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Mode
Letzte Kollektion: Tom Ford verlässt Tom Ford
Tom Ford gibt seinen Posten als Kreativdirektor bei der nach ihm benannten Marke auf. Sein Nachfolger steht bereits fest, wie das Unternehmen mitteilte.

Tom Ford gründete seine Marke 2005 (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
- 30. April 2023, 03:19h 2 Min.
Tom Ford (62) geht in den Ruhestand – zumindest in seiner Position als Kreativdirektor der nach ihm benannten Modemarke, die im November 2022 an Estée Lauder verkauft wurde. Auf seiner Webseite stellte der US-Designer vergangene Woche seine letzte Linie, die Herbst/Winter-Kollektion 2023, vor. Jetzt gibt das Unternehmen in einer Mitteilung auch einen Nachfolger für Ford bekannt.
Peter Hawkings, der seit fast 25 Jahren eng mit Ford zusammenarbeitet, wird den Designer als Kreativdirektor ersetzen. Er begann seine Karriere 1998 bei Gucci – unter Tom Ford. Seit 2006 arbeitet er bei der Marke Tom Ford und hatte zuletzt die Rolle des Senior Vice President of Menswear inne. Guillaume Jesel ersetzt Fords Mitgründer Domenico de Sole (79) als CEO und Präsident.
Weiter gab das Unternehmen bekannt, Estée Lauder werde künftig weiter das Kosmetik- und Parfümgeschäft leiten, während die italienische Modegruppe Ermenegildo Zegna für die gesamte Herren- und Damenmode sowie Accessoires und Unterwäsche verantwortlich ist.
Tom Ford bleibt als Berater
Der schwule Designer gründete seine Marke Tom Ford International im Jahr 2005, gemeinsam mit Domenico de Sole. Die beiden hatten 2004 ihren vorherigen Arbeitgeber Gucci verlassen. Ford war dort von 1990 bis 2004 als Designer, Design- und Kreativdirektor sowie von 2000 bis 2004 als Damen-Prêt-à-porter-Designer bei Yves Saint Laurent tätig.
Sowohl Tom Ford als auch Domenico de Sole sollen noch bis Ende des Kalenderjahres 2023 als Berater beim Unternehmen tätig bleiben.
Tom Ford empfiehlt passiven Analverkehr
Im Jahr 2021 starb Tom Fords langjähriger Lebenspartner, der Journalist Richard Buckley, an Krebs. Das Paar hatte 2014 geheiratet (queer.de berichtete). Mit einem "GQ"-Interview, in dem er dafür warb, dass jeder Mann, insbesondere der heterosexuelle, mindestens einmal im Leben passiven Analverkehr haben sollte, sorgte er 2004 für Schlagzeilen (queer.de berichtete).
Neben seiner Modekarriere feierte Tom Ford auch als Regisseur Erfolge: 2009 erschien sein Film "A Single Man", 2016 "Nocturnal Animals". (cw/spot)












