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Mainz

Queer-Beauftragter von Rheinland-Pfalz zurückgetreten

Der Grünen-Politiker David Profit, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Familienministerium und Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, gibt aus "gesundheitlichen Gründen" sein Amt auf.


David Profit war erst seit 2021 im Amt (Bild: MFFKI)

  • 24. April 2023, 10:00h 1 2 Min.

Der Queer-Beauftragte von Rheinland-Pfalz ist zurückgetreten. Nach übereinstimmenden Medienberichten gibt der Grünen-Politiker David Profit (49) seine Ämter als Staatssekretär im Ministerium für Integration, Familie, Frauen und Kultur sowie als Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität auf. Er hatte sie erst 2021 übernommen (queer.de berichtete).

Für seinen Rückzug gab Profit gegenüber seinen Mitarbeiter*innen "gesundheitliche Gründe" an, berichtete die Tageszeitung "Rheinpfalz". Vor einigen Monaten gab es anonyme Anschuldigungen gegen die Amtsführung des Grünen-Politikers. Der Vorwurf, seinetwegen seien Personen früher in den Ruhestand gegangen, wurde jedoch nicht belegt.

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Als Queer-Beauftragter sorgte Profit vor allem mit der von ihm erdachten "Queer Wein"-Ausschreibung für Schlagzeilen (queer.de berichtete).

Janosch Littig wird Nachfolger

Nachfolger von David Profit soll offenbar sein Parteifreund Janosch Littig werden. Littig leitet bisher das Büro von Ministerin Katharina Binz (Grüne). Zuvor war er u.a. stellvertretender Regierungssprecher. Der Wechsel soll nach Informationen der "Rheinpfalz" bereits am Dienstag erfolgen.

Rheinland-Pfalz war das erste deutsche Bundesland, das eine Queer-Beauftragte ernannte. Erste Amtsträgerin von 2016 bis 2021 war Christiane Rohleder (queer.de berichtete). Auf die Einrichtung eines entsprechenden Postens haben sich zuletzt in Berlin auch CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag verständigt (queer.de berichtete). (mize)

-w-

#1 jochen
  • 25.04.2023, 09:58hmünchen
  • Unabhängig vom oben beschriebenen Fall, bin ich im Zwiespalt in wie weit ein Queerbeauftragter als Spitzenbeamter, mit Spitzengehalt, und den dazugehörigen staatlichen Versorgungen unabhängig ist?
    Wie weit ist organisierte Vertretung richtig? und wie weit sollte Teil des Establishment gehen?
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