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Oberpfalz
Queerfeindliche Aufkleber in Weiden aufgetaucht
Unbekannte haben im oberpfälzischen Weiden Aufkleber mit queerfeindlichen Sprüchen und dem Logo des lokalen Eishockey-Vereins an Laternenmasten angebracht. Der Club hat bereits Strafanzeige gestellt.
- 4. Mai 2023, 14:18h 2 Min.
Homo- und transfeindliche Sticker halten die Weiden in der Oberpflanz auf Trab: Wie das "Oberpfalz-Echo" berichtet, sind in der 42.000 Einwohner*innen zählenden Stadt an mehreren Orten derartige Aufkleber angebracht worden. Dabei ist auch das Logo des Eishockeyvereins 1. EV Weiden, der auch als Blue Devils bekannt ist, angebracht.
Die Aufkleber haben Aufschriften wie "Es gibt nur zwei Geschlechter" mit dem Bild eines durchgestrichenen Trans-Symbols. Auf einem anderen Sticker ist "Zwei Strafminuten wegen Behinderung" zu lesen, neben einem Bild eines sich küssenden Männerpaares.
Nach Aufkleberaktion in Weiden: Spielbetriebs GmbH stellt Strafanzeige. Blue Devils Weiden
Posted by OberpfalzEcho on Wednesday, May 3, 2023
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Der in der drittklassigen Oberliga spielende Eishockey-Verein hat sich bereits am Mittwoch auf Facebook "von rechtsradikalem, homophoben sowie transphobem Gedankengut" distanziert. "Diese Sticker missbrauchen und instrumentalisieren das Logo der Blue Devils und des 1. EV Weiden für politische, rechte Hetze", heißt es weiter. "Der Weidener Eishockeyklub steht für Fairplay, Toleranz und einen respektvollen Umgang miteinander. Der Verein entschuldigt sich bei allen Menschen, die sich durch diese Sticker diskriminiert und angegriffen fühlen. Die Blue Devils Weiden und der 1. EV Weiden prüfen juristische Konsequenzen."
Stellungnahme: Blue Devils Weiden und 1. EV Weiden distanzieren sich von rechtsradikalem, homophoben sowie transphobem...
Posted by Blue Devils Weiden on Tuesday, May 2, 2023
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Blue Devils-Geschäftsführer Franz Vodermeier erklärte im "Oberpfalz-Echo", man habe bereits Strafanzeige gestellt. Die Polizeiinspektion Weiden bestätigte dies: "Wir werden zunächst mal versuchen, die Aufkleber aufzuspüren und zu entfernen. Wenn uns die Staatsanwaltschaft beauftragt, beginnen wir dann auch mit den Ermittlungen", erklärte Polizei-Hauptkommissar Jürgen Strauß.
Ähnliche queerfeindliche Aktionen gab es bereits in anderen Städten. 2021 ermittelte etwa die belgische Polizei wegen Aufklebern in Antwerpen und Gent mit durchgestrichener Regenbogenfahne und der Aufschrift: "gewoon normaal", auf Deutsch: "einfach normal" (queer.de berichtete). (cw)















Vorbildlich. Ein Verein kann es nicht zulassen, mit solcher Hetze in Verbindung gebracht zu werden. Und damit zeigen die auch, dass sie diese Meinung nicht teilen...