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- 31. März 2006 1 Min.
Vatikanstadt (queer.de) - Papst Benedikt XVI hat sich auf einem Treffen mit Vertretern der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU/CSU gehören, in scharfer Form gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. Er sagte gegenüber dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi von der rechtsgerichteten Forza Italia, dass die Homo-Ehe "nicht verhandelbar" sei. "Wir sind gegen Versuche, die Ehe gleichzusetzen mit radikal anderen Formen von Gemeinschaften. Denn diese beschädigen in Wirklichkeit die Ehe und tragen zu ihrer Destabilisierung bei", so Benedikt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Weil sich Berlusconi derzeit im Wahlkampf befindet, wirft das oppositionelle Mitte-links-Bündnis Unione unter Führung von Romano Prodi dem Vatikan Einmischung vor (queer.de berichtete). Prodi hat sich wiederholt für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften ausgesprochen. Auf dem Treffen mit dem Papst hatte sich der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nach Angaben des ORF hinter Berlusconi gestellt. "Wir brauchen eine starke Mitte-rechts-Koalition in Italien", so der derzeitige EU-Ratspräsident. Dagegen unterstützt Altkanzler Helmut Kohl Prodis Unione. Nach neuesten Umfragen führt Prodi mit vier Prozent Vorsprung vor Berlusconis "Haus der Freiheiten". Die Wahlen finden am 9. und 10. April statt. (dk)







