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"Ich wusste, dass es hart wird"

Martina Navratilova hat den Krebs besiegt

Im Januar hat Martina Navratilova öffentlich gemacht, dass sie an Kehlkopf- und Brustkrebs erkrankt ist. Die vergangenen Monate waren schwierig, doch nun ist die lesbische Tennislegende offenbar wieder krebsfrei.


"Soweit sie wissen, bin ich krebsfrei", erzählt Martina Navratilova in einem neuen Interview (Bild: IMAGO / MediaPunch)

Die Tennislegende Martina Navratilova (66) hat offenbar den Krebs besiegt. Das erzählt die ehemalige Sportlerin am 21. März im TV, wie britische Medien, darunter die "Times", übereinstimmend berichten. "Soweit sie wissen, bin ich krebsfrei", erklärt Navratilova laut der "Sun" im Gespräch mit Piers Morgan (57) demnach in einer Sendung, die am Dienstag gezeigt werden soll. Sie müsse aber noch zwei Wochen lang eine präventive Strahlenbehandlung über sich ergehen lassen.

"Dieser Doppelschlag ist ernst, aber noch reparabel. Ich hoffe auf einen positiven Ausgang. Es wird eine Weile schwer, aber ich werde mit allem kämpfen, was ich habe", hatte Navratilova im Januar erklärt und öffentlich gemacht, dass sie an Kehlkopf- und Brustkrebs erkrankt war (queer.de berichtete).

"Ich werde dieses Weihnachten erleben, aber vielleicht nicht das nächste"

Erstmals habe sie demnach im Dezember die Diagnose erhalten. An einem Freitagnachmittag habe ein Arzt ihr gesagt, dass sie erkrankt sei, aber man habe erst noch herausfinden müssen, um welchen Krebs es sich handelte. Erst am folgenden Montag habe sie erfahren, dass es Kehlkopfkrebs war. "Ich werde dieses Weihnachten erleben, aber vielleicht nicht das nächste", habe Navratilova sich damals gedacht.

Glücklicherweise habe sie jedoch von den Ärzt*innen gesagt bekommen, dass es sich um eine gut behandelbare Form handle und sie eine "95-prozentige Chance" auf eine volle Genesung habe. Bei einer Positronen-Emissions-Tomographie sei dann auch Brustkrebs diagnostiziert worden. Schon 2010 war bei ihr Bruskrebs festgestellt worden und sie galt nach der anschließenden Behandlung als krebsfrei.

Die doppelte Diagnose sei für Navratilova ein "Auf und Ab" gewesen. Erst habe sie gedacht, dass sie wegen des Kehlkopfkrebses sterben könnte, fand dann aber heraus, dass dieser gut behandelbar war. "Das sieht nicht gut aus", habe ihre Ärztin dann aber bei einer Biopsie ihrer Brust gesagt.

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"Ich habe nicht realisiert, dass es so hart werden würde"

"Ich wusste, dass es hart wird, aber ich habe nicht realisiert, dass es so hart werden würde, wie es wirklich war", erkläre Navratilova in dem Interview weiter. Insbesondere die Nahrungsaufnahme sei schwierig gewesen. Sie habe 15 Pfund verloren – nicht weil sie dies wollte, sondern weil sie nicht genügend essen konnte. Aufgrund der Behandlung habe sie nicht einmal richtig gähnen oder niesen können.

Ihre Ehefrau Julia Lemigova (50) erklärte kürzlich, dass das Paar Adoptionspläne zunächst aufgeschoben habe. Lemigova, mit der sie seit 2014 verheiratet ist, hatte in einer Reunion-Show des Reality-Formats "The Real Housewives of Miami" erzählt, dass das Paar seine Adoptionspläne "auf Eis gelegt" habe (queer.de berichtete). Das bestätige nun auch Navratilova, die nicht denke, dass es doch noch klappen könnte: "Ich denke, es ist einfach zu kompliziert, und ich habe gerade auch nur begrenzte Energie."

Coming-out Anfang der 1980er Jahre

Die 66-Jährige mit tschechischer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft zählt zu den erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Sie gewann insgesamt 59 Grand-Slam-Titel – im Einzel, Doppel und gemischten Doppel.

Navratilova hatte durch ihr Coming-out als Lesbe Anfang der 1980er Jahre Geschichte geschrieben und musste selbst homofeindliche Diskriminierung erfahren (queer.de berichtete). Ende 2014 heiratete sie ihre langjährige Lebensgefährtin Julia Lemigova, die zwei Töchter mit in die Ehe brachte. (cw/spot)

-w-

#1 StaffelbergblickAnonym
  • 21.03.2023, 12:10h
  • Was soll diese Überschrift "Martina Navratilova hat den Krebs besiegt" signalisieren?
    Im Bericht wird klar beschrieben, dass ihre Brustkrebsdiagnose mit anschließender primärer Therapie zwar gut verlaufen war ... und nun erneut ausbrach. Aus diesem Grund war sie bis jetzt in Therapie. Der Kehlkopfkrebs scheint wohl gegenwärtig in einem Stillstandsstadium zu sein. Die Frage, inwieweit diese Krebsformen "besiegt" sind, sind selbst im Text nicht zu finden. Es finden sich dort die üblichen Hinweise, wonach gegenwärtig ein Krebswachstum nicht vorhanden ist. Eine Krebskrankheit als "besiegt" zu beurteilen, ist nur bei wenigen Krebsformen bekannt, wozu z.b. der Hodenkrebs gehört. Gerade bei Brustkrebs kann es auch in späteren Jahren zu einer neuen Episode kommen.
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#2 Julian SAnonym
  • 21.03.2023, 20:56h
  • Das freut mich sehr für sie und ich wünsche ihr, dass sie krebsfrei bleibt und noch viele tolle Jahre hat.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass man mit 66 keinen Säugling mehr adoptieren sollte. Aber es gibt genug ältere oder kranke Kinder, die auch sehnsüchtig auf eine Familie warten. Wenn es ihr wirklich darum geht, eine Familie zu haben und einem Kind zu helfen, kann man auch ein älteres Kind nehmen.

    Der schwule Bruder meiner Tante hat schon mehrere Jugendliche adoptiert. Das waren immer aggressive Kinder, die ohne ihn vielleicht auf die schiefe Bahn gekommen wären und die er im besten Wortsinn gerettet hat. Er wollte stets Kindern helfen und da war dann das Alter egal.
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