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Aktionsplan

Hamburg: 150 Maßnahmen für mehr LGBTI-Akzeptanz

Unter dem neuen Namen "Hamburg l(i)ebt vielfältig" hat der rot-grüne Senat den 2017 gestarteten "Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" weiterentwickelt.


Peggy Parnass (im Rollstuhl), Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang, Gleichstellungsenatorin Katharina Fegebank, Hamburg-Pride-Vorsitzende Nicole Schaening und der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher im vergangenen Jahr bei der Eröffnung der Hamburger CSD-Demo (Bild: IMAGO / Andre Lenthe)
  • 7. April 2023, 07:43h 2 2 Min.

Der Hamburger Senat hat den "Aktionsplan für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" mit dem neuen Namen "Hamburg l(i)ebt vielfältig" fortgeschrieben. Zusammen mit der Zivilgesellschaft, den Bezirken, Fachbehörden und Senatsämtern wurden Vorhaben entwickelt, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Insgesamt enthält die am Donnerstag veröffentlichte Fortschreibung (PDF) sieben übergeordnete Ziele mit 150 Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit, Empowerment, rechtliche Gleichstellung, Qualifizierung und Teilhabe.

Den ersten Aktionsplan hatte der Hamburger Senat 2017 auf den Weg gebracht (queer.de berichtete). "Viele der vereinbarten Maßnahmen wurden seitdem umgesetzt und Bewährtes weiter ausgebaut", erklärte die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke zur Vorstellung von "Hamburg l(i)ebt vielfältig". Nun werde der "erfolgreiche Weg" fortgeführt. Der neue Aktionsplan trage "wesentlich dazu bei, Rahmenbedingungen zu verbessern und neue wirkungsvolle Instrumente in Hamburg zu verankern", sagte Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Denkmal für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt geplant


Den Aktionsplan gibt es als PDF zum Download

Zu den neuen Vorhaben des rot-grünen Senats gehören u.a. ein Projekt für eine queersensible Senior*­innenarbeit, die Errichtung eines Denkmals für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Hamburger Binnenalster oder das Aufstellen weiterer "Vielfaltsbänke". Darüber hinaus soll das Thema LGBTI im Sport, insbesondere im Fußball, "im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie" der Fußballeuropameisterschaft EURO 2024 berücksichtigt werden. Die diskriminierungsfreie Teilhabe von trans und inter Menschen nimmt einen deutlich höheren Stellenwert ein als im ersten Aktionsplan.

Bei den 150 Vorhaben geht es jedoch nicht nur um neue Ideen. "Der Senat wird die erfolgreiche Arbeit der Beratungs- und Unterstützungsprojekte für LSBTIQ* weiter unterstützen", heißt etwa als Maßnahme 128 in "Hamburg l(i)ebt vielfältig". Nicht wenige der gelisteten Projekte wurden zudem bereits umgesetzt bzw. begonnen. 24 Mal sollen Maßnahmen lediglich geprüft werden, etwa das "Schaffen eines zentrales Ortes für die queere Community in Hamburg", ein Ausbau der Beratungsmöglichkeiten für trans Personen oder verpflichtende Fortbildungsmodule für das Führungspersonal der Polizei. (mize/pm)

-w-

#1 Elena
  • 08.04.2023, 23:25h
  • Dass hier noch kein Kommentar steht, irritiert mich. Wenn es im Moment nichts negatives zu bemängeln gibt, schreibe ich halt positiv. Von einer Trans*-Kundin aus dem bairischen Hinterland weiß ich, sie macht in Hamburg gerne Urlaub. Weil es hier sehr entspannt zugeht. Eine Cross-Dresserin hat mir vor kurzem berichtet, in Hamburg noch nie Schwierigkeiten gehabt zu haben. Erfolge zeigen sich.
    Eine Bekannte von mir, Trans*frau, wurde auf dem Kiez übel zusammengeschlagen, mit schweren Folgen. Das Gerichtsverfahren war in Teilen eine Farce. Auch in Hamburg muss noch viel passieren, bis wir von einer wirklichen Akzeptanz sprechen können.
    Bis dahin, kämpft Schwestern.
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#2 Pride
  • 10.04.2023, 15:07h...
  • Antwort auf #1 von Elena
  • Würde ich so fast auch unterschreiben, wenn es da wohl nicht in Hamburg die Auseinandersetzungen mit den TERFs geben würde.
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