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Warnung
EU-Gesundheitsbehörde: Mpox-Zahlen steigen jetzt möglicherweise wieder an
Die Affenpocken sind zwar weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Doch im Sommer könnte sich das Problem wieder verschärfen, so das ECDC.

Eingefärbte Mikroskop-Aufnahme von Mpox-Partikeln (rot) in einer infizierten Zelle (blau), die im Labor kultiviert wurde (Bild: NIAID / flickr)
- 17. April 2023, 13:50h 2 Min.
Die im schwedischen Solna ansässige EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt vor einem Anstieg der Infektionen mit Mpox – früher auch als Affenpocken bekannt – in den nächsten Monaten. "Es besteht die Gefahr eines Anstiegs in der kommenden Frühjahrs- und Sommersaison aufgrund von Festlichkeiten und vermehrten Urlaubsreisen", erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon.
Die Infektionszahlen hatten letzten Juli einen Höchststand erreicht und waren danach bis Dezember stetig zurückgegangen – inzwischen sind die Neudiagnosen auf niedrigem Niveau stabil. Ein Grund für den Rückgang seien laut ECDC Impfkampagnen gewesen, die sich besonders an Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko richteten – also Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Insgesamt sind bis zum 4. April nach Angaben der europäischen Gesundheitsbehörde in 29 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums 21.170 Fälle von Mpox gemeldet worden, darunter sechs Todesfälle. Fast alle Infektionen (98,1 Prozent) seien bei Männern festgestellt worden, hauptsächlich unter schwulen und bisexuellen Männern.
Zusammenarbeit mit queerer Community empfohlen
"Eine frühe Diagnose, Isolation, die Benachrichtigung von Partnern und Kontaktpersonennachverfolgung, gekoppelt mit angemessenen Impfstrategien und einer Verhaltensänderung bei vermehrter Übertragung, bleiben das beste Mittel für eine effektive Kontrolle des Ausbruchs", so das ECDC. Dazu müssten die Gesundheitsbehörden insbesondere eng mit Organisationen der schwulen Community, etwa mit CSD-Organisator*innen, zusammenarbeiten. Besonders unzureichende Kenntnisse über die Krankheit seien eine Gefahr.
Erst im Februar diesen Jahres hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen anhaltender Infektionen den internationalen Gesundheitsnotstand wegen Mpox verlängert (queer.de berichtete). (cw)
Links zum Thema:
» Mehr Infos zu Affenpocken auf aidshilfe.de
Mehr zum Thema:
» Mit Affenpocken-App Ausschlag analysieren (04.03.2023)














