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GLAAD Media Awards

Christina Aguilera lernte und lehrte in LGBTI-Community, "wie man einen guten Blowjob gibt"

Die "Beautiful"-Sängerin erhält einen queeren Preis – und bedankt sich auf ihre ganz eigene Art und Weise.


Christina Aguilera hat in der queeren Community denselben Göttinnen-Status wie Madonna oder Cher (Bild: Cosmopolitan UK / wikipedia)

  • 31. März 2023, 15:40h 1 2 Min.

Superstar Christina Aguilera hat am Donnerstagabend bei einer Galaveranstaltung der LGBTI-Organisation GLAAD in Los Angeles den "Advocate for Change Award" entgegengenommen. Der Preis zeichnet seit 2013 Prominente aus, die sich auf besondere Art und Weise für die Gleichbehandlung queerer Menschen eingesetzt haben – erster Preisträger war Bill Clinton.

Die 42-jährige Sängerin dankte der queeren Community auf ihre ganz eigene Art. In ihrer Dankesrede sagte sie:

Ich bin in dieser Community aufgewachsen. Die meisten meiner besten Freunde identifizieren sich als LGBTQ. So viel von dem, was ich tue und was ich bin, ist auf euch zurückzuführen und die gemeinsame Erfahrung im Kampf für Gleichbehandlung und Freiheit. Seite an Seite haben wir einander alles über das Leben gelehrt und voneinander gelernt. Von Geschäft über Beziehungen zu Musik, Familie und das Partymachen – ich weiß nicht, wer das besser kann. Und natürlich: Wie man einen guten Blowjob gibt.

Das Publikum jubelte nach dieser Aussage. Später erklärte Aguilera in ernsterem Ton, warum ihr das Engagement für queere Rechte wichtig ist: "Ich bin in einer Familie mit häuslicher Gewalt aufgewachsen. Ich habe gesehen, wie machtlos meine Mutter war. Das hat in mir ein Feuer entfacht, dass ich mich für alle Menschen einsetzen wollte, deren Stimmen nicht gehört wurden."

GLAAD ehrte Aguilera dafür, dass sie sich seit Beginn ihrer Karriere vor über 20 Jahren für Gleichbehandlung eingesetzt und mit ihrer Kunst vielen queeren Menschen Hoffnung gegeben habe. "2002 hat Aguilera ihre Single 'Beautiful' der LGBTQ-Community gewidmet. Die Zeile 'words can't bring us down' (Worte können uns nicht fertig machen) wurden zu einem persönlichen Mantra für viele queere Menschen."

Direktlink | Die 2022er Version von "Beautiful"
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Bei der Gala wurden auch Rapper Bad Bunny und Schauspieler Jeremy Pope ausgezeichnet. Bunny erhielt den "Vanguard Award", der Menschen in der Unterhaltungsindustrie ehrt, die sich für LGBTI-Rechte engagieren. Der Puertoricaner hatte 2020 seine sexuelle Orientierung als "fließend" bezeichnet – er sagte damals: "Ich weiß nicht, ob ich in 20 Jahren einen Mann mögen werde. Keiner weiß das. Im Moment bin ich heterosexuell und mag Frauen." Wiederholt kritisierte er Homophobie in der Rapper-Szene.

Pope, der Hauptrollen in den queeren Serien "Hollywood" und "Pose" hatte, durfte sich über den "Stephen F. Kolzak Award" freuen. Dieser Preis geht an ein Mitglied der LGBTI-Community aus der Entertainment-Industrie, der sich dem Kampf gegen Homophobie verschrieben hat. (cw)