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"Ich bin sehr stolz"

Janktos Ex-Partnerin unterstützt sein Coming-out

Model Markéta Ottomanská, die mit Fußballer Jakub Jankto einen gemeinsamen Sohn hat, ist stolz auf ihren offen schwulen Ex.


Markéta Ottomanská und Jakub Jankto mit ihrem gemeinsamen Sohn (Bild: Instagram / ottomanskam)
  • 15. Februar 2023, 12:02h 21 2 Min.

"Ich bin sehr stolz, dass er die Kraft aufbringen konnte, an die Öffentlichkeit zu gehen." So reagierte Markéta Ottomanská, die bis November 2021 mit Fußballprofi Jakub Jankto liiert gewesen war, im Online-Magazin "Idnes" auf das Coming-out des 27-Jährigen von Sparta Prag.

Das Model hat mit Jankto einen dreijährigen Sohn, den sie auch oft in ihren Profilen auf sozialen Medien zeigt. Sie sorge sich, dass ihr Ex Hassattacken ertragen muss: "Es gibt sicherlich noch viele, die ihm private Nachrichten schreiben und ihn bedrohen. Es ist schrecklich, dass dies auch heute noch geschieht. Fremde, die sich für das Leben anderer Menschen interessieren", so Ottomanská. "Hoffentlich wird es gut gehen. Männer sind bei diesem Thema allerdings sehr empfindlich."

"Das Wichtigste ist jetzt, dass er sicher und glücklich ist"

Details vom Coming-out ihr gegenüber wollte Ottomanská nicht nennen, erklärte aber: "Als Jakub es mir erzählte, gab er mir auch große Freiheit. Das Wichtigste ist jetzt, dass er sicher und glücklich ist. Ich bin sicher, er wird sich erleichtert fühlen und nichts wird ihn innerlich zersetzen."

Bei ihrer Trennung vor 15 Monaten hatten Boulevardmedien berichtet, dass Jankto seine Partnerin nicht gut behandelt habe. Nun sagte Ottomanská, dass sie ihrem Ex nichts vorwerfe: "Wir sind Eltern. Wir müssen uns vertragen."

Jankto hatte sich am Montag als erster Spieler der tschechischen Eliteliga als schwul geoutet (queer.de berichtete). Viele europäische Fußballer, Trainer und Vereine haben ihn daraufhin für diesen Schritt gelobt (queer.de berichtete). Zuletzt erklärte etwa Werder Bremens Mittelfeldspieler Jens Stage: "Es ist wichtig für den Fußball, dass wir zeigen, dass es egal ist, wen wir wo und wann lieben. Es ist nur Liebe, und die ist für alle da", so der 26-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde. Jankto sei ein gutes Vorbild für alle, die sich in einer ähnlichen Situation befänden, auch wenn er natürlich wisse, dass dieser Schritt "schwierig sein kann". (cw)

-w-

#1 DominikAnonym
  • 15.02.2023, 13:56h
  • Ach, da hängt noch so ein kleiner, nicht ganz so rühmlicher Haken dran... Er habe seine Freundin damals nicht so gut behandelt, heißt es, hat sie aber geschwängert, obwohl er auch da schon um seine wahre sexuelle Identität gewusst haben muss. Meine Intuition, dass mir bei diesem Coming Out dann doch irgendwie die Leichtigkeit fehlte, hat mich also nicht getrügt. Trotzdem wünsche ich allen Beteiligten nur das Beste; wünsche mir allerdings auch mal ein richtig leichtes, fröhliches, selbstbewusstes Sportler-Outing without any clouds in between.
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#2 RemoAnonym
  • 15.02.2023, 15:36h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Schwule Väter sind ja nicht so ungewöhnlich und es muss keinesfalls sein, dass Kinder nur als ein "Alibi" gedacht sind.

    Wer Kinder hat oder haben will, befindet sich nunmal als schwuler Mann in einer gewissen Doppelrolle und wie man damit umgehet, wird erst seit kurzem wirklich aufrichtig in der Öffetnlcihkeit reflektiert.

    Aus dem Outing-Video war ersichtlich, dass Janktos seine Familie wichtig ist und ich finde es super, dass sich die Partnerin eben auch auf eine sehr umsichtige und reife Art zu Wort gemeldet hat.

    Ich finde es vollkommen o.K., wenn uns in Outings von Prominenten Stories aus dem wahren Leben begegnen. Das macht übrigens das Outing auch viel mutiger und reifer!
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#3 NunjaAnonym
  • 15.02.2023, 16:14h
  • Antwort auf #1 von Dominik
  • Ich weiß gar nicht, was das für ein merkwürdiger Anspruch ist: ein Outing ist eben so, wie es ist. Es muss nicht leicht oder locker oder fröhlich sein. Das ist eine hoch individuelle Geschichte. Im übrigen häufig auch erst einmal umwölkt. In einer Gesellschaft, in der Homophobie immer noch ein Stück weit normal ist. Ich ziehe den Hut vor ihm, dass er in einem Umfeld, in dem es besonders schwer ist, diesen Schritt trotzdem wagt.
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