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Geschlechtervielfalt
"In diesen Kategorien gibt es keinen Platz für mich"
Der US-Fernsehsender Showtime wollte Liv Hewson für einen Emmy Award in der Kategorie als "beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie" nominieren – der nicht-binäre Star aus "Yellowjackets" lehnte jedoch ab.

LIv Hewson am 3. April 2023 beim PaleyFest in Hollywood (Bild: IMAGO / MediaPunch)
- 1. Mai 2023, 12:20h - 2 Min.
Liv Hewson (27) möchte nicht für einen Emmy nominiert werden. Der nicht-binäre Star aus der Serie "Yellowjackets" lehnte einen entsprechenden Vorschlag des US-Senders Showtime ab, der Hewson in der Kategorie als "beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie" ins Rennen schicken wollte.
Gegenüber der Magazin "Variety" begründete Liv Hewson die Absage mit dem binären System der Emmys. "In diesen Schauspielkategorien gibt es keinen Platz für mich. Es wäre ungenau, wenn ich mich als Schauspielerin anmelden würde. Es macht auch keinen Sinn, dass ich mit den Jungs in einen Topf geworfen werde", so die nicht-binäre Person, die sich bereits mit 16 Jahren geoutet hatte und die Pronomen "they/them" benutzt. "Ich kann mich dafür nicht bewerben, weil es keinen Platz für mich gibt."
Überleben in der Wildnis
In "Yellowjackets" spielt Hewson die lesbische cis Teenagerin Vanessa "Van" Palmer. Die Serie erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Teams junger Fußballerinnen, die auf dem Weg zu einem Turnier mit dem Flugzeug über der kanadischen Wildnis abstürzen. In dem Survival-Thriller voller Mystery- und Horrorelemente spielt selbst Kannibalismus eine Rolle (Kritik der ersten Staffel).

Liv Hewson als Vanessa in "Yellowjackets" (Bild: Showtime)
Ende März ging in Deutschland beim Streamingdienst Paramount+ die zweite Staffel an den Start (queer.de berichtete).
Emma Corrin für geschlechtsneutrale Filmpreise
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der nicht-binäre "The Crown"-Star Emma Corrin den Wunsch nach geschlechtsneutralen Darsteller*innen-Kategorien bei bedeutenden Filmpreisen geäußert. Nur so könne sich "jede*r gewürdigt und repräsentiert fühlen" (queer.de berichtete).
Als sich die Berlinale 2020 aus Gründen der Geschlechtervielfalt entschied, den Silbernen Bären nicht mehr getrennt nach Geschlecht auszuzeichnen, befürchteten Film-Verbände, dies würde zu mehr Unsichtbarkeit von Frauen führen (queer.de berichtete). (cw)
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