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  • 16. März 2006 19 1 Min.

Prag (queer.de) - Das tschechische Abgeordnetenhaus hat das Veto von Präsident Vaclav Klaus gegen die Einführung der Homo-Ehe überstimmt. 101 der 177 anwesenden Abgeordneten stimmten für das Gesetz. Damit hat Premierminister Jiri Paroubek genau die nötige Zahl der Stimmen erreicht, da die absolute Mehrheit aller 200 Abgeordneten nötig war, um das Veto außer Kraft zu setzen. Vor allem Paroubeks Sozialdemokraten, die Kommunisten und die rechtsliberale Freiheitsunion befürworteten die Eingetragenen Partnerschaften, während die christdemokratische Volkspartei und die konservative Demokratische Bürgerpartei die Homo-Ehe erneut ablehnten. Das Gesetz erlaubt gleichgeschlechtlichen Paaren, ihre Partnerschaft eintragen zu lassen. Sie sind damit heterosexuellen Paaren praktisch gleichgestellt, obwohl das Wort "Ehe" offiziell für diese Verbindung nicht verwendet wird. Nur das Adoptionsrecht erhalten Homo-Paare nicht. Premierminister Paroubek nannte das Veto von Präsident Klaus eines der "größten Fehler seiner Präsidentschaft". Klaus dagegen bezeichnete die Homo-Ehe als einen "tragischen Irrtum", da sie die traditionellen Institutionen der Gesellschaft zerschlage. Das Gesetz war im Dezember vom Abgeordnetenhaus verabschiedet worden, im Januar stimmte auch der Senat zu. Letzten Monat legte Klaus dann auf einer extra anberaumten Pressekonferenz sein Veto ein. (dk)

-w-

#1 madridEUAnonym
  • 16.03.2006, 14:58h
  • Belehrung für viele von uns, die durchweg alle ehemaligen Ostblockländer und deren Bevölkerungen für rückständig gehalten haben. Trost für unsere schwulen Tschechen: In Spanien ist Kindsadoption im Zuge der Gleichstellung erlaubt, es werden aber sowohl für Heteros als auch für Homosexuelle endlose Wartezeiten für die zu wenigen Waisen im eigenen Lande angesetzt, so dass die meisten ohnehin die Lust am Adoptieren verlieren. Es sei denn, sie nähmen strapaziöse und kostspielige Adoptionsreisen in Drittweltländer in Kauf.
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#2 gruene bundestagAnonym
#3 PeterAnonym
  • 16.03.2006, 16:26h
  • Endlich mal ein ermutigendes Signal aus Osteuropa. Besonders wenn man bedenkt, wie rückständig das Nachbarland Polen im Bezug auf LGBT ist.
    Nachdem ich letzte Woche gegen Kaczynski vor den Humboldt-Uni demonstriert habe, freut mich dieses SIgnal ganz besonders.
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