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Warnung
Cyndi Lauper über antiqueere Gesetze in den USA: "So hat Hitler auch angefangen"
Die Queer-Ikone warnt davor, dass LGBTI-feindliche Initiativen in ihrem Heimatland nur der Anfang sein könnten.

Cyndi Lauper bei einem Konzert in Washington, D.C. am 1. März (Bild: Library of Congress Life / flickr)
- 9. März 2023, 09:27h 2 Min.
Die amerikanische Sängerin Cyndi Lauper hat queerfeindliche Gesetzesinitiativen in vielen US-Bundesstaaten mit der Endzeit der Weimarer Republik verglichen. "So hat Hitler auch angefangen", sagte die 69-Jährige gegenüber "The Hill". Der nationalsozialistische Diktator habe ebenfalls versucht, "alle einfach auszumerzen".
"Gleichbehandlung muss für alle gelten, ansonsten ist niemand wirklich gleich", sagte Lauper weiter. Sie rief die Öffentlichkeit dazu auf, sich gegen queerfeindliche Gesetze zu wehren. "Man muss einfach weiter für Bürgerrechte kämpfen", erklärte Lauper.
Anlass ihre Äußerungen sind vermehrte queerfeindlichere Töne innerhalb der Republikanischen Partei und in konservativen Bundesstaaten. So spekulierte der texanische Generalstaatsanwalt letztes Jahr etwa über die Rekriminalisierung von Homosexualität (queer.de berichtete). Die meisten Vorhaben richten sich dabei gegen trans Menschen. South Dakota hat zum Beispiel erst letzten Monat die Behandlung von trans Jugendlichen verboten (queer.de berichtete). Vor wenigen Tagen forderte ein Redner auf der republikanischen CPAC-Konferenz in Washington, sogenannten Transgenderismus "auszurotten" (queer.de berichtete).
Lauper engagiert sich seit Jahren für queere Rechte
Cyndi Lauper setzt sich bereits seit Jahrzehnten für LGBTI-Rechte ein. Mit ihren Tourneen unterstützte die "Girls Just Wanna Have Fun"-Sängerin Organisationen wie die "Matthew Shepard Foundation", die an den 1998 ermordeten schwulen Studenten erinnert. Ihr Song "Above the Clouds" ist eine Hommage an Shepard.
Zudem gründete Lauper die Stiftung "True Colors United", die obdachlose queere Menschen unterstützt. Die Organisation ist nach ihrer Nummer-eins-Single "True Colors" aus dem Jahr 1986 benannt.
Erst im Dezember wohnte sie auch der feierlichen Unterzeichnung des "Respect for Marriage Act" durch Präsident Joe Biden bei. Das Gesetz soll angesichts eines queerfeindlichen Supreme Court sicherstellen, dass Schwule und Lesben weiterhin ein Recht auf Eheschließung haben (queer.de berichtete). Zuletzt gründete Lauper auch den "Girls Just Want To Have Fundamental Rights Fund", der für die Wiedereinführung des Rechts auf Abtreibung in den USA kämpft. (dk)
/ TheB52s | Auch andere amerikanische Musikstars, etwa die Rockband The B-52s, zeigen sich über queerfeindliche Initiativen entsetztDear fellow citizens,
The B-52s (@TheB52s) March 8, 2023
We, The B-52s, are deeply concerned about the numerous new bills that promote transphobia and discrimination against transgender individuals and drag artists, which have been introduced in the United States. We strongly denounce these bills and stand in pic.twitter.com/mzMROe4pxE














Und wie in Deutschland vor 1930 haben viele Menschen eine Filterbrille auf, stimmen den Thesen der Republikaner insgeheim zu, was sie sehen wollen, klingt vernünftig und sehen gleichzeitig weg - sie sind nicht betroffen oder wollen die Gefahr nicht wahrnehmen.
In den Wirren der Weimarer Republik ab 1930, war es schwierig den Überblick zu behalten und nach dem Reichstagsbrand, zu Allem zu spät.
Hinterher war das Erwachen fürchterlich.
Aufgrund meiner Familiengeschichte habe ich ein wenig Einblick in den Prozess vor 1930. Einschließlich später erfolgter Aufarbeitung.