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Trans-Hass in Berlin

Grab von Ella Nik Bayan bereits zum fünften Mal geschändet

Im September 2021 nahm sich Ella Nik Bayan das Leben. Seither machen transfeindliche Kräfte offenbar einen Sport daraus, sie zu verhöhnen. Der Staatsschutz ermittelt.


Ella Nik Bayan starb im September 2021 (Bild: Bita Mills)

  • 26. April 2023, 14:53h 25 2 Min.

Am Montagnachmittag musste die Polizei erneut zum Grab von Ella Nik Bayan im Berliner Stadtteil Lichtenberg ausfahren. "Gegen 17.45 Uhr trafen die Einsatzkräfte dort ein und leiteten Ermittlungsverfahren wegen Störung der Totenruhe sowie Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener ein", heißt es dazu im Polizeibericht nüchtern.

Nach Polizeiangaben hatten Unbekannte das Grab der trans Frau geschändet, indem dort mehrere Sachen, unter anderem eine Gummibrust, abgelegt wurden. Die Gegenstände wurden für die weiteren Ermittlungen sichergestellt. Da der Verdacht einer transfeindlichen Motivation für die Straftat besteht hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Dies ist in Berlin bei vermuteter Hasskriminalität üblich.

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Am 14. September hatte sich die aus dem Iran geflüchtete Ella Nik Bayan auf dem Berliner Alexanderplatz mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und sich selbst entzündet (queer.de berichtete). Ihr Tod schockierte die Community (queer.de berichtete).

Bezirksamt verurteil Schändung des Grabes

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer äußerte sich im "Tagesspiegel" zu der Attacke: "Lichtenberg ist und bleibt ein vielfältiger Bezirk, in dem unsere Gesellschaft gemeinsam für den Schutz aller Minderheiten einsteht", so der CDU-Politiker. "Auch für Ella weht nun heute am Tag der lesbischen Sichtbarkeit die Flagge des Aktionstages und die Regenbogen- und Transflagge vor dem Lichtenberger Rathaus. Im Namen des gesamten Bezirksamtes verurteile ich die erneute Schändung von Ellas Grab." Am 26. April ist traditionell Tag der lesbischen Sichtbarkeit (queer.de berichtete).

Bereits vier Mal vor diesem aktuellen Vorfall wurde Bayans Grab geschändet. Beim letzten Übergriff im Dezember wurde ein in eine Plastikfolie eingeschweißtes Gedicht hinterlassen, aus dem eine christlich-fundamentalistische Motivation hervorgeht (queer.de berichtete). Demonstrant*innen protestierten mit einer Kundgebung gegen die anhaltenden Grabschändungen. Täter*innen konnten bislang nicht ermittelt werden. (cw)

-w-

#1 LothiAnonym
  • 26.04.2023, 17:05h
  • Mir tut es um Ellas Grabesruhe so unendlich leid. Es kommen mir schon wieder die Tränen.
    Ich wiederhole mich hier. Leider wird es unumgänglich sein für sie eine anonyme Grabstätte herzurichten. Das wird vermutlich die beste Lösung sein.
    Diese hinterhältigen Feiglinge oder wer immer es ist geben sowieso keine Ruhe.
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#2 Lucas3898Anonym
  • 26.04.2023, 17:21h
  • Wir wohl Zeit für eine Videoüberwachung an der Stelle
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#3 Pride
  • 26.04.2023, 17:25h...
  • Ans Grab gehört wie am Mahnmal für die queeren Opfer des Nationalsozialismus eine Überwachungskamera. Die Aufnahmen werden nach einem gewissen Zeitrahmen wieder gelöscht. Nach Anschlägen werden Aufnahmen für Ermittlungen herangezogen.
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