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Auch Sänger Holly Johnson mit dabei

Kultband Frankie Goes to Hollywood feiert Comeback beim ESC

Vor 40 Jahren boykottierte die homophobe BBC noch die Band Frankie Goes To Hollywood. Jetzt darf die Gruppe in ihrem ersten Auftritt seit Ende der Achtzigerjahre beim ESC auftreten – und wird von der BBC hofiert.


Frankie Goes To Hollywood tritt erstmals seit 1987 wieder in dieser Formation an (Bild: ZTT Records)

  • 27. April 2023, 08:15h 3 2 Min.

1987 zerfiel die britische Pop-Gruppe Frankie Goes to Hollywood in ihre Einzelteile. Seitdem gab es keinen Auftritt mehr in der Originalbesetzung. Für die Eröffnungszeremonie des Eurovision Song Contests am 7. Mai werden sich nun aber die fünf Gründungsmitglieder in ihrer Heimatstadt Liverpool wieder vereinen und ihr erstes Konzert nach 36 Jahren zum Besten geben. Das gab der ESC auf der offiziellen Webseite des Musik-Wettbewerbs bekannt. Auch Atomic Kitten, the Lightning Seeds und The Real Thin treten bei dem Konzert zwei Tage vor dem ersten ESC-Halbfinale auf. Alle Bands stammen aus der gastgebenden Stadt Liverpool.

Zum ersten Mal seit der Auflösung ist dann auch wieder der offen schwule Sänger Holly Johnson (63) dabei, der sein Comeback auch selbst via Instagram verkündete. Dort teilte er einen kurzen Eurovision-Teaser zum Frankie-Goes-to-Hollywood-Auftritt. Dazu schrieb er, dass er froh sei, die Wiedervereinigung ankündigen zu dürfen.

Zuvor gab es immer wieder Streitigkeiten zwischen Johnson und seiner Band. Nach einem Eklat in der Londoner Wembley Arena im Jahr 1987 zwischen Johnson und dem Bassisten Mark O'Toole (59) löste sich die Band endgültig auf. In der Folge gab es mehrere Comeback-Versuche, jedoch nie in der vollen Besetzung mit Johnson als Sänger.

Frankie Goes to Hollywood prägten mit ihren Songs die Achtzigerjahre

Frankie Goes to Hollywood gelten bis heute als eine der erfolgreichsten und stilprägendsten Musikgruppen der Achtzigerjahre. Die bekanntesten Songs der Briten sind der Welthit "Relax" sowie die Ballade "The Power of Love". Wegen "Relax" erhielt die Band Anfang 1984 ein BBC-Verbot, nachdem Radiomoderator Mike Read das Lied zunächst anspielte, doch es dann wutentbrannt abbrach, weil der Songtext "obszön" sei ("Relax don't do it / When you want to come"). Der BBC-Boykott bewirkte damals das gleiche wie diverse Boykotte des Bayerischen Rundfunks hierzulande: Keine zwei Wochen nach der moralinsauren Ansprache von Read war das Lied an der Spitze der Hitparade angelangt. Die BBC brach dann ihren Boykott ab.

Die Band, die sich offen für LGBTI-Rechte einsetzte, brachte seit ihrer Gründung nur zwei Studioalben auf den Markt, gilt jedoch bis heute als eine der einflussreichsten Gruppen ihrer Zeit. Im Jahr 2004 kam es bei einer TV-Show des US-Senders VH1 bereits zu einer Reunion aller fünf Gründungsmitglieder. Jedoch performte man damals keinen Song. (spot/cw)

-w-

#1 PetterAnonym
  • 27.04.2023, 15:35h
  • Es freut mich sehr, diese Kultband der 1980er nochmal performen zu sehen. Ich bin sehr gespannt...
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#2 LothiAnonym
  • 27.04.2023, 17:30h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Das ist echt schon Telepathie Leute. Ehrlich jetzt. Seit Tagen geistert ausgerechnet dieser damalige Hit Relax dont do it von der Gruppe in mein Kopf herum während ich in meiner Wohnung herummache und ich war schon am überlegen mir doch letztendlich das besagte Album endlich zuzulegen. Und jetzt lese ich das hier. Bin immernoch etwas perplex darüber.
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#3 StaffelbergblickAnonym
  • 28.04.2023, 11:49h
  • Antwort auf #2 von Lothi
  • Mir fällt dazu immer Barry Graves ein .. der in seiner "Studio 89"-Sendung damals "Welcome to the Pleasuredome" als long-version auf CD abspielte ... angeblich als deutsche Erstaufführung durch den Äther jagte
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