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- 31. März 2006 2 Min.
Boston (queer.de) – Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Massachusetts hat gestern unter Berufung auf ein über 90 Jahre altes Gesetz mit fünf gegen eine Stimme das Recht auf eine gleichgeschlechtliche Ehe eingeschränkt, meldet die "New York Times". Demnach dürfen nur schwule oder lesbische Bürger heiraten, in deren Heimatstaat die Homo-Ehe nicht verboten ist. Das Gericht hatte erst Ende 2003 angeordnet, dass die Ehe in Massachusetts geöffnet werden müsse (queer.de berichtete). Bis jetzt ist kein anderer US-Staat dem Beispiel Bostons gefolgt. Mit ihrer neuen Entscheidung wiesen die Richter die Klage von sechs Paaren ab, in deren Heimatstaaten die Ehe entweder durch ein Gesetz oder durch die Verfassung verboten ist. Die Klage von zwei weiteren Paare aus Rhode Island und New York wurde dagegen wieder an eine niedere Instanz zurückverwiesen. In deren Heimat ist zwar die Ehe nicht erlaubt, aber auch nicht verboten. Das Gericht bezog sich in der Entscheidung auf ein umstrittenes Gesetz aus dem Jahre 1913. Demnach sind Eheschließungen in Massachusetts illegal, wenn der Heimatstaat diese nicht anerkennen würde. Das Gesetz sollte ursprünglich "interrassische" Hochzeiten verhindern, die bis 1967 in großen Teilen der USA illegal waren. Gouverneur Mitt Romney (Republikaner) hatte die Standesbeamten unter Berufung auf das "Rassengesetz" aufgefordert, keine Ehe-Zertifikate an fremde Homo-Partner auszugeben (queer.de berichtete). Er bezeichnete die Entscheidung als "einen wichtigen Sieg für die traditionelle Ehe". (dk)















Ein freies Land ...
(mir fehlen einfach die Worte, für diese miesen Tatsachen!)