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  • 29. März 2006 10 1 Min.

Berlin (queer.de) - Anlässlich des Falles um den Christen Abdul Rahman hat die Linkspartei ein Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge gefordert. Insbesondere alleinstehende Frauen und Homosexuelle seien der Gefahr ausgesetzt, Opfer religiös und patriarchal motivierter Gewalt zu werden, so Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion. "Dass nun einzelne Innenpolitiker der Koalition Abdul Rahman öffentlichkeitswirksam Asyl anbieten, erscheint angesichts des sonstigen Umgangs mit afghanischen Flüchtlingen zynisch", so Jelpke in einer Pressemitteilung. "Denn außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit steht die Asylpolitik Deutschlands unter der Prämisse: Flüchtlinge raus, aber schnell! Auf die tatsächliche Bedrohungslage wird dabei keine Rücksicht genommen. Auch nicht, wenn es sich um Flüchtlinge aus Afghanistan handelt." Das Bundesinnenministerium räume in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei.PDS ein, dass die Situation für diese Menschen lebensgefährlich sei und sie massive Diskriminierung zu fürchten hätten. Jelpke: "Die Bundesregierung behauptet außerdem, es fänden keine Abschiebungen dieser Personengruppen statt. Zumindest aus Hamburg werden aber regelmäßig Fälle von Abschiebungen Homosexueller und alleinstehender Frauen bekannt". Allerdings ist auch der SPD-Linkspartei-Senat in Berlin wegen dessen Abschiebepraxis in den letzten Jahren wiederholt in die Kritik geraten. So haben beispielsweise Ende 2002 Roma-Vertreter die PDS-Zentrale in Berlin besetzt, um gegen Abschiebungen zu protestieren. (pm/dk)

-w-

#1 claudiusAnonym
  • 29.03.2006, 14:48h
  • Wir können nicht das Armenhaus der Welt sein, auch für für alle verfolgten Flüchtlinge dieser Welt, wir haben auch noch andere Länder und Regionen wie Europa. Deutschland geht so langsam drauf bei dem Motto das viele haben..."Deutschland zahlt alles, Deutschland nimmt jeden"...
    Das wir zugrunde gehen in einem reichen Land, liegt daran das einem Bruchteil der Bevölkerung "Deutschland" gehört.... bei Aldi-Brüder angefangen...
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#2 DavidAnonym
  • 29.03.2006, 14:59h
  • @ Claudius:
    Gut argumentiert, aber ich glaube das ist nicht der Kern der Kritik, sondern folgendes:
    In EINEM Fall hat man sich eingesetzt, weil jemand auf Grund seiner Religion verurteilt wurde.
    Das ist auch absolut richtig, ABER:
    Auf der anderen Seite wird übersehen, das Menschen auch wegen anderen Eigenschaften, eben die sexuelle Orientierung und das Geschlecht verfolgt, erniedrigt und gemordet werden.
    Oder WO war denn da der Aufschrei, als im Iran 2 schwule Jugendliche gehängt wurden? Oder im Fall des hier lebenden schwulen Iraners, dem die Abschiebung drohte und der dann drüben mit dem Tod rechnen musste, und das mit dem Spruch "wenn er es nicht auslebt, hat er nichts zu befürchten?" begründet wurde?
    Das ist genauso absurd wie der Vorschlag Rahman solle sich als krank definieren oder erneut konvertieren - das hat (zurecht) für Empörung gesorgt, im anderen Fall nicht.
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#3 geilerdomiAnonym
  • 29.03.2006, 18:05h
  • @claudius:

    So, und was machst du dann?? Willste alle aus der BRD verjagen? Damit von heute auf morgen die gesammte wirtschaft zusammenbricht??

    Und mal abgesehen davon, ich glaube nicht, das ein dermaßen rechter komentar hier her gehört!!
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