaohaAnonym
  • 15.02.2023, 20:08h
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Zum Glück ist völlig unmaßgeblich, was du verlangst oder nicht und jeder kann im rechtlich zulässigem Rahmen selbst entscheiden, was richtig oder falsch für den eigenen Lebensweg ist. Und zum Glück entscheidest auch du nicht, wann man sich seiner Sexualität endgültig sicher ist.

    Und doch, du spielst dich, wiederholt, zum Moralapostel auf.
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#8 Livio2023Anonym
  • 15.02.2023, 21:25h
  • Auch ich bin schwuler Vater eines inzwischen jungen Mannes, auf den ich sehr stolz bin. Ich habe mich recht früh scheiden lassen und bereue nichts. Es ist schöner, im Alter ein Kind zu haben, mit dem man sich toll versteht. Viele Gays, die ich kenne, fühlen sich im Alter recht einsam wenn sie im Herbst ihres Lebens angekommen sind. Ein Haustier kann keinen Menschen ersetzen. Ich kenne auch Homosexuelle, die Kinder durch Leihmütter im Ausland austragen ließen, weil sie nicht alleine bleiben wollten.
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#9 NatollAnonym
  • 15.02.2023, 21:41h
  • Da outet sich ein Fußballprofi aus einem Land, das nicht gerade liberal ist, outet sich und hier sucht man das Haar in der Suppe! Dieser Typ hat sich mehr getraut als Hitzelsberger und Co! Es ist nicht die Aufgabe von irgendjemand hier zu kritisieren, warum er sich so spät geoutet hat, warum er zuvor Beziehungen und Kinder mit Frauen hatte und was es für Gründe gab, sich jetzt zu outen!

    Das Problem dieser Community ist diese Ambivalenz zwischen dem Einfordern einer liberalen Grundhaltung für sich selbst und den Moralvorstellungen die man anderen Menschen gegenüber formuliert!
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#10 Vater2Anonym

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