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Jesse McCartney, Superstars und Carla Vallet: Drei neue Scheiben von Newcomern, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen.

Von Jan Gebauer

Jesse McCartney – "Beautiful Soul"

Da hatte queer.de den richtigen Riecher. Als wir Jesse McCartney Anfang Februar mit seiner Debüt-Single "Beautiful Soul" vorstellten, kannte den smarten Jungen hierzulande kaum einer. Mittlerweile hat es die Single in Deutschland bis auf Platz 25 geschafft und das Teil läuft im Radio rauf und runter. Nun liegt auch das Album "Beautiful Soul" vor, das ebenfalls den Sprung in die Charts schaffte (Platz 16). Darauf präsentiert der 18-jährige, süße Sunnyboy eine lockere Mischung aus Pop und Hitparaden-R&B. Mal zwitschert er in Michael-Jackson-Manier davon, dass man sein inneres Licht anschalten soll ("Get Your Shine On"), dann wieder von den ersten "ernsten" Gefühlen zu seiner besten Freundin ("Why Don’t You Kiss Her?"), bevor er zugibt, dass er ohne sein "Baby" nicht sein kann ("Without U"). Irgendwie erinnert das alles stark an Justin Timberlake: Blonder Junge kokettiert mit Michael Jackson, knödelt mit seinem Stimmchen herum und singt zum gefälligen Sound-Hintergrund Songs, die wohl hauptsächlich Teenager um ihren bitternötigen Schlaf bringen. Mit Soul hat das insgesamt recht wenig zu tun, dafür liest sich die Produzenten-Riege beeindruckend: Matthew Gerrad (Hilary Duff, Kelly Clarkson), Robbie Nevil (Babyface, Destiny’s Child), Andreas Carlson (Britney Spears, Lindsay Lohan) und Desmond Child (Bon Jovi, Aerosmith). Und wenn man geduldig bis Song elf durchhält, kommt dann doch noch ein schönes, entspanntes Lied zum Vorschein, dass sicher vielen Schwulen aus dem Herzen sprechen dürfte: "Why Is Love So Hard To Find?"

Offizielle Jesse-McCartney-Homepage

Carla Vallet – "Journey"

Mal funky, mal poppig, mal rockig: So präsentiert sich Newcomerin Carla Vallet auf ihrem Debüt-Album "Journey". Eine musikalische Reise soll es sein – produziert von Leslie Mandoki, der einst als Sänger von Dschinghis Khan groß raus kam und später mit allen möglichen Stars der internationalen Musik-Szene zusammenarbeitete: Eric Burdon, Jon Lord, Ian Anderson, Steve Lukather, Gary Brooker, Peter Frampton oder Jack Bruce von Cream. Große Namen, die im krassen Gegensatz zu den doch recht mageren Verkaufszahlen Mandokis stehen, denn zwischen den Westernhagens, Grönemeyers und Naidoos dieser Welt taucht sein Name trotz der tatkräftigen Unterstützung kaum auf. Sei es drum, nun ist ja Frau Vallet an der Reihe. Deren bisher größter Verdienst war es, die neue Audi-Q7-Kampagne mit dem Song "Streets of Tomorrow" verziert zu haben. "Ich hörte Carla und wusste, die ist es", erklärt Mandoki enthusiastisch. Gemeinsam mit 27 internationalen Komponisten, Sound-Designern und Toningenieuren wurde schließlich das Album "Journey entwickelt. Gut singen kann die Lady, auch die Studio-Arbeit klingt makellos. Leider geht das manchmal auch auf Kosten der Gefühle: Das fällt besonders bei dem beliebigen Remake von "Your’e The Voice" (Original von John Farnham) auf. Irgendwie klingt "Journey" halt wie eine typische Studioproduktion: Viel Profi-Handwerk, wenig Inspiration.

Offizielle Carla-Vallet-Homepage

Deutschland sucht den Superstar – "Love Songs"

Das ist doch mal eine schöne Compilation, auf der man den ganzen Verlauf einer Casting-Show noch mal in mehr oder weniger gelungenen Häppchen serviert bekommt. Großartiges ist nicht drauf, dafür Solides und Gutes, bis hin absoluten Entgleisungen und Geschmacklosigkeiten. Da aber die Feedback-Regeln besagen, man soll erst mit den positiven Dingen anfangen, geschieht das auch an dieser Stelle. Man merkt recht schnell bei "DSDS" wer singen kann und wer nicht: Mike Leon Grosch, Nevio Passaro, Vanessa Jean Dedmon und Tobias Regner erfüllen ihre Aufgaben gut und wenn es im Studio gewackelt hat, wurde eben mit der nötigen Technik nachgeholfen. Das hat wohl auch bei Carolina Escolano gut geklappt, denn ihr "The First Cut Is The Deepest" ist überraschend (naiv-)sympathisch. Aller Technikaufwand konnte aber nicht Stefan Darnstaedt zu einer Leistung verhelfen, die auch nur im Entferntesten mit Gesang zu tun hat. Wer auf die Idee gekommen ist, ihn R. Kellys "I Believe I Can Fly" singen zu lassen, gehört sofort in Quarantäne. Daniel Muñoz klingt immerhin genauso müde und transusig wie das Original von "Now and Forever" (von Richard Marx). Zum Glück fallen beide bei den Gruppensongs weniger auf. Warum man allerdings "Back For Good" und "2 Become 1" noch mal lieblos aneinander geklatscht als "Performance Medley" zum Bonus-Track erkor, wird ebenfalls ein Rätsel bleiben. Für Fans der Show ist die CD sicher ein absolutes Muss, alle anderen schalten ohnehin den Fernseher ab, sobald Dieter Bohlen und seine Schützlinge auftauchen.

"Deutschland sucht den Superstar"

16. März 2006



#1 MarkAnonym
  • 19.03.2006, 08:09h
  • Stefan Darnstädt kann zwar nicht sonderlich gut singen, aber wer die Folgen gesehen, weiß was er alles durchgemacht hat und mir hat es gefallen, dass er nach jedem Rückschlag wieder aufgestanden ist und weiter gemacht hat. Außerdem ist er erheblich süßer als all die anderen Jungs von DSDS :-)

    Mark
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