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USA

Disney verklagt Floridas Gouverneur Ron DeSantis

Der Konzern wirft dem Republikaner eine "gezielte Kampagne der Vergeltung" vor. Am Mittwoch wurde nun eine Klage eingereicht. Disney und DeSantis führen schon seit 2022 einen erbitterten Streit um das "Don't Say Gay"-Gesetz.


Ron DeSantis ist seit dem 8. Januar 2019 Gouverneur des US-Bundesstaats Florida. Im vergangenen Herbst wurde er mit einem Erdrutschsieg wiedergewählt (Bild: Gage Skidmore / flickr)

  • 27. April 2023, 04:29h 1 2 Min.

Disney hat den Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, im Streit um eine kritische Äußerung des Unterhaltungskonzerns gegen den Politiker verklagt. DeSantis betreibe eine gezielte Vergeltungskampagne der Regierung gegen Disney als Strafe dafür, dass der Konzern von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht habe, hieß es in der am Mittwoch bei Gericht eingereichten Klageschrift. Damit bedrohe DeSantis die Geschäfte des Konzerns und setze die wirtschaftliche Zukunft der gesamten Region aufs Spiel, hieß es.

Kurz zuvor hatte ein von DeSantis eingesetztes Gremium laut Medienberichten entschieden, Disney die Verwaltungsrechte für das Areal in der Nähe der Stadt Orlando wieder zu entziehen, auf dem sich der Vergnügungspark Disney World befindet. Der Streit, wer in dem Bezirk das Sagen hat, tobt schon lange. Ende März hatte sich Disney durch einen Rechtskniff die Verwaltungsrechte zurückgeholt, die DeSantis dem Konzern zuvor durch die Einsetzung des Gremiums streitig gemacht hatte (queer.de berichtete). Bis dahin hatte Disney aufgrund einer jahrzehntealten Sonderregelung quasi die Verwaltungshoheit über das Gebiet.

Disney hatte das "Don't Say Gay"-Gesetz kritisiert

Disney und DeSantis, der als möglicher Kandidat bei den Republikanern für die 2024 anstehende Präsidentschaftswahl gilt, streiten seit vergangenem Jahr. Der Unterhaltungskonzern hatte das sogenannte "Don't Say Gay"-Gesetz des Republikaners scharf kritisiert, das die Erwähnung von LGBTI im Schulunterricht verbietet (queer.de berichtete). Die Regelung gilt seit Kurzem mit wenigen Ausnahmen bis einschließlich zur zwölften Klasse (queer.de berichtete). (cw/dpa)

-w-

#1 PetterAnonym
  • 27.04.2023, 15:32h
  • Gut, dass Disney sich wehrt. Man darf nicht zulassen, dass Stück für Stück die Demokratie, der Rechtsstaat und die Freiheit abgeschafft werden.
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