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Caitlyn Jenner will "Regenbogenmafia" stoppen

Trans TV-Personality Caitlyn Jenner will zwar selbst als Frau akzeptiert werden, anderen trans Menschen aber diese Akzeptanz verwehren – dafür hat die Republikanerin jetzt sogar eine Lobbygruppe gegründet.


Caitlyn Jenner verdient ihre Brötchen inzwischen bei einem rechten Meinungskanal, in dem Queer­feindlichkeit verharmlost wird (Bild: Screenshot Fox News Channel)

  • 23. April 2023, 01:10h 14 2 Min.

Die bekannteste trans Frau der Welt will mit einem Political Action Committee – also einer in Wahlkämpfen aktiven Lobbygruppe – gegen Trans-Rechte kämpfen: Die 73-jährige Caitlyn Jenner hat diesen Monat den PAC "Fairness First" ins Leben gerufen, dessen Hauptanliegen es ist, trans Schülerinnen oder Studentinnen den Schulsport bzw. Unisport zu verbieten. Man setze sich generell dafür ein, die "radikale Genderideologie" zu bekämpfen, die "Familien zerstört", erklärt der PAC auf seiner Homepage.

In einem Interview mit dem rechtsextremen Magazin "Breitbart News" sagte Jenner, sie setze sich mit ihrem PAC dafür ein, "Jungs aus dem Frauensport fernzuhalten" – mit Jungs meinte sie hierbei trans Mädchen und Frauen. "Zudem werden wir Events veranstalten, Partnerschaften mit anderen Organisationen eingehen, auf Treffen der Schulbehörden anwesend sein, in Landesparlamenten vorsprechen, auch mit LGBT-Menschen, um die radikale Regenbogenmafia zu stoppen." Es werde zu viel über das "Trans-Thema" geredet, so Jenner weiter – linksliberale Kräfte missbrauchten das Thema, "um weiter unter dem Vorwand, Kinder zu schützen, den Verwaltungsapparat anwachsen zu lassen", so ihre Verschwörungstheorie.


Online tut Caitlyn Jenner alles, um in queerfeindlichen Kreisen Ansehen zu erringen

Caitlyn Jenner gewann 1976 bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal die Goldmedaille im Zehnkampf der Männer und wurde in den USA zu einem sportlichen Vorbild für eine ganze Generation. 2007 geriet sie erneut ins Licht der Öffentlichkeit mit der Realityserie "Keeping Up with the Kardashians". 2015 outete sich Jenner als trans – und wurde zunächst von der LGBTI-Community als Vorbild angesehen. Viele ihrer Äußerungen – etwa die Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe oder ihre Unterstützung von queerfeindlichen Politikern wie Ted Cruz oder Donald Trump – stießen zwar einigen sauer auf, allerdings bestand die Hoffnung, dass sie die Akzeptanz von trans Menschen erhöhen würde.

Politisch radikalisierte sich Jenner danach immer mehr – und bewarb sich 2021 um den Gouverneursposten in Kalifornien, scheiterte aber deutlich (queer.de berichtete). In den letzten Jahren sorgte sie hauptsächlich für Schlagzeilen, weil sie queerfeindliche Kräfte wie die Komiker Dave Chappelle oder Joe Rogan verteidigte. Der rechtspopulistische Meinungssender Fox News Channel heuerte sie schließlich vor einem Jahr als Kommentatorin an (queer.de berichtete). Irritation über Transphobie äußerte sie zuletzt nur, wenn ihre eigene Weiblichkeit infrage gestellt wurde. (dk)

-w-

#1 canSarahAnonym
  • 23.04.2023, 07:10h
  • Cait, you are LGBT yourself! Just as a reminder.
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#2 MoonbaseAnonym
  • 23.04.2023, 09:24h
  • Jeder Mensch darf seine eigene Meinung haben, wenn es auch eine ist, die kein anderer nachvollziehen kann. In diesem Fall schlichtweg überhaupt nicht. Da bleibt nur Kopfschütteln. Ich würde mir aber wünschen, das eine Berichterstattung wie Tage zuvor, das Caitlyn Jenner um ihre Mutter trauert, einfach nicht hier veröffentlicht wird. Mit dieser Art "Journalismus" bietet man solchen Menschen noch mehr Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, die sie - so glaube ich - nicht verdient haben. Das sie trauert: keine Frage. Ein Verlust ist immer schlimm. Bei solchen Menschen, die so polarisieren, interessieren mich nicht deren privaten Befindlichkeiten und man sollte ihnen auch keinen Raum bieten.
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#3 WebfalconAnonym
  • 23.04.2023, 10:03h
  • Kann das jemand schlüssig erklären? Ist das Angst vor einer dystopischen Zukunft, die manche in die Arme der Gefährder treibt? Nach dem Motto: Wenn ich mich diesem System früh genug anbiedere, dann bleibe ich später von "Säuberungen" verschont? So, wie eine Weidel, die ihr eigenes Familienmodell politisch bekämpft? Oder ist das eine so umfassende Selbstverleugnung, die das eigene Sein und den eigenen Weg komplett durch eine fiktive Vergangenheit ersetzt hat?
    Da läuft es mir kalt den Rücken runter.
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