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Fußballprofi teilte Beitrag von Faschist
Felix Nmecha verteidigt transfeindliche Haltung
Der deutsche Nationalspieler bereut zwar, dass er einen transphoben Beitrag auf Instagram geteilt hat – wirklich davon distanzieren will sich der missionarische Christ aber nicht.

Felix Nmecha feierte am 28. März sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft (Bild: IMAGO / Nordphoto)
- 21. April 2023, 09:30h 2 Min.
Der 22-jährige Fußballprofi Felix Nmecha hat seine transfeindliche Haltung gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verteidigt. Der Spieler des VfL Wolfsburg, der letzten Monat bei der 2:3-Niederlage gegen Belgien sein Debüt in der DFB-Auswahl gab, hatte im Februar einen transphoben Beitrag des amerikanischen Rechtsextremisten Matt Walsh geteilt, in dem sich der selbsternannte "theokratische Faschist" über den Vater eines trans Kindes lustig gemacht hatte (queer.de berichtete).
Zwar tut es Nmecha inzwischen leid, dass er den Beitrag weiterverbreitet hat: "Ich bereue es, das gepostet zu haben, vor allem, weil ich nicht weiß, ob er Christ ist", so der Sportler über das Teilen des Beitrags des Rechtsextremisten. "Ich denke, dass es noch schlimmer wird, wenn man weiß, wer es gesagt hat und wie er es gesagt hat. Ich bin nicht damit einverstanden, wie er seine Überzeugungen vermittelt, und ich stimme auch nicht mit allem überein, was er sagt." Einschränkend sagte er: "In dieser speziellen Situation wollte ich mich auch nicht über die Eltern oder das Kind lustig machen, ich glaube aber, dass die meisten Menschen als junges Kind noch gar nicht wissen können, wer sie sind."
"Ich hasse definitiv niemanden"
Gleichzeitig beteuerte Nmecha, nicht transphob zu sein: "Ich hasse definitiv niemanden. Ich liebe alle Menschen", behauptete er. Trotzdem gab er zu, dass seine Haltung der weltoffenen Philosophie des VfL Wolfsburg widerspricht: "Ich denke schon, dass dieser Post im Gegensatz dazu steht", sagte der Profi.
In der Vergangenheit lief Nmecha bereits im Regenbogentrikot des VfL Wolfsburg auf. Ob er sich auch eine Regenbogen-Kapitänsbinde überziehen würde, wollte er aber nicht sagten: "In dieser Situation würde ich nur eines tun: Ich würde beten und fragen, was Gott will, dass ich tue. Ich kann es jetzt nicht sagen, weil ich es nicht weiß. Aber ich würde mir auf jeden Fall viel Zeit im Gebet nehmen und mich dann entscheiden."
Nmecha wirbt in sozialen Medien offensiv für den christlichen Glauben. Auf Instagram lautet sein Profiltext etwa "Jesus is Lord" – er hat auf dieser Seite 56.000 Follower*innen. Seine missionarischer Eifer wird immer wieder von Fans kritisiert. Die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" berichtete, dass Nmechas Glaube Thema beim DFB war. Der Verband habe Kontakt zum VfL Wolfsburg aufgenommen, um abzuwägen, ob Nmechas Werte mit denen des Verbandes übereinstimmten. Nmecha habe versprochen, künftig genauer hinzuschauen, wenn er Inhalte im Internet teilt. (cw)














