Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?4568
  • 31. März 2006 38 1 Min.

Vatikanstadt (queer.de) - Papst Benedikt XVI hat sich auf einem Treffen mit Vertretern der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU/CSU gehören, in scharfer Form gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. Er sagte gegenüber dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi von der rechtsgerichteten Forza Italia, dass die Homo-Ehe "nicht verhandelbar" sei. "Wir sind gegen Versuche, die Ehe gleichzusetzen mit radikal anderen Formen von Gemeinschaften. Denn diese beschädigen in Wirklichkeit die Ehe und tragen zu ihrer Destabilisierung bei", so Benedikt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Weil sich Berlusconi derzeit im Wahlkampf befindet, wirft das oppositionelle Mitte-links-Bündnis Unione unter Führung von Romano Prodi dem Vatikan Einmischung vor (queer.de berichtete). Prodi hat sich wiederholt für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften ausgesprochen. Auf dem Treffen mit dem Papst hatte sich der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nach Angaben des ORF hinter Berlusconi gestellt. "Wir brauchen eine starke Mitte-rechts-Koalition in Italien", so der derzeitige EU-Ratspräsident. Dagegen unterstützt Altkanzler Helmut Kohl Prodis Unione. Nach neuesten Umfragen führt Prodi mit vier Prozent Vorsprung vor Berlusconis "Haus der Freiheiten". Die Wahlen finden am 9. und 10. April statt. (dk)

-w-

#1 ichAnonym
  • 31.03.2006, 12:05h
  • Also für mich ist die Einstellung der katholischen Kirche nicht verhandelbar!
  • Direktlink »
#2 splattergayAnonym
  • 31.03.2006, 12:10h
  • Das Outing des Papstes muß endlich vorangetrieben werden. Eigentlich bin ich gegen Zwangsoutings aber in diesem Fall, in dem ein Diktator sich dauernd in die Gesetzgebung anderer Staaten einmischt , ist das Maß schon längst voll. Seine Meinung über andere, offen lebende Schwule kann er ruhig behalten, doch die Beeinflussung v. Politikern unter dem Deckmantel der Religion muß ein Ende haben.
  • Direktlink »
#3 gerdAnonym
  • 31.03.2006, 12:22h
  • Es ist ein Trauerspiel. was die katholische Kirchenleitung in Rom veranstaltet und massiv zugunsten Berlusconi in den Wahlkampf eingreift.

    Berlusconi hat gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstütz, den sogar der Vatikan damals verurteilte. Aber das ist dem Papst und dem Vatikan "weniger" wichtig, als deren Kreuzzug gegen die staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren.

    Bei vielen katholischen Laien stößt das Verhalten aus Rom auf innere Ablehnung und sehr viele katholische Priester unterstützen das Vorgehen aus dem Vatikan nicht.

    Unglaublich wie der Vatikan sich in die italienischen Wahlen einmischt; zuvor hatten wir bereits die einseitig zugunsten Berlusconi gefallenen Äußerungen des Kardinals Ruini.

    Homosexuelle Menschen werden dies der katholischen Kirchenleitung nicht vergessen !
  • Direktlink »