Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?45281

Südpazifik

"Historischer Tag": Cookinseln legalisieren Homosexualität

Ein weiteres Land schafft das Verbot von Homosexualität ab: Der Premierminister der Cookinseln spricht von einem "historischen Tag".


Die Cookinseln gelten als Urlaubsparadies – Tourismus ist die Haupteinnahmequelle (Bild: Robert Engberg / flickr)

  • 17. April 2023, 11:06h 13 2 Min.

Auf den Cookinseln im Südpazifik sind gleich­geschlechtliche Beziehungen nicht mehr strafbar. Das Parlament in dem Südseeparadies mit rund 17.000 Einwohner*­innen segnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz ab. Bisher konnten homo­sexuelle Handlungen mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Premierminister Mark Brown von der zentristischen Cook Islands Party sprach in einem Facebook-Post von einem "historischen Tag" im Parlament. Seine Regierung habe ihr Versprechen erfüllt, "die Diskriminierung der LGBT-Community in unserer Gesellschaft zu beenden". Gleich­geschlechtliche Beziehungen werden allerdings weiterhin nicht staatlich anerkannt, zudem gibt es keine Anti­diskriminierungs­gesetze.

A historical day in Parliament as my Party has fulfilled its pledge to stomp out discrimination of the LGBT community in...

Posted by Hon. Mark Brown on Friday, April 14, 2023
Facebook / Hon. Mark Brown
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Queere Organisationen feierten den Schritt. Andere Inselstaaten in Ozeanien halten aber noch an Gesetzen gegen Homo­sexuelle fest, die unter der Kolonialherrschaft erlassen wurden, wie etwa Samoa, Tonga und die Salomonen.

???????

Posted by Pride Cook Islands on Friday, April 14, 2023
Facebook / Pride Cook Islands | Pride Cook Islands teilte auf Facebook ein Video der Parlamentssitzung, in der das Homo-Verbot aufgehoben wurde
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Das Archipel der Cookinseln liegt zwischen Neuseeland und Hawaii und besteht aus 15 Inseln. Die größte davon ist Rarotonga mit der Hauptstadt Avarua. Insgesamt sind die Inseln ungefähr so groß wie die Stadt Stuttgart.

Die homosexuellenfeindlichen Gesetze basierten noch auf dem britischen Kolonialrecht. Die Cookinseln erlangten 1965 ihre Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich – also drei Jahre, bevor England und Wales Homosexualität legalisiert hatten. Das Land ist heute "frei assoziiert" mit Neuseeland. Das bedeutet unter anderem, dass die Bewohner*innen die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzen und der Cookinsel-Dollar an den Neuseeland-Dollar gekoppelt ist. Die Bürger der Inselkette dürfen unabhängig von Neuseeland frei über ihre Gesetze entscheiden. In Neuseeland ist Homosexualität bereits seit 1986 legal, seit 2013 dürfen Schwule und Lesben dort auch heiraten.

Bereits 2017 hatten die Cookinseln die Legalisierung von Homosexualität angekündigt (queer.de berichtete). Auf Druck von christlichen Kirchen nahmen die Abgeordneten dann aber Abstand von der Reform (queer.de berichtete). (dpa/cw)

-w-

#1 LothiAnonym
  • 17.04.2023, 13:35h
  • Einmal noch im Leben möchte ich vollkommen abhängen an einen solch schönen Strand am azurblauen Meer. Schön wäre es natürlich auch zu zweit. Hängematte nicht vergessen.
    Schön wenn ich solch positive Nachrichten zu lesen bekomme.
  • Direktlink »
#2 _Patrick_Ehemaliges Profil
  • 17.04.2023, 13:47h
  • "Bereits 2017 hatten die Cookinseln die Legalisierung von Homosexualität angekündigt ... Auf Druck von christlichen Kirchen nahmen die Abgeordneten dann aber Abstand..."

    Also vier (!) Jahre, nachdem der angeblich menschenfreundliche Franziskus zum Bischof von Rom wurde, wie er mir von besonders eifrigen Christ:innen immer wieder beschrieben wird.

    Derselbe Franziskus übrigens, der erst heute die Missbrauchs-Vertuschungsvorwürfe ggü. Johannes Paul II. als Verleumdung zurückgewiesen hat. Das wäre ja an den Haaren herbeigezogen, wie sicherlich auch Hitlerjunge Benedikt bestätigen würde, wäre er nicht ohne je seiner Verbrechen angeklagt worden zu sein kürzlich verblichen.

    www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100160918/-unbegruen
    dete-vorwuerfe-papst-nimmt-verstorbenen-papst-in-schutz.html
  • Direktlink »
#3 thorium222
  • 17.04.2023, 13:47hMr
  • Und wieder mal die christlichen Kirchen, die den Menschen noch einmal weitere 5 Jahre ihres Lebens geklaut haben. Die nutzen aber auch wirklich jede Chance, noch einmal das Falsche zu tun.
  • Direktlink »