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"Opa" Kid Rock ist sauer
Wegen trans Influencerin: Hassattacken gegen Budweiser
Der Hass auf Sichtbarkeit von trans Menschen zeigt sich in einer Attacke gegen Amerikas beliebteste Biermarke: Diese hatte tatsächlich gewagt, eine trans Frau als Werbefigur zu engagieren.

Kid Rocks Reaktion darauf, dass eine trans Frau Bud-Bier trinkt (Bild: Twitter)
- 5. April 2023, 11:58h 2 Min.
Konservative in den USA haben einen Shitstorm gegen die Biermarke "Bud Light" gestartet, weil das belgische Mutterunternehmen Anheuser-Busch InBev mit der 26-jährigen trans Influencerin Dylan Mulvaney geworben hatte. Mulvaney hat rund zwei Millionen Instagram- und rund elf Millionen TikTok-Follower*innen.
Mulvaney hatte ihr einjähriges Jubiläum nach ihrer Transition in sozialen Medien mit einer Dose des kalorienreduzierten Lagerbiers gefeiert hatte. Daraufhin veröffentlichte sie am Wochenende ein ironisches Video, in dem sie erklärt, dass die Firma ihr mehrere Dosen mit ihrem Gesicht als Bild geschickt habe.
Das brachte die transphobe Öffentlichkeit in Rage – viele sprachen dabei Mulvaney in sozialen Medien das Frausein ab. Die konservative Podcasterin Liz Wheeler twitterte etwa entrüstet an Budweiser: "Warum sendet ihr nicht einer Frau Bier, die fünf Kinder zur Welt gebracht hat, diese zu Hause unterrichtet, ein Geschäft führt, nicht viel schläft und nicht viel Zeit hat, Schminke und Stöckelschuhe zu tragen? Das ist eine ECHTE Frau. Nicht der Mann mit Lidschatten und Schönheits-OPs, der nur vorgibt, eine Frau zu sein." Der republikanische Kongress-Kandidat Robby Starbuck beklagte zudem die "Auslöschung von Männern und Frauen" und erklärte: "Alle sind jetzt total woke."

(Bild: Twitter)
Am radikalsten zeigte sich der 52-jährige Musiker Kid Rock: "Opa ist heute etwas verspielt", erklärt er lachend in einem Twitter-Video. Dann nimmt er ein Maschinengewehr und schießt auf drei Packungen "Bud Light"-Dosenbier. Das bizarre Video endet damit, dass Kid Rock den Mittelfinger in die Kamera hebt und erklärt: "Fuck Bud Light. Fuck Anheusser-Busch. Haben Sie einen schönen Tag."
KidRock (@KidRock) April 4, 2023/ KidRock
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Kid Rock ("All Summer Long", "Born Free") hatte sich bereits zuvor mehrfach queerfeindlich geäußert. 2021 beschimpfte er etwa Fans als "verdammte Schwuchteln" (queer.de berichtete).
Die Geschichte über die Bud-Werbung schaffte es in praktisch alle rechten US-Medien, etwa das Magazin "Breitbart". Auch in Deutschland wird darüber berichtet, darunter in der rechtsextremen Zeitung "Junge Freiheit" ("Kid Rock nimmt Bud Light für Wokeness auseinander") oder auf der Beatrix-von-Storch-Werbeplattform "Freie Welt". Dort heißt es abweisend: "Mulvaney ist in den Vereinigten Staaten zu einem führenden Gesicht des Transgenderismus geworden, nachdem seine Behauptung, eine Frau zu sein, von Präsident Joe Biden und Vizepräsident Harris unterstützt wurde." Hintergrund ist, dass Biden letztes Jahr bei einem Forum auch mit Mulvaney gesprochen hatte. (dk)















Da sieht man mal wieder, wohin Verlogenheit, Rechtsreligion und Arroganz führt.